Aktuelle Zeit: 19. Nov 2018, 12:29

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde



Du suchst nach Rollenspiel aller Art? Melde dich an, um alle Foren zu sehen!


  Navigation

  Neue Beiträge

Hund oder Katze?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:36 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:36

Könnt ihr euch vorstellen...?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:36 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:36

Anybody here?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:34 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:34

Hi von mir
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:33 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:33

HOW to GET FREE fans on Musically http://musicallycheat .info
von: Jasonbit 18. Mai 2018, 23:11 zum letzten Beitrag 18. Mai 2018, 23:11

  Umfragen

Die Grafiken der Foren

Mir gefallen dies.. Votes: 3  50% 
Mir gefallen dies.. Votes: 2  33% 
Mir gefällt dies.. Votes: 1  16% 
Mich interessiert.. Votes: 0  0% 
Abstimmungen insgesamt: 6

  Vote für uns!

Gallery Yuri Topliste
Sea of Serenity TOP 100
Animexx Topsites

  Würfel

Wurfeldings hier ist ein bild hier ist noch ein bild
                               

Aktueller Wurf:
Alle Würfe:

  Bot Tracker

Yandex [Bot]
19. Nov 2018, 11:30
Google [Bot]
19. Nov 2018, 11:26
Bing [Bot]
19. Nov 2018, 11:14
Exabot [Bot]
19. Nov 2018, 07:45
Ahrefs [Bot]
18. Nov 2018, 00:02


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 145

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Gilde zur rostigen Klinge
#1BeitragVerfasst: 2. Nov 2011, 21:40 
Offline
||
Benutzeravatar

Registriert: 04.2009
Beiträge: 2034
Geschlecht: männlich
Alter (Hauptcharakter): 0
Gnome galten als sehr beflissen und genau. Ja, es gab fast kein Wesen auf der Welt, dass nachdem es mal die gelebte Bürokratie eines Gnomen erlebt hatte, diese Kreaturen nicht penedrant und ZU akribisch nannte. Doch sie machten ihre Arbeit gut, sehr gut sogar. Kein Mensch kam an ihre genaue Arbeitstechnik, die Sturheit wenn es um das Beharren von Regeln ging, ja selbst bei der Schrift schienen Gnome einen Vorteil zu haben. Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass das Volk der kleinen Bürokraten, wie es genannt wurde, überall und in jeder Art der Administration eingesetzt wurde. Kleine Gestalten, meistens kugelrund und gekleidet in Kilts, die zumeist von gedeckter Farbe waren. Spitze Nasen, gräuliches Haar und kleine Augen und ein schmaler Mund schienen die Illusion von einem Volk zu vervollständigen, das von Vögeln abzustammen schien.


So auch dieser kleine Geselle, der wie ein König hinter seinem grossen, aus dunklem Holz gefertigten Tisch, der auf einer kleinen Empore stand, in der hohen Halle thronte. Alles in diesem Raum schien gemacht worden zu sein, Eindruck zu schinden. Die schwere Decke, die aussen mit roten Dachziegeln gedeckt war und ihnen ein stabiles Holzgerüst aufwies, dass teuer zu sein schien, schwebte meterhoch über dem Boden, gestützt von grossen, hellgrauen Säulen, die in regelmässigen Abständen vom Grund hervorschossen wie seltsame, sehr gerade gewachsene Bäume. Am Fusse dieser Bäume standen Bänke, eine jede um die Säule geschlungen. Anscheinend konnte man hier auf potenzielle Gefährten warten oder sie treffen. Neben den Säulen, die die Decke stützte, hing noch ein, man konnte es einfach nicht anders beschreiben, riesiger, golden und silbern funkelnder Kronleuchter hinab, an dessen Enden unzählige Kerzen hingen. Nicht eine einzige brannte nicht und sie alle erhellten den Raum auch des Nachts. Ja, die Söldnergilde zur rostigen Klinge war vieles, aber sicher nicht rostig, dachte Neorot so bei sich und verschob den breiten Lederriemen, der über seiner mit einem ärmellosen Wams bekleideten Brust lief und an dessen Ende ein langes Lederpacken hing. Er gähnte leicht, während er sich in der Halle umblickte, abgesehen vom Gnom, die immer überaus pünktlich waren und ihm, schien der Raum leer zu sein. Doch es gab so viele dunkle Ecken und Nischen, dass er unmöglich sagen konnte, ob und wenn ja wo noch Menschen waren. Seine smaragdgrünen Augen waren eine unnatürliche Farbe, doch im Dunkel damit sehen konnte er leider nicht. So blieb ihm nichts anderes übrig als seine braunen Lederstiefel über den grauen, marmornen Boden gehen zu lassen und sich zu überlegen, was er über die Umgebung wusste.

