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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#31BeitragVerfasst: 8. Sep 2016, 17:42 
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Er hatte den Abend genossen und für wenige Stunden entspannen können. Die vergangene Woche (?) war für ihn purer Stress gewesen. Ein ständiger Spagat zwischen Schule und Verpflichtungen. Kurz nachdem er am Montag Nachmittag von Ben mit der Frage konfrontiert worden war, wo er denn gewesen war obwohl er in Mathe hätte sein müssen, hatte er einen Anruf von Henry bekommen und hatte Ben im wahrsten Sinne des Wortes stehen lassen. Er war erst am nächsten Morgen wieder aufgetaucht und hatte es selbst dann erst mit einer halben Stunde Verspätung zur zweiten Doppelstunde des Tages geschafft. Als die Mittagspause - seine Rettung - kam, er Kathy und Ben gerade eher wage beschrieben hatte, dass er Henry zu einem geschäftlichen Termin hatte begleiten müssen, als er gerade vor hatte die erste Gabel seines Salates in den Mund zu schieben und seinen bösartig knurrendem Magen Linderung zu verschaffen - er hatte keine Zeit für ein Frühstück gehabt - klingelte sein Handy erneut. Tatsächlich überlegte er den Anruf zugunsten seines Mittagessens zu ignorieren und war froh darüber es nicht getan zu haben, als er sah wer ihn da anrief. Er ging dran schon während er aufstand, ganz genau wissend das er nicht zu seinem Essen kam und im Gehen wandte er sich noch einmal um deutet auf seine Tasche. Der Tag war eine Reihe aus seiner Meinung nach sinnloser Treffen mit Klienten seines 'Vaters' und er musste sich zusammenreißen, als er gegen 18 Uhr bei einem der Treffen endlich die erste Mahlzeit des Tages bekam und gegen 21 Uhr komplett angezogen in sein Bett fiel und fast augenblicklich einschlief.
Der Mittwoch war nicht wirklich besser und so atmete der Schwarzhaarige erleichtert auf als Henry ihn am Abend anrief und sagte, dass er ihn erst am Freitagabend wieder bräuchte. Der Donnerstag war eine eintönige Angelegenheit, sämtliche Hausaufgaben nachzuholen zu denen er in den vergangenen Tagen nicht gekommen war. Der Freitag tröpfelte zäh vor sich hin und endete in einer Gala an der er teilnehmen musste. Irgendwann gegen 4 Uhr morgens versuchte er sich so leise wie möglich in das Zimmer zu schleichen, schaffte es aber wieder nur bis zu seinem Bett.
Auch wenn er in dieser Woche selten da war, nutzte er jede freie Minute, um Ben zu beobachten und gleichzeitig auf Abstand zu halten. Er konnte keinen weiteren Verlust in seinem Leben ertragen, keine Enttäuschung und er war sich sicher, dass Ben genau das war und trotzdem ertappte er sich dabei, wie er seinem Zimmernachbarn bei jeder möglichen Gelegenheit Blicke zuwarf und versuchte ihn so unauffällig wie möglich zu beobachten. Chris registrierte wie sich Bens Mund leicht zur Seiten verzog wann immer er kurz davor stand zu lachen, die Grübchen und leichten Fältchen an seinen Augen, wenn er lachte und wie er sich unbewusst mit der Hand durch die Haare fuhr, wenn er nervös war. Das er das immer nur wegen Kathy tat gab ihm einen bitteren Beigeschmack, aber er versuchte sich einzureden, dass das richtig so war. Das Ben richtig für sie war und wenn er ihr das Herz brach, war sich Chris sicher, dass er Ben etwas ganz anderes brechen würde, bevor er ihn häuten würde.
Den Samstag verschlief er fast gänzlich und sobald es ihm möglich war verschwand er nach dem Abendessen mit den beiden Turteltäubchen auf seinem Zimmer, warf sich in ähnliche Klamotten wie jene welche er an dem vergangenen Sonntag getragen hatte und machte sich schnellst möglich aus dem Staub.
