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 Betreff des Beitrags: Kyrkenstadt
#1BeitragVerfasst: 7. Nov 2016, 00:43 
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"Wenn die Wölfe heulen, gibt Acht. Singen die Grauen ist die Nacht erwacht. Doch hörst du sie verstummen, so renn geschwind. Da noch dunklere Dine in der Nacht wahr sind!"

Kyrkenstadt war ein Ort am Rande der Gesellschaft. Einst ein Idyllisches Dorf, war es gewachsen als Frieden kam mit den Skyllen und Brücken zu den Nachbarn gebaut wurde. Die tiefe Schlucht die einst das kleine Dorf vor dem Krieg behütet hatte war nun nicht mehr, stattdessen hatte es sich als ersten Umgschlagspunkt für die Südvölker aufgetan. Handel und Reisende hatten gut Münze eingebracht, und so war die Stadt erblüht. Der Kern bestand noch immer aus Holzhütten die mit Stroh gedeckt waren. Doch um sie herum waren Steinbauten errichtet worden, als das Geld reichlich vorhanden war. Die Stadt wurde groß, prächtig und bekannt. Die Reichen und Schönen wollten hierher, während der alte Kern langsam in Schlamm und Stadtunrat versank, vor allem als Skyllen anfing Eisen zu senden. Schmieden erwachten in jeder Ecke, Kyrkenstadt wurde zu einer wahren Metropole, und dem ersten Ort den man aufsuchte, wenn man eine gute Klinge brauchte, für sich oder seine ganze Armee.

Doch der Friede hielt nicht ewig. Die Brücken wurden zerschlagen, die Händler und Besucher blieben aus. Die Stadt verkam langsam. Die fruchtbaren Felder beherbergten jetzt leerstehende Steinbauten, doch keinen Weizen mehr. Das Eisen blieb aus, und Jahr um Jahr verschwanden die Schmiede. Verdreckt waren die Flüsse das auch kein Fisch mehr schwamm. Kyrkenstadt war mehr oder weniger Opfer seines eigenen Wohlstandes geworden.
Und heute? Es war eine Randerscheinung. EIn Ort für Gesetzlose und Zechenpreller, Halsabschneider und dunkleren Gestalten.

In der Stadt mangelte es beinahe an allem, Essen, klarem Wasser, Recht und Ordnung... außer natürlich dort wo sich der Vogt aufhielt. Eine eigene kleine Welt inmitten des Drecks und der Armut. Und jenen Vogt verlangte es natürlich nach der feinsten Speise. Wild hatte es sein sollen. Und niemand wagte es wirklich sich in die Wälder zu begeben. Man munkelte dass dort eine Gruppe Schwarzmagier ihr Unwesen trieb, die selbst in Kyrkenstadt keinen Platz gefunden hatten und man sie verjagt hatte.

Shad's Auftrag war einfach gewesen. Man hatte ihn ausgeschickt um Wild zu legen, und es möglichst schnell zurück zu bringen. In einer Hütte am Rande der Stadt würde sein Kontakt warten, mit goldener Münze um es dann heimlich in die Stadt zu schmuggeln. Vorbei an den Armen Schluckern der Stadt... Die Hütte hatte man ihm gut beschrieben, sie war auch kaum zu verfehlen, ein altes, lottriges Gebäude aus faulendem Holz. Früher wohl eine Wachstube. Heute nur ein weiterer fauler Zahn ihm Kiefer von Kyrkenstadt