Koranto, eine pulsierende Metropole am südlichen Golf. Hier kam die ferne östliche Kultur des unsterblichen Kaiserreich, die seltsame Kultur, die von den Emiraten der Wüsten gebracht wurde und die kühle Blüte der Fürstentümer des Westens zusammen und bildeten einen pulsierenden Schmelztiegel. Neorot selber war noch nie innerhalb der hohen Stadtmauern gewesen, doch in den schmalen Strassen des äusseren Korantos, wo auch der Hafen dazugehörte, wurde das Bild schon gezeichnet, dass wohl in einer etwas saubereren Form auch innerhalb der Mauern zu finden war. Da traf man Ritter, gekleidet in dicken Stahlrüstungen aus dem Westen, die Pola spielten, ein Würfelspiel, dass Neorot höchst amüsant fand, mit Sandwächtern in bunten Plunderhosen. Da traf man eine Bewohnerin des Kaiserreiches, unverkennbar an ihren seltsamen geschlitzten Augen und ihrer für ihn zu wenig vorhandenen, weiblichen Kurven, in einem wilden Geplapper auf Korantisch, mit einer Marktschreierin, die wohl eine seltsame Mischung aus einer Kaiserbewohnerin und einem Wester war. Ja über die Stadt, deren höchsten Rundkuppeln mit Blattgold bedeckt waren, in der aufgehenden Sonne meilenweit strahlten und die des Nachts strengstens bewacht waren, sagte man, dass sie keine Einheimischen Bewohner hatten, sondern sich einfach Kreaturen aus allen Ecken der Welt dort niedergelassen hatten. Deswegen hatte der Stadtrat, den man übrigens nie zu Gesicht bekam, auch die Stadtsprache Korantisch erfunden, die Sprache, die im internationalen Verkehr gesprochen wurde und die man fast überall auf der Welt schon früh lernte.

In diesem wilden, pulsierenden Gedränge aus Ost und West, Nord und Süd, dass sowohl im äusseren als auch im inneren Koranto herrschte, thronte ein tempelartiges Gebäude über all die schiefen Hütten des Hafenviertel auf. Die Anlaufstelle für Wesen, die wussten zu arbeiten, die Niederlassung der Söldnergilde zur rostigen Klinge. Diese Gilde sammelte alle Art von Aufträgen der Bevölkerung und vergab sie irgendwelchen Leuten, die ihre Dienste der Gilde anboten. Bezahlt wurden diese Menschen von der Gilde, und die Kunden bezahlte die Gilde. Angefangen hatten sie mit üblichen Söldneraufträgen, töte jemanden, bewache etwas und so in der Art. Doch in letzter Zeit hatte sie ihre Klientel zunehmend ausgeweitet, so dass man in den grossen Hallen, die alle in etwa gleich aussahen, immer mehr auch Putzfrauen, Gehilfen und Knechte antraf. Das System war ganz einfach; man ging zu dem Gnom, der die Aufträge verwaltete und verteilte, meldete sich an und bekam eine Nummer und einen Auftrag. Nach Einschätzung irgendwelcher Leute wurden dann einfach weitere Personen dieser Nummer zugeordnet, bis man genug war…und dann ging es los.

Genau das hatte Neorot getan. Nachdem ihn der Gnom nachdem Namen….Neorot, den Fähigkeiten…Krieger, der bevorzugten Waffe…Schwert und der präfertierten Art der Aufträge…Söldneraufträge natürlich, hatte er ihm eine Gruppe zugeordnet. Er war der Erste dieser Gruppe, das bedeutete, er war auch gleichzeitig dafür verantwortlich, dass der Beweis erbracht und der Auftrag ausgeführt wurde. Er bekam einen Bogen Pergament auf dem in einer feinen Schrift die Ziffer 456 stand und einen weiteren, versiegelten Pergamentbogen, den er aber in den Wams steckte. Es gehörte zu den ungeschriebenen Regeln, dass man das Siegel erst bei einer vollständigen Gruppe brach… Der schwarzhaarige Krieger seufzte leise und suchte sich eine Bank in der Nähe des Gnomes, bald würde die Sonne aufgehen, die Schiffe einfahren und mit ihnen die Söldner, Halsabschneider und Glücksritter kommen, die nur dank der Gilde überleben konnten und bald würde ein Gebrüll nach Nummern losgehen… So setzte er sich einfach hin, schloss die Augen und wartete…