Mittlerweile war es um die 22:30 Uhr und Chris schlenderte zusammen mit Matt durch die Stadt. Sie teilten sich ein Stück des Heimweges und so war es das natürlichste der Welt zusammen nach Hause zu schlendern, rum zualbern und noch für ein paar weitere Minuten zu vergessen, dass er am nächsten Morgen schon wieder der perfekte Sohn zu sein hatte. Irgendwann genossen sie mehr oder weniger die stille Gegenwart des anderen, nur unterbrochen von Matts leisem Pfeifen einer Melodie oder einem gespielt genervten Stupser von Chris in die Rippen des Blonden Drummers, wenn er sich von dem Gepfeife gestört fühlte, woraufhin der blonde etwas jüngere Teenager nur die Melodie wechselte. Eine angenehme Stille, die nach den lauten Bässen im Proberaum, so etwas wie Balsam für die Seele war. Nicht das Chris die Lautstärke im Proberaum verabscheute, er genoss sie, sie belebte ihn, brachte Woche für Woche das Leben in ihn zurück, dass Henry aus ihn rausquetschte, aber der Nachhauseweg mit Matt, waren die kostbaren Minuten der Woche in der er sich nicht gehetzt fühlen musste. In denen niemand auch nur irgendetwas von ihm erwartete.
Als Matt sich gerade daran versuchte Hymn for the weekend von Coldplay zu pfeifen und Chris ausholte um dem Armen einen weiteren Stupser in die Rippen zu verpassen, vernahm er ein vertrautes Lachen und automatisch zuckte sein Kopf in die Richtung. Es war mehr Bens Lachen als das von Kathy, welches er erkannte und für einige Augenblicke blickte er zwischen den glücklichen Gesichtern der beiden hin und her. Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte ihn, als ihm klar wurde, dass er Ben nicht häuten musste. Es hielt allerdings nur bis er die verschränkten der beiden sah. Erleichterung machte einem Gefühl, dass sich wie eine Mischung aus Übelkeit und rasender Wut anfühlte und die gleiche Hand, welche zuvor noch ausgeholt hatte um Matt zu stupsen krallte sich nun in dessen übergeworfene Lederjacke, während Chris versuchte die Welle des Schmerzes zu unterdrücken, welche diese Begegnung mit Kathy und Ben in ihm ausgelöst hatte. Der Blauäugige ertappte sich dabei, wie er sich fragte warum er eigentlich nicht an Kathy's Stelle war und noch während sein Gehirn ihm die logische Antwort darauf zu formulieren gesuchte, spürte er wie sich Matts Arm um seine Taille schlang und der Drummer ihn vorsichtig zu sich zog. Nur kurz bedachte der Blonde das Pärchen wenigen Meter weiter mit Beachtung. Er kannte keinen der Beiden und ging davon aus, dass dasselbe für Chris galt. Die Hand, welche sich in seine Lederjacke krallte, sorgte dafür, dass er Chris für einen Augenblick besorgte anblickte, bevor sich sein Arm um die Taille des Schwarzhaarigen schlich und er Chris in einer gewohnten Bewegung zu sich zog, selbstverständlich den anderen Arm um ihn legte. Seine Finger verschränkten sich auf Höhe von Chris unterem Rücken und der etwa einen Kopf größere 16-Jährige, vergrub sein Gesicht halb in Chris Haaren, während er leise beruhigende Worte wisperte ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie das nach auswirkten.
Sie waren zusammen im Heim aufgewachsen und so weit er sich erinnern konnte war es in den 7 Jahren seit sie sich begegnet waren immer Chris gewesen, der es geschafft ihn zu beruhigen und ihm zu zeigen, dass alles okay war. Das die Welt ein irgendwie schöner Ort war. Nur ein Mal war Chris nicht da gewesen, nur ein mal war er nicht der Optimist gewesen, der er zu sein vorgeben hatte. Vielleicht hätte er es verhindern können, wenn er besser auf die Anzeichen geachtet hätte, den Schmerz in den Augen. Sein Griff verstärkte sich als er an einem verschneiten Morgen gegen Ende Januar, die SMS gelesen hatte, die ihm mitteilte, dass Chris im Krankenhaus lag.
Es hatte sie verändert, sie alle. Matt und die anderen hatten Chris mehr Beachtung geschenkt, versucht ihn von seinen körperlichen Grenzen fernzuhalten und zur not als lebendes Kopfkissen fungiert und Chris hatte ganz offensichtlich nie wieder versucht sich selbst zu verletzen. Keinen von ihnen war klar, was ihn das zu bewegt hatte, aber allen war bewusst das sie es nie wieder soweit kommen lassen würden.
Deswegen war es für Matt selbstverständlich, Chris in die Arme zu ziehen und beruhigende Worte zu wispern, sobald er den Schmerz kurz in dessen Augen aufflackern sah.