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 Betreff des Beitrags: Re: Kyrkenstadt
#2BeitragVerfasst: 9. Nov 2016, 19:19 
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Eine Strähne des rotbraunen Haares fiel dem jungen Elfen ins Gesicht, als er den Kopf gegen Himmel hob. Über ihm kreiste ein einsamer Rabe, dessen Rufe von weit oben herabhallten. Dem abergläubischen Volk dieses Landes und besonders den Angsthasen aus Kyrkenstadt, hätte dieser Rabe Angst eingejagt. Ein böses Omen.
Shad schmunzelte, ob dieses Gedankenganges. An Nox war nichts Bedrohliches oder gar Gefährliches. Tatsächlich war dieser schlaue Vogel eher ein Glückbringer.
Den Blick einige Augenblicke länger auf den Raben über sich, rückte er den Bogen und Köcher auf seiner Schulter zurecht, bevor er auch sein Paket für den Vogt wiederaufnahm.
Seine Füße führten ihn durch den von Morgennebel geschwängerten Wald. Schon bald würde im Osten die Sonne aufgehen und die Bewohner Kyrkenstadts ihrer Arbeit nachgehen. Jedenfalls der mickrige Anteil Bewohner, der noch anständigen Arbeiten nachging und sich seinen Lebensunterhalt nicht zwielichtige Machenschaften verdiente. Auch wenn der Elf seine eigenen Hände nicht in Unschuld waschen konnte, hatte er nicht das Privileg lange schlafen zu können oder seinen Geschäften des Nachts nachgehen zu können. Er hatte getötet, weil man ihm keine Wahl gelassen hatte. Er hatte gestohlen, weil er andernfalls verhungert wäre. Aber heute war er hauptsächlich Wilderer. Ein Beruf, dessen angenehmste Bedingung das frühe Aufstehen war. Denn wie in den meisten Städten und Fürstentümern, war Wilderei eine Straftat: Selbst, wenn man sie für den Vogt ausübte, musste man aufpassen, dass man seinen Kopf nicht verlor.
Als er an diesem Morgen erwacht war hatte sich ein Stück altes Brot mitgenommen, den Ledergürtel mit dem leeren Geldbeutel und dem Dolch umgebunden. Den Bogen und Köcher von ihrem Platz an welchem sie an der Wand lehnten genommen und sich den schwarzen Reisemantel umgelegt, das einzige Diebesgut, welches er aktuell besaß. Als der Elf aus der Stadt geschlichen war, war die Dämmerung noch fern und bis auf einiger unaufmerksamer Wachen, war niemand auf den Straßen der Stadt unterwegs gewesen.
Nun war der Sonnenaufgang nah und Shad beschleunigte seine Schritte. Hinter ihm Raschelte es als drei weitere Raben sich in den Himmel erhoben und ihm gemeinsam mit dem zuvor noch kreisenden Vogel folgten. Er hatte gehofft noch Zeit für ein Frühstück zu haben, das letzte bisschen Brot zu essen und vielleicht unterwegs einen Hasen zu erjagen, aber das Wild für den Vogt hatte Vorrang. Die Belohnung war gut, das wusste der Grauäugige, aber der Auftrag hatte seinen Spielraum: Wild war nicht gleich Wild. Also hatte der junge Elf auf sein Glück vertraut und war mit einem stattlichen Hirsch belohnt worden. Eine Beute mit der er unter Umständen den Preis noch in die Höhe treiben konnte. Sein Frühstück war dabei auf der Strecke geblieben und wenn er nicht noch vor Sonnenaufgang an der Hütte eintraf, würde auch das Geld ausbleiben. Der Gedanke an ein paar Tage ohne Essen, ließ Shad kurz erschaudern. Das war ein Erlebnis, dass er zugut kannte.
Kurz vor Sonnenaufgang, die Dämmerung würde wohl nur noch wenige Minuten den Beginn des Tages ankündigen, erreichte der selbsternannte Jäger die ehemalige Wachstube am Rande der Stadt. Auf seinen Streifzügen war er das eine oder andere Mal an dieser zu einer Hütte zerfallenen Wachstube vorbeigekommen und jedes Mal hatte er den modrigen Geruch der Hütte schon von weitem wahrgenommen. Manchmal hatte er sich gefragt warum sie noch nicht vollständig verfallen war und warum die faulenden Holzbalken unter ihrer Last noch nicht nachgegeben hatten. Das ein oder andere Mal, hatte der Elf auf seinen Wanderschaften darüber nachgedacht und war zu dem Schluss gekommen, dass diese Hütte ein so starkes Sinnbild für den Verfall Kyrkenstadts geworden ist, dass ihr Ende auch das der Stadt einleiten würde. Heute war er sich fast sicher: Wenn die Hütte ihr Ende fand, dann auch die Stadt.
Einige Sekunden blieb er vor der Hütte stehen, wartete darauf, dass es sich seine Begleiter auf dem Dach bequem machten, ehe er die Kapuze seine Reisemantels so tief wie möglich in sein Gesicht zog und in die Hütte trat.