_________________
Es war das letzte mal das er sein Herz freigab
es war bereits voller Narben
Es hat mühe in ihm zu schlagen
Doch es wird ihn begleiten auf dem Weg
Den Weg in die Dunkelheit


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#2BeitragVerfasst: 3. Nov 2011, 00:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.2009
Beiträge: 914
Geschlecht: männlich
Spezies (Hauptcharakter): Werwolf
Alter (Hauptcharakter): 1000
Beschäftigung: essen.. denk ich ma..
Tialy betrat zögernd die Gilde, während sie nervös mit einer Locke spielte. Es war eigentlich kein Ort für eine Dame, keineswegs, all diese gruseligen Geschichten und blutigen Prahlereien, welche sie in den Schenken vernommen hatte, liessen auch jetzt noch ein Frösteln über ihren Rücken wandern. Selbst die Reise zu diesem Ort, dieser Stadt mit dem seltsam klingenden Namen, hatte sie mehr Nerven gekostet, als der Ausbruch aus der Akademie, wobei sich ein Schleier der Traurigkeit auf ihr Gemüt legte, als sie daran dachte. Zu Beginn hatte sie mit Freude das exotische Treiben der Hafenstadt verfolgt, sich neugierig umgesehen und beinahe so etwas wie kindliche Freude empfunden, vor allem bei den Menschen aus dem Osten, mit ihren schönen, anmutigen Gestalten und den Mandelaugen. Doch nach einigen Tagen, als Tialys Goldreserven ausgingen und die Freundlichkeit damit rapide abnahm, verlor sie ihren Schlafplatz, die Gesellschaft einiger neugewonnenen Freundinnen und alle Hoffnung, irgendwie über die Runden zu kommen. Sie begann, an Strassenecken und in Parks ihre Lieder vorzutragen, sang mit voller Inbrunst, und höchster Konzentration, da sie immer darauf bedacht sein musste, keinen Hymnos-Ton zu treffen, um ihr verborgenes Talent nicht auffliegen zu lassen. Dabei erntete sie oft ein Lächeln, freundliches Zunicken und mit der Zeit begann die Menge, die sich nach ihrem dritten Lied zu bilden pflegte, auch Münzen in einen Topf zu legen, den die Sängerin im Müll gefunden hatte. Vor allem ihr Instrument schien alle zu faszinieren, die Mischung aus Gitarre und Harfe war weithin unbekannt, selbst in der Akademie war die Gitarrenharfe nur den Begabtesten der Töchter des Hymnos vorbehalten. Sie konnte nur mit Scham daran denken, wie sie es aus der Kammer der Harmonie gestohlen hatte, in der Dämmerung des Abends, wie ein gemeiner Dieb, ein Langfinger der übelsten Sorte. Doch es war nötig, um als Hymnos-Sängerin alleine in der weiten Welt überhaupt irgendwohin zu kommen, denn alleine konnte man gerade einen Beschützer unterstützen und jeglicher Zauber war enorm schwach. Ausserdem liebte sie die schlanken Kurven, die geraden Linien und den satten Klang, den man erhielt, wenn man sich im Rausch der Musik befand.
Mit den Einkünften als Strassenmusikantin machte sich Tialy noch einige schöne Wochen, lebte beinahe wieder im gleichen Luxus, wie in der Akademie, wo man jeden Tag zweimal baden konnte und dutzende Parfums und Salben aufwarteten, mit denen Haut und Haare gepflegt werden konnten, dazu Bimssteine gegen Hornhaut und sanfte Feilen für die Nägel. Dann folgten herbe Niederlagen, als plötzlich andere Musikanten erschienen, zerlumpt und dreckig, mit gelben Zähnen und fettigen Haaren, die lautstark von ihr eine Abgabe an die Strassenmusikantengilde verlangten, ihr sogar unterschwellig mit Schlägen und Schlimmerem drohten. Dazu kam noch, dass eine Wache die Hälfte ihrer Wocheneinnahmen beschlagnahmte, da sie anscheinend keine „Künstlerlizenz“ besass. Das lüsterne Grinsen, als sie sich beim ersten Mal geweigert und die Konsequenzen zu hören bekommen hatte, verfolgte sie noch heute in ihren Träumen, warf sie zurück zum Ausbruch, zu ihrem ersten Beschützer, dem ersten Preis, den sie hatte für ihre Freiheit bezahlen müssen. Diese widrigen Umstände liessen ihr keine Wahl, als ihre Kunst für sich zu behalten und als normale Bettlerin ein oder zwei Münzen von den Passanten zu ergattern, bis zu dem Tag, als sie von der Gilde zur rostigen Klinge gehört hatte, einem Ort, wo ungelernt und ohne Lizenz Geld verdienen konnte.