Chris Reaktion allerdings verunsicherte ihn ein wenig. Er war kein zitterndes Wrack. Im Gegenteil: Der Schwarzhaarige wirkte seltsam ruhig, der Schmerz hinter der üblichen Fassade versteckt, während er einen halben Schritt nach vorne machte, wobei Matts Hände einige Cm nach unten rutschten und auf Chris Hintern landete, er hatte keine Chance sie wegzuziehen, zu sehr lenkten ihn die Hände ab, welche sich ihren Weg von seiner Seite über seine Brust bahnten, bevor sich Chris Arme im Nacken des Drummer verschränkten.
Wären sie nicht genau in diesem Moment unterbrochen worden... der Drummer hätte schwören können, dass Chris ihn noch geküsst hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#32BeitragVerfasst: 19. Sep 2016, 10:10 
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Ben hatte wie ein begossener Pudel im Zimmer gestanden, nachdem Chris einfach gegangen war. Er hatte noch auf ihn warten wollen. Wollte versuchen mit ihm zu reden. Ihn ganz klar fragen, was sein Problem sei. Aber irgendwann war er einfach eingeschlafen und erst von seinem Wecker am nächsten morgen erschrocken aufgewacht. Das Bett von Chris schien unberührt und stirnrunzelnd hatte er sich fertig gemacht.
Auch in der ersten Stunde Mathe war Chris wieder nicht aufgetaucht. Die ganze Stunde war Ben weit weg mit seinen Gedanken. Mal schweiften sie zu Kathy, die ihm nach der Stunde abholte und mal wieder zu Chris. Wo war der Kerl jetzt schon wieder? Ging er ihm aus dem Weg?
Erst während der zweiten Doppelstunde kam Chris wieder. Er sah müde aus und irgendwie mitgenommen. Ben musterte ihn eine Weile widmete sich dann aber wieder Kathy, die ihn immer wieder von Chris ablenkte.
Zu dritt waren sie zur Mittagspause gegangen und Chris hatte ihnen erklärt, dass er Henry, seinen Adoptivvater (?) hatte begleiten müssen. Sie hatten gerade begonnen sie essen, da klingelte wieder sein Handy. Ben hätte es ihm am liebsten ab genommen, bis er etwas gegessen hatte, so laut knurrte Chris Magen. Aber er ließ es. Mischte sich nicht ein.
Er und Kathy aßen in Ruhe auf und sie witzelten gemeinsam lachten und lernten sich immer besser kennen. SIe war ihm sympathisch. Ein liebes nettes Mädchen und mit ihr an seiner Seite kam ihm der Schulalltag gar nicht mal so langweilig vor.
Ben stand unter der Dusche, als Chris wiederkam. Er hörte wie sich die Zimmertür öffnete und kam kurze Zeit später in ein Handtuch gewickelt wieder raus. Chris lag in seinen schicken Sachen auf dem Bett und schlief bereits. Sein Tag musste anstrengend gewesen sein. Ben ging zu ihm und deckte den schwarzhaarigen jungen Mann zu.
Am Mittwoch hatte Ben sein erstes richtiges Training und powerte sich richtig aus. Er lachte mit den neuen Kameraden und zeigte, wie wertvoll er für das Team sein konnte. Am Ende war er voller Gras und Dreck, aber glücklich. Er hatte einige beeindruckende Aktionen vor dem Tor gezeigt und sie hatten alle Mühe gehabt ihn in seinem Lauf zu stoppen.
Donnerstags war Chris wieder da und mühte sich mit den Hausaufgaben ab. Er bot seine Hilfe an, die aber genauso kalt abgelehnt wurde wie Chris auch schon vorher öfter gewesen war. Mit einem schulterzucken hatte er das Zimmer verlassen und sich mit Kathy auf dem Gelände zusammen gesetzt um ein wenig zu wiederholen. Für Ben war der Unterricht hier alles andere als einfach. Vieles was hier als Grundlage vorrausgesetzt wurde, hatte er noch nie in seinem Leben gehört und er war so dankbar, dass Kathy ihm zur Seite stand.
Der letzte Tag der Woche war für Ben auch nichts besonderes mehr. Einzig, dass er öfter Chris Blicke einfing irritierte ihn. Er fühlte sich immer beobachteter, aber Chris Blicke fühlten sich nicht unangenehm an, auch wenn sie ihn nervös machten. Irgendwie fühlten sie sich kribbelig an und Ben versuchte sie auszublenden und sich auf Kathy zu konzentrieren, denn der kalte Eisklotz hielt ihn sowieso auf Abstand.