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"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"

Lowell Tracey


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyrkenstadt
#3BeitragVerfasst: 10. Nov 2016, 00:39 
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Das innere der Hütte war stickig... Kein Licht brannte, doch das Licht von draußen trat durch die geschlossenen Fensterläden, und mehreren Spalten in dem alten Holz. Es brach sich in dem aufgewirbeltem Staub den zum Teil auch Shad verursacht hatte als er die Tür geöffnet hatte. Im inneren gab es nicht viel, eine verkohlte Feuerstelle, in der Wasser und Kohle für eine ganz eigene Sorte von Schlamm gesorgt hatten, ein verrosteter Topf darüber und Regale die bereits geplündert worden waren. Der Geruch von Alter, Einsamkeit und altem Holz fuhr einem sofort in die Nase und würde sich dort festsetzen... Es war recht still, nur im Hintergrund hörte man es leise Summen. Es gab eine Treppe nach oben, doch das große Loch in dem Holz verriet wohl das man besser nicht nach oben ging, vor allem da die Hütte so schon instabil wirkte, und das alte Holz krächzte mehr als einmal unter der Last die es schon so lange aufrecht hielt...

Um die Ecke erst sah man den Tisch, auf dem die Wachmänner früher wohl ihrem Kartenspiel nachgegangen war wenn sie Ruhe gehabt hatten. Heute waren davon nur Narben im alten Holz übrig, Brandstellen und fehlende Bretter, die leicht ausgefranst an den Enden waren. An dem Tisch, gemütlich an einem Stuhl lümmelnd saß ein Herr, aber nicht etwa Shads Auftragsgeber... dickes, beschlagenes Leder, hohe Stiefel und ein langer Pferdeschwanz der im Nacken mit einem Band gebändigt lag. EIn Hut mit breiter Krempe, dünne Handschuhe und ein Degen der an seiner Hüfte ruhte... In seiner Hand ein Buch, in dem er las. Der Umschlag, sowie der Anhänger den er trug sagten deutlich aus das dieser Mann der Inquisition angehörte. Ein Siegel das mehr gefürchtet als gepriesen wurde. Der Mann sah auf als Shad eintrat und musterte ihn kurz. Seine Augen waren kühl, berechnend... und schwangen plötzlich in Freude um, etwa so echt wie das Silber eines Hehlers