Und da stand sie nun, unter dem starren Blick eines Gnoms, wobei sie sich so schäbig vor kam, die Haare seit zwei Tagen ungewaschen und ohne Glanz, die Augen ohne jegliche Schminke und die Fingernägel mit einer sperrigen, alten Schere geschnitten, von ihrem leid wollte sie gar nicht erst reden, denn sie hatte es nur gestern waschen können und war dabei zu Tode erschreckt worden, als sie zwei Augen sah, die sie unzüchtig durch einen Spalt im Zaun anstarrten. Vor Scham begann Tialy rot anzulaufen, was der Gnom mit einem Schnauben quittierte und dann barsch nach ihrem Namen, Fähigkeit und bevorzugten Waffe fragte. Ihre Gedanken begannen zu rotieren, sie fühlte sich gleichzeitig nervös und ertappt, als hätte sie etwas ausgefressen. „Ich.. ich bin eine..“, sie begann fieberhaft nachzudenken, was sie als Fähigkeit angeben sollte, um sich nicht in Gefahr zu begeben, aber trotzdem auch als wertvoll eingeschätzt zu werden. „Was denn nun?“, blaffte der Gnom und tippte dabei ungeduldig mit dem Stiftende auf sein Pergament. „Eine Bardin“, hauchte das Mädchen und lief erneut ab dieser schamlosen Lüge rot an. „Eine Bardin also“, wiederholte der Gnom abschätzig und runzelte die Stirn. „Eine Kampfbardin, meine Waffe ist die Musik!“, platzte Tialy heraus und schlug sich dann sofort die Hand vor den Mund, hatte sie doch bisher alles getan, um genau dies zu vermeiden. „Natürlich, eine Kampfbardin“, sagte der Gnom gelangweilt, schüttelte dann verständnislos den Kopf und händigte dem Mädchen ihren Auftrag aus. „Ihr habt Glück, Kampfbardin, einer eurer Kampfgefährten hält sich dort drüben auf“, erklärte er ihr, während seine Stimme bei dem Wort Kampfbardin nur so überquoll vor Sarkasmus.

Tialy verneigte sich instinktiv, was ein erneutes Schnauben als Antwort provozierte, schnappte sich dann hastig das Pergament mit dem Auftrag und schritt bedächtig in die angegebene Richtung, wo ein Krieger zu sitzen schien. „Ähm, seid ihr der Krieger mit der Auftragsnummer 456?“, fragte sie leise, da sie keinerlei Ärger bekommen wollte und viele der bärbeissigen Männer dieser Stadt, ein hitziges Gemüt besassen.