Samstag Abend. Ben hatte sich schon die ganze Woche auf diesen Abend gefreut. Er würde ein Date haben. Mit Kathy. Die er immer bezauberndes und netter fand. Sie waren immer näher zusammen gerückt und hatten im Kino gekuschelt. Noch hatte er sie nicht geküsst, auch wenn er glaubte, dass sie es einige Male von ihm erwartet hatte.
Nun war es schon halb elf, als sie Händchen haltenden durch die Straße schlenderten. Kathy erzählte von einem Schulfest, bei dem jemand alle Toiletten verstopft hatte und die Englischlehrerin mit ihren hohen Pumps zetternd in der Lache aus Wasser stand. Ben lachte über Kathys Ausführungen und so bemerkte er die zwei Jungs erst, als sie genau voreinander standen.
Ein tiefes grollen zog sich durch Bens Körper, als er erkannte wer da eng umschlungen mit einem anderen Jungen stand. Er drückte Kathys Hand fester und brachte um gelassenheit bemüht ein "Hey Chris... Was machst du denn hier?" hervor.
Innerlich bebte er. Er war eifersüchtig. Eifersüchtig auf den Jungen, der Chris im Arm hielt. Er wollte es sich nicht eingestehen, aber Chris hatte etwas, dass ihn so unfassbar interessant für ihn machte.
Chris schmiegte sich wie ein nasses Handtuch an den anderen und Ben glaubte, dass er ihn gleich küssen würde. Vielleicht was das der Grund, weshalb er auch Kathys Avancen abgwiesen hatte. Konnte es sein, dass Chris schwul war? Aber dieser Gedanke schien Ben so unglaubwürdig und dennoch ein kleiner tief vergrabener Teil freute sich über die Möglichkeit, dass Chris nie etwas von Kathys sondern eher von Ben wollen könnte.
Da löste sich Chris von ihm und sah Ben mit diesem kalten blauen Augen an, als wollte er sagen 'Was willst du hier?'. Er hatte nicht bemerkt, wie er Kathys Hand losgelassen hatte und sich ganz nah zu Chris und seinem Freund gestellt hatte. Seine Hand war zur Faust geballt. Am liebsten hätte er den anderen weggestoßen. Er fühlte sich bedroht von ihm und merkte, dass er ihn als Konkurrenz war nahm, als Konkurrenz um Chris. Denn wenn Chris wirklich schwul wäre registrierte Ben, dann wollte er an seiner Seite sein und der Gedanke, dass Chris jemand anderen... einen anderen Mann in sein Leben ließ fand Ben erschreckend aufwühlend. Auf einmal bestand in seinem eigenen Kopf der Gedanke, dass er selbst wirklich schwul sein könnte.
Es lag eine unfassbare Spannung in der Luft und es war nur eine Frage der Zeit bis einer von ihnen explodierte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#33BeitragVerfasst: 22. Sep 2016, 11:28 
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„Ben?“ Kathys leise, verblüffte Stimme ließ den Schwarzhaarigen in der Bewegung innehalten. Fragend suchten seine Augen zunächst Kathy, bevor sie zu seinem Zimmernachbarn wandern, dabei löst er sich langsam von dem Blonden, welchem er so ohne jede Vorwarnung die Arme um den Hals geschlungen hatte. Wäre es nicht gerade dunkel gewesen hätte man mehr als nur deutlich einen Hauch von Rosé auf den Wangen des sonst so kühlen Teenagers sehen können, als er realisierte was er dem Drummer da fast aufgezwungen hätte. Seine Augen huschten beschämt zu Boden, während er mit aller Macht versuchte Matt nicht in die Augen zu sehen. Er hatte eine Grenze überschritten, welche zwischen den beiden jungen Männern schon vor einigen Jahren festgelegt worden war. So 100%ig schwul Chris war, so hetero war Matt. Chris kannte diese Grenze und trotzdem… irgendwas an dieser Szene musste ihn so sehr gestört haben, dass ihm ganz einfach eine Sicherung durchgebrannt war und er das nächst beste ‚Opfer‘ dazu missbraucht hatte, um Ben… ja was überhaupt?