"Oh... Sei gegrüßt!" meinte er, das Buch klappte zusammen und wirbelte noch mehr Staub durch die Luft. Der Akzent des Kerls war hochgestochen, leicht nasal und pingelig. Er lächelte wie ein Henker und legte das Buch auf dem Tisch vorsichtig ab, der Buchrücken schön paralell zu der Tischkante "Willkommen in dieser einfachen Stube. Ich bin sicherlich nicht der, den ihr erwartet habt aber... den gibt es ja auch gar nicht, also wohl doch ein guter Ersatz, nicht? " meinte er, grinste und kramte kurz in seiner Manteltasche... als erstes legte er eine der Pulverpistolen auf den Tisch, ebenso paralell zu dem Buch. Säuberlich und ordentlich, und so gemächlich das Shad sie gar nicht übersehen konnte. Und zuletzt eine Schriftrolle, die er aufrollte... "Kannst du lesen? Falls nicht, dort steht das ein Wilderer gesucht wird. Auf Kopfgeld. Lebendig und er soll dem Fürst ausgeliefert werden. Jemand raubt ihm hier das Wild, und das macht den Fürsten ganz verrückt, glaubt er doch es gäbe nicht genug Tiere in seinem Wald um seinen Wanst zu nähren" Die Behandschuhte Hand schob das Schreiben mehr in Shads Richtung des Tisches und er lehnte sich wieder zurück, verschränkte die Arme und ließ ihn nicht aus den Augen als er es sich gemütlich machte. Er blickte zu dem Bündel das Shad mit sich trug und lächelte "Ich bezweifle das dies Gemüse von den Feldern ist... welches du mit deinem Bogen erlegt hast, korrekt?" Selbstgefällig schmunzelte er kurz, bevor er ein Bein überschlug und den Kopf schrägt legte "100 Silberlinge mein Guter. Unbedingt lebend. Für den alten Grog der einen Mord begannen hat, wurden damals 40 Silberlinge ausgesetzt, tot oder Lebendig und bei allem Respekt, ein Wilderer ist das nicht wert... Und sicherlich würde der Fürst nicht darauf bestehen ihn bei sich hinrichten zu lassen wie er es wohl bei dir tut" Er seufzte leise und blickte durch eine der Spalten in dem Gebäude. Vermutlich sah er das, was auch die Raben nun bemerkten. Gerüstete Männer kamen aus Kyrkenstadt langsam auf die Hütte zu. Bis jetzt waren es fünf an der Zahl, doch sie begannen langsam sich um die Hütte zu positionieren. Stark bewaffnet, zwei von ihnen hielten Armbrüste im Anschlag "Ich kenne Kyrkenstadt. Nur dich nicht. Also bist du kaum jener Wilderer der hier schon so lange seinem schändlich Handwerk nachgeht. Und wenn ich mir all die Geschichten anhöre die von diesen Wäldern ausgehe bezweilfe ich ehrlich gesagt das es diesen Wilderer überhaupt gibt. Zumindest, bis jetzt gab" Der Herr hob leicht eine Augenbraue, vielleicht verstand Shad worauf er hinaus wollte. "Also... So wie ich dies sehe, gibt es zwei Enden dieser Geschichte. Du kannst nun deiner Wege gehen, hinaus aus dieser Tür und dich einfangen lasse für ein Verbrechen zu dem man dich angestiftet hat, ich folge dir und finde heraus was der Fürst wirklich will... oder aber, du bleibst noch etwas hier und... plauderst mit mir... aber dafür musst du dich setzen" Sein Lächeln war das eines Haifisches, er hatte die Hände erhoben wie ein Händler der ihm seine Auslage zeigte...