_________________
Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
- Douglas Adams

http://schnappzcountdown.jimdo.com/


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#3BeitragVerfasst: 3. Nov 2011, 17:59 
Offline
Spielleitung - Warhammer 40k
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1682
Geschlecht: männlich
Alter (Hauptcharakter): 0
RP-Status: Sucht nach RP (Anfragen erwünscht)
Was fürn Scheißtag. Das war die beste Beschreibung, sie war fast schon dafür gemacht worden solche Tage zu beschreiben. Wie angegossen passte die Formulierung. Und das Beste war ja, der Tag war noch nicht mal zu Ende! Es konnte also immer noch heiter werden. Wo Khan steckte wusste er nicht, der Freund hatte sich an einer Weggabelung anders entschieden, und ihm noch alles gute gewunschen. Ob Khan nun vor ihm weglief, oder mehr von sich selber, wusste Indrion noch immer nicht. Aber er war Khan nicht böse wenn er von einem sinkendem Schiff sprang. Und Indrion war eher schon ein sinkendes Wrack. Heiß brannte der Rum die Kehle hinab, als er das Glas gehoben hatte, der letzte Tropfen perlte über die Zunge, bevor er verschwand, und das schon wieder viel zu leere Glas auf den Tisch geklopft wurde. „Darfs noch etwas sein, starker Krieger?“ Gott, diese hohe Piepsestimme. Das allein musste doch Grund genug sein als Eltern dieses Mädchens sie möglichst früh auszusetzen. Indrion drehte den Kopf etwas, und bließ sich die langen, nun dunklen Haare aus dem Gesicht. Die zwei kunstvoll gefertigen Metalldorne die durch seine untere Wange gestochen wurden zitterten als er mit der Zunge die Innenseite abfuhr und sich zu einem Lächeln zwang. „Ne, keinen Durst mehr“ Kein Geld mehr war der eigentliche Grund. Die Schankmaid kicherte und hielt sich eine Hand vor den Mund, Indrion musste direkt wegsehen um nicht angewidert das Gesicht zu verziehen. Hier wäre schon Grund Nr.2 warum Papa Indrion dieses Mädchen irgendwo im Wald zurückgelassen hätte, ohne Brotkrumen, dafür mit einem dicken Schinken um den Hals, damit sie ja gefunden wurde… Das sie ihm wohlgesonnen war, roch er direkt schon. „Das ist schade… aber vielleicht…“ Oh du unglaublich schlaues Ding du, das du dich so heimlich hier rüber beugst und mir deinen achso uninteressanten Deal vorschlagen willst… Das ungefähr waren seine Gedanken als sie sich tatsächlich zu ihm beugte „Ich könnte dir noch etwas mehr zum trinken besorgen… und vielleicht sogar etwas anderes dazu?“ Ein Faustschlag wäre angebracht, für so wenig Sinn dafür, ob er nun nach ihr gierte, oder wie es eben wirklich war, sie schnellstmöglich los werden wollte. Warum waren es immer die Vogelscheuchen die ihm sowas anboten? „Nein, mein Weg ist noch zu weit“ „Wohin geht es denn, Krieger?“ Indrion erhob sich und kurz sah man die lange Klinge unter dem Mantel hervor scheinen „Hm… da hin. Nach draußen“

Geld musste her, am besten viel davon und schnell. Seine letzten Kupferlinge hatte er ja versoffen… Gott war die Welt anstrengend. Aber er war immerhin nun in Koranto, der Stadt in der alles möglich war! Wenn er hier nichts anständiges finden würde, wo dann im ganzen Reich? Hierher kam alles, richtig alles das Geld loswerden wollte, und eine Mietklinge wäre sicherlich nie fehl am Platz. Beide Daumen harkte er unter den Gürtel und lehnte sich gegen eine Wand. Das Gebäude der „Rostigen Klingen“ war riesig, kaum zu übersehen. Indrion schmunzelte und stieß sich ab, ging auf den Eingang zu… und verzweifelte direkt danach

„Jetzt hör mir mal zu, du Zwerg. Ich steh mir hier seit einer Ewigkeit die Beine in den Bauch, weil mein Vorgänger so langsam gesprochen hat, das er die Worte fast schon verschluckt hat als sie zu sprechen, und jetzt sagst du mir, du hast Mitagspause?!“ Der Mann vor ihm hatte sichtlich Mühe gehabt sich auszudrücken, aber das interessierte ihn doch nicht. Nachdem er sich das erste Mal schon vordrängeln wollte, und von den Gnomen höflich aber bestimmt auf das Ende der Schlange verwiesen worden war, hatte er gewartet… und gewartet… und es hatte gedauert… da war seine Wut doch verständlich, als der Gnom nun seine Sachen packen wollte. Indrion knurrte böse, und schnappte sich einfach die Tasche des Bürokraten, der ihr beinahe über den Tisch hinterher-hechtete „Geben sie das wieder her!“ „Nix da!“ brummte Indrion zurück. Kurz sah es aus als würde der Gnom vor Wut anschwellen, Äderchen pulsierten an seinem Kopf und er schnaubte wie wie ein Ochse… doch dann plötzlich entspannte sich sein ganzes Gesicht und er wurde ruhig „Wie sie wünschen mein Herr, hier. Nummer 489, nehmen sie und tun sie ihr Bestes!“ „Muss ich nicht angeben was ich kann und…“ „Och, sie