Er versuchte noch herauszufinden was er mit dieser Aktion bezwecken wollte und warum genau, als er Matts linke Hand auf seiner Schulter spürte. Während Chris weiterhin versuchte dem Blick des ein Jahr jüngeren Jungen auszuweichen, seufzte dieser ob dieses Katz und Maus Spiels frustriert. Fast schon grob ergriff der Drummer mit seiner Linken Chris Kinn, zwang ihn regelrecht dazu ihn anzusehen, wobei er den geringen Abstand der beiden kaum minderte. Ein zweites Mal wirkte es beinahe so als würden sich die Lippen der beiden jeden Moment treffen, aber alles was folgte war ein leises ersticktes Lachen des Blonden. Die Besorgnis von eben war einem Blick gewichen, der geradezu ‚Ich versteh schon‘ zu schreien schien. Die Hände des Drummers lösten sich von Chris, aber er ließ den Schwarzhaarigen noch nicht gehen. Ihn schien es nicht zu kümmern, dass Ben gefährlich nahe mit geballten Fäusten stand. Fast schon seelenruhig beugte er sich vor, die Lippen dicht an Chris Ohr. „Warn mich das nächste Mal vor, wenn du jemanden eifersüchtig machen willst.“ Damit löste sich der 16-Jährige endgültig und etwas abrupt von Chris und schlenderte – wieder leise pfeifend – zu Kathy hinüber. "Ich bring die Dame nach Hause...", verkündete er für alle Anwesenden gut verständlich. Sein Unterton deutete etwas an das Chris nicht ganz fassen konnte. Zu sehr war er mit dem beschäftigt, dass Matt Augenblicke zuvor gesagt hatte. Die Erkenntnis hatte ihn wie ein Schlag getroffen und die Welle der Erleichterung, welche aufgebäumt war, als Matt ihm quasi versichert hatte, dass er nicht böse war, war im Nichts verpufft.
Eifersüchtig? Er? Auf Kathy? //Niemals! //, beantwortete er sich diese Fragen selbst und doch erschien es ihm so als hätte Matt irgendwie recht. Dieser Moment als die beiden lachend und händchenhaltend die Straße entlang schlendern gesehen hatte. Diese warmen, liebevollen Blicke die Kathy von Ben zugeworfen bekommen hatte. Sie hatten etwas in ihm ausgelöst: Ein Gefühl von Schmerz und ein Verlangen danach, dass er der Empfänger dieser Blicke sein wollte. Die Realität traf ihn hart und unvorbereitet und für einige Augenblicke stand er einfach nur da, wie ein Fisch auf dem Trockenen nach Luft japsend. Dann realisierte sein Gehirn endlich was seine Augen schon lange gesehen hatten: Ben nur Zentimeter von ihm entfernt mit zur Faust geballten Hand. Der Blauäugige spürte förmlich wie sich seine Augenbraue in einem Anflug von sichtlicher Verwunderung hochzog und eine nächste Welle von Gedankengängen brach über ihn hinein. Für furchtbar lange Sekunden überlegte er was genau Bens Problem war. Warf zahlreiche Möglichkeiten in die Waagschale, bevor er alle bis auf eine wieder rauswarf: Eifersucht.
Diese Lösung auf seine Frage machte es aber nicht besser, sondern ließ etwas in dem Teenager aufkeimen, das Hoffnung ziemlich nahekam. //Kann es sein, dass Ben schwul ist? // Beinahe automatisch wich er bei dem Gedanken an diese Möglichkeit einen Schritt von Ben zurück. Für einen Moment sah man im Gesicht des Millionärssohns so etwas wie Panik, bevor Chris es schaffte wieder die gewohnte Maske aus Kälte und Gleichgültigkeit aufzusetzen und auch, wenn er es schaffte äußerlich unbeeindruckt zu wirken, herrschte in seinem Inneren ein einziges Chaos, das von Sekunde zu Sekunde größer zu werden schien. Da war dieser winzige Funken Hoffnung, der alleine dazu in der Lage war alle negativen Gedanken in Schach zu halten. Denn Chris wusste, dass das Ganze keine Zukunft hatte. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, das Ben auch nur ansatzweise Interesse an ihm haben könnte Chris würde ihm nicht geben können was er sich wünschte. Er würde sich selbst nicht geben können was er sich wünschte. Der Teenager war kein Mensch, der eine Beziehung hinter geschlossenen Türen führen konnte und Henry hatte mehr als nur deutlich gemacht, was ihn erwartete, wenn er ihn a) noch mal einem anderen Mann sah oder b) wenn die Presse Wind davon bekam das er homosexuell war.
Er konnte das nicht zulassen! Er würde es nicht zulassen! Und egal wie sehr sich danach sehnte, dass dieser Funken Hoffnung Gestalt annahm: Ben war so viel besser dran mit Kathy!