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 Betreff des Beitrags: Re: Kyrkenstadt
#4BeitragVerfasst: 13. Nov 2016, 15:49 
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Der aufgewirbelte Staub stieg dem Elfen in die Nase und für einen Augenblick hält er die Luft an um ein Niesen zu verhindern, dann schweift sein Blick durch jene Hütte, an welcher er in den vergangenen Wochen so oft vorbei gelaufen, aber welche er nie betreten hatte. Neugierig mustert der Nachtelf die Feuerstelle und die geplünderten Regal, ehe sein Blick auf eine Gestalt fällt, die an dem einzigen Tisch der Hütte saß, ein Buch in der Hand. Alleine das Buch reichte aus um Shad erahnen zu lassen, dass der Mann vor ihm definitiv nicht sein Auftraggeber sein konnte. Kein intelligenter Mann würde sich auf diese Art die Hände schmutzig machen, da war sich der Braunhaarige sicher und für Intelligent hielt er den Mann. Schweigend steht er da und musterte den Ersatz seines Auftraggebers skeptisch bis er den Anhänger der Inquisition sieht und einen Schritt zurück macht. Sein Rücken stößt gegen die Tür, welche er nach seinem Eintreten geschlossen hatte, vermutlich hätte er die Flucht ergriffen, wenn die Pulverpistole nicht in als eindeutige Drohung auf dem Tisch gelegen hätte, so machte der Elf nur einen weiteren misstrauischen Schritt. Dieses Mal einen Schritt auf den Handlanger der Inquisition zu. Allein diese überschwängliche Begrüßung hatte Misstrauen in ihm geweckt. Aber die penible Art, wie der Kerl das Buch und die Waffe akkurat abgelegt hatte, hatte so etwas wie Furcht in ihm aufsteigen lassen. Für Shad entwickelte sich der Kerl immer mehr zu einem gefährlichen Irren, die nasale Stimme zu der einer Schlage, die versuchte ihn hinterhältig zu vergiften. So machte er selbst als der Mann weiter sprach keine Anstalten näher an den Tisch zu kommen. Erst als die Schriftrolle zu ihm hin geschoben wurde, machte er einen misstrauischen Schritt nach vorne, die linke Hand am Dolch in seinem Gürtel. Auch, wenn er wusste, dass er keine Chance gegen diesen armen Irren gehabt hätte, gab ihm die Hand an der Waffe ein beruhigendes Gefühl. Nur kurz überflog sein Blick das Schreiben. Bis auf die Worte lebendig und Wilderer, sowie die Höhe des Kopfgeldes konnte der Waise nichts entziffern. Und diese Wörter konnte er auch nur erkennen, weil er sie über die Jahre bei Dörflern aufgeschnappt hatte und irgendwann begriffen hatte, welches der Worte auf Papier wie aussah. Oft genug hat er in seinem Leben Steckbriefe gesehen, nicht selten auch einen mit seinem Abbild drauf. Dabei lauscht er aufmerksam den Worten des Blonden. Nur selten huscht sein Blick vom Papier zu dem Mann mit dem Hut. er acht gerade dem Mund auf um anzukündigen, dass er jetzt gehen würde, als das aufgeregte Krächzen eines der Raben ihn innehalten ließ. Als ein weiterer seiner Gefährten in den alarmierten Tonfall seines Kollegen einfällt, dreht sich der Elf um und wirft einen Blick durch die Spalten im Holz und sieht, dass was die Raben und der Handlanger der Inquisition schon längst gesehen haben mussten: Stadtwachen, die langsam die Hütte umstellten, Armbrüste im Anschlag. Automatisch scannt der Blick der grauen Augen, die Hütte nach Fluchtmöglichkeiten ab, bleibt kurz an der Treppe hängen. Die Worte des blonden Mannes nur ein fernes Rauschen. Zu fieberhaft ist sein Gehirn damit beschäftigt sich einen Fluchtweg zu suchen.
Als er keinen findet und die Möglichkeiten vernimmt, die ihm der Fremde anbot tritt einen Augenblick lang so etwas wie Abscheu in die Züge des Elfen - gut versteckt und der Kapuze -, als er den schwarzen Stoff jedoch nach hinten schob, schwang nur noch eine Spur von Belustigung in seiner Stimme mit. "So wie ich das sehe gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit." Seine Schritte für ihn durch den Raum, der erlegte Hirsch oder eher seine Reste legt der Wilderer in der Nähe der Treppe ab, danach überbrückt er die Distanz zwischen sich und seinem gefährlich irre wirkenden Gesprächspartner, ehe er sich auf dem freien Stuhl ihm gegenüber niederlässt. Ein belustigtes Lächeln auf den Lippen. "Das Ganze könnte auch nur ein sehr gut abgekartetes Spiel sein." Für einige Augenblicke sah er sein Gegenüber vielsagend an, ehe er mit den Schultern zuckte. "So oder so, scheine ich in die Falle gegangen zu sein."

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