Chris wich noch einen Schritt vor seinem Zimmernachbarn zurück und versuchte sich daran ihn so eisig wie möglich anzufunkeln, während seine Lippen noch viel kältere Worte verließen. „Du solltest gehen, Ben.“ //Noch kannst du Kathy einholen! //

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#34BeitragVerfasst: 25. Sep 2016, 19:30 
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Bens Kopf war wie leer gefegt. Nur ein Gedanke huschte immer wieder durch ihn hindurch 'Du hast dich in einen Jungen verliebt' Denn anders konnte er sich sein eigenes Verhalten nicht erklären. Er stand hier mitten auf der Straße, mit geballten Fäusten, weil ein anderer Junge Chris in den Armen gehalten hatte. Er hatte sein Date stehen lassen um Chris nahe zu sein. Noch nie hatte er wegen eines Mädchens so heftig reagiert. Es war ihm egal gewesen mit wem seine Freundinnen ausgingen, bei wem sie auf dem Schoß einschliefen. Er hatte immer nur auf sie aufgepasst wie ein großer Bruder, denn er liebte sie nur wie ein Bruder.
Die Verwunderung in Chris Augen kam seiner eigenen sehr Nahe... Wie sollte er den anderen sein Verhalten erklären? Er drehte sich kurz zu Kathy um, als Matt verkündete, dass er sie nach Hause brachte und warf ihr einen entschuldigenden Blick zu. Er konnte jetzt nicht mit ihr gehen. Er wollte Chris hier nicht stehen lassen. Dann drehte er sich wieder um und als Chris einen Schritt zurück machte und kurz die Panik über sein Gesicht huschte, machte auch Ben einen Schritt zurück. Unsicher strich er sich durch die Haare. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Alles klang in seinem Kopf falsch. Die blauen Augen seines Mitbewohners sahen ihn so kalt an und dieser Blick ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren.
Er ließ die Hand aus seinen Haaren sinken, aber weil er nicht wusste wohin griff er sich wieder in die zersausten Haare. Was sollte er jetzt tun? Kathy war längst mit Chris Freund um die nächste Ecke und Chris hatte noch einen Schritt von ihm weg gemacht. Verloren stand Ben da und wusste nicht wohin mit sich und seinen Gefühlen. Er war schwul musste er sich eingestehen. Sein Herz hatte einen Schlag ausgesetzt und es hatte sich angefühlt, als würde jemand versuchen es mit bloßer Hand heraus zu ziehen in dem Moment, als er Chris mit diesem anderen Jungen eng umschlungen gesehen hatte.
"Nein, dass sollte ich nicht." brachte er hervor und sah seinen Mitbewohner einen Moment lang tief in die Augen. Langsam überbrückte er die Distanz zwischen ihnen. Alles oder nichts. Er musste wissen woran er war und als sein Herz immer wilder zu schlagen begann, je näher er Chris kam, konnte er seine Gefühle vor sich selbst nicht mehr leugnen.
Sanft nahm er Chris Gesicht in seine rauen Hände und wieder verfing sich sein Blick in diesen tiefen blauen Augen. Einen Atemzug lang sah er Chris so an, als sei er das kostbarste auf der Welt. Er wollte sich keine Gedanken darüber machen, was passieren würde wenn Chris ihn zurück stieß. In diesem Moment hörte er nur auf sein Herz und küsste Chris sanft aber bestimmt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#35BeitragVerfasst: 24. Okt 2016, 10:25 
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//NEIN! Nein! Nein. Nein...//
Es war als schickte sein Gehirn eine Warnmeldung nach der anderen ab, um ihn zu vor dem zu warnen was folgen würde, aber trotzdem gehorchte sein Körper ihm nicht, machte keinen Schritt zurück, ergriff keine Flucht, obwohl Chris genau wusste, dass das keine gute Idee war.
Dieser Blick, der ihm das Gefühl gab das kostbarste auf der Welt zu sein, erschreckte ihn und ließ ihn erstarren, wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Dieser Blick reichte aus um jeden Gedanken an Flucht aus seinem Gehirn zu vertreiben, aber die Warnungen, die ihm sein Verstand schickte wurden stärker, lauter. Er wusste, dass er hier weg musste bevor er sich in irgendwelche Hoffnungen stürzte, die ihn nur noch mehr zerbrechen würden, aber sein Körper gehorchte ihm nicht. Erst als sich Ben's Lippen auf die seinen legten ging ein Ruck durch seinen Körper und Chris stieß Ben von sich. In seinen Augen funkelte eine Mischung aus Verachtung, Unglauben, Wut und Enttäuschung. Einen Moment lang sah er Ben einfach nur, bevor ein leises irgendwie hohl klingendes Lachen seine Lippen verließ. "Verdammt schlechter Scherz.", brummte er leise, während er Ben noch immer anfunkelte.
Ben hatte selber gesagt, dass er nicht schwul war und auch wenn er die letzte Woche nicht gerade oft dort gewesen war, er hatte nicht ein einziges Anzeichen gesehen, dass Ben diesbezüglich gelogen haben könnte. "Ein verdammt geschmackloser Scherz.", wiederholte er sich leise und wollte sich gerade mit den Worten "Ich schlafe für's erste im Hotel bis ich nen neues Zimmer habe." auf den Weg zum Internat machen als ihm ein beunruhigender Gedanke kam. Gefolgt von einem weiteren. Woher wusste Ben es? War es so offensichtlich? Nein... nein... er war sich sicher, dass es das nicht war. Es gab genug Fotos von ihm mit irgendwelchen Frauen. Stets inszeniert, aber die Fotos waren perfekt. Die Schlagzeilen, welche am nächsten Morgen die Zeitungen dominierten waren eindeutig. Kathy? Nein... Kathy hätte nie etwas gesagt. Sie wusste was auf dem Spiel stand... sie hätte niemals auch nur ein Wort fallen lassen. Langsam drehte er sich zu Ben um und schien in dessen Augen nach Antworten zu suchen. Ben lachte nicht... nicht mal ein amüsiertes Funkeln in den Augen. Sein Herz setzte für einen Schlag aus. //Kein Scherz... keine Kameras... kein Blitzlichtgewitter.//
Es kam ihm so vor als überbrückte er die Distanz zwischen ihnen in nur einem Wimperschlag. Die Warnungen waren wieder da, aber dieses Mal schienen sie nur ein fernes Rauschen irgendwo in der hintersten Ecke seines Gehirns zu sein. Diesesmal war er es der den anderen küsste, nachdem er ihn einige Sekunden lang entschuldigend angesehen hatte. Kein Ruck ging durch seinen Körper, kein Fluchtreflex forderte ihn auf so weit wie möglich vor Ben wegzulaufen. Im Gegenteil: Das leichte Kribbeln überall wo er seinen Mitbewohner berührte, ließ nicht zu das er auch nur daran dachte, dass er hierfür zur Hölle fuhr. Er fühlte sich auf eine ihm unerklärliche Weise lebendig. Lebendiger als er sich in den letzten 7 Jahren je gefühlt hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#36BeitragVerfasst: 11. Nov 2016, 20:43 
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Kurz lief ein heißer Schauer durch seinen ganzen Körper, ehe Chris ihn weg stieß und alles in ihm zerbrach. Sein Herz schmerzte als wäre es eingefroren. Wortlos mit einem Blick der Entsetzen, ANgst und Schmerz wiederspiegelte sah er seinen Mitbewohner an. Ein Scherz. Ben wünschte sich so sehr, dass es bloß ein Scherz gewesen wäre. Ein Scherz würde nicht so weh tun. Er verzog bei Chris nächsten Worten das Gesicht. Er ballte die Fäuste. Wut und Schmerz mischten sich in ihm und nun drängte alles in ihm dazu abzuhauen. Zu leugnen was heute passiert ist.
Er wollte vor sich selbst davon rennen, wollte schrein, sich Ohr feigen. EInfach bloß vergessen wie er sich gerade fühlte. Er schloss die Augen, atmete tief durch und sammelte mich um Wörter raus zu bringen. Wörter die Chris versichern sollten, dass so etwas nie wieder passiert, dass er beantragen würde auf ein neues Zimmer zu dürfen.
Und plötzlich kribbelten seine Lippen heiß. Sein Herz raste, drohte aus seiner Brust zu brechen. Er riss die AUgen auf und sah den schwarzhaarigen Jungen vor sich. Er küsste ihn. Chris küsste ihn aus freien Stücken.
Ben schloss die Augen und genoss es. Genoss wie es sich anfühlte CHris weiche Lippen auf den eigenen, die Wärme von seinem Körper.
Leidenschaftlich zog er Chris enger an sich. Sein Kuss wurde so sehensüchtig, als wäre er fast verdurstet und Chris wäre die Oase, die ihn vom Tod rettete.
Nach wenigen Sekunden löste er sich von Chris und strich sich nervös durch die Haare. "Ich... eh... wow..." seine Stimme bebte nervös. Angst überkam ihn. Er hatte Angst vor dem was nun kam. "Du... Was .... Was war das?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Privi School-Days (Jojo ~ Hikari)
#37BeitragVerfasst: 13. Nov 2016, 16:57 
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Beschäftigung: Weltenbummler
Ein leises - man konnte meinen sehnsüchtiges - Summen verließ die Kehle des Schwarzhaarigen, als Ben sich von ihm löste, ein klares Zeichen dafür, dass Chris eindeutig nicht damit zufrieden war die Nähe des anderen so schnell hergeben zu müssen. Sein ganzer Körper schien unter Strom zu stehen und im Gegensatz zu Ben der sich nervös durch die Haare fuhr, was Chris nur dazu brachte leise irgendwie erstickt zu lachen, biss sich der Schwarzhaarige kurz auf die Unterlippe und vergrub die Hände in den Jackentaschen. Wow war ein Wort, dass die ganze Sache ganz gut beschrieb und am liebsten hätte sich Chris zum Wiederholungstäter gemacht und Ben einfach wieder zu sich gezogen, aber er ahnte, dass Ben sich nicht ohne Grund von ihm gelöst hatte. Er sollte recht behalten…
Einige Sekunden blickte er Ben nur stumm an. Sein rechter Fuß wischte unruhig über den Boden, als wollte er eine Zigarette austreten die gar nicht da war und als Ben endlich aussprach was ihn zu beschäftigen schien, setzte sein Herzschlag für einen Moment aus. Er schätzte zu wissen, worauf Ben hinaus wollte und dennoch waren es erst eher amüsante, nicht ernst gemeinte Antworten die ihn in den Sinn kamen. //Das war ein Kuss.// oder //Ich bin stockschwul.//, waren die beiden Antworten die dem hell-blau-äugigen zuerst durch den Kopf huschten, aber irgendwie war er sich ziemlich sicher, dass Ben keine der Antworten genügen würden. Unsicher biss er sich ein weiteres Mal auf die Unterlippe und suchte nach Worten, die sein Verhalten irgendwie erklären konnten. Ein paar Mal öffnete er seinen Mund und schloss ihn wieder wie ein Fisch auf dem Trocknen. Seine rechte Hand entfernte sich aus der Jackentasche und massierte kurz seine Nasenwurzel, ehe der 17-Jährige irgendwie gequält klingend antwortete. „Erinnerst du dich an deinen zweiten Tag hier? An meine schlechte Laune? An Kathys Frage, ob ich Liebeskummer habe?“ Er schmunzelte leicht bei dem Gedanken daran. „Ich kam gerade aus der Verwaltung zurück. Ich wollte ein anderes Zimmer haben, aber mein Antrag wurde abgelehnt.“ Unsicher suchte er den Blick von Ben, machte einen Schritt auf den Sportler zu und hielt ihn mit seiner Hand vorsichtig am Saum seiner Jacke fest. „Dieser Kuss… in der Cafeteria. Er hat mich irgendwie aus der Bahn geworfen. Für einen furchtbar kurzen Augenblick war da so etwas wie Hoffnung, aber du hast ziemlich klar gemacht, dass du nichts von Männern willst und ich wusste, dass es besser so ist, wenn es dabei bleibt. Also wollte ich ein anderes Zimmer… und als das nicht klappte wollte ich dir einfach nur aus dem Weg gehen, dass Henry so viel für mich zu tun hatte war ein glücklicher Zufall.“ Wieder ein kurzer Biss auf die Unterlippe – eindeutig eine Art Übersprungshandlung, wenn er nervös war – „Ich kann die Presse anlügen, ich kann die ganzen Idioten in der Schule anlügen. Vielleicht könnte ich sogar dich anlügen und Kathy vormachen, dass es nicht so ist wie sie denkt. Aber ich kann mich selbst nicht belügen.“ Seine Hand krallte sich noch fester in den Saum von Bens Jacke. „Ich mag dich… mehr als es mir gut tut und dich mit jemanden anderen zu sehen… dich mit jemanden anderen an deiner Seite zu sehen und sei es nur Kathy… ist falsch.“ Es war egal wie besitzergreifend es klang und es war ihm egal, wie verwirrend diese Worte klangen. Er war nie gut darin gewesen seine Gefühle zu offenbaren und Ben zu sagen, dass er ihn mochte, ihn sehr wahrscheinlich sogar liebte, fühlte sich so an als würde gleich der Boden unter ihm aufreißen und ihn direkt in die Hölle befördern. Aber der Schwarzhaarige schien mit dieser schwebenden Gefahr leben zu können solange Ben verstand, was er im Grunde sagen wollte.

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"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"

Lowell Tracey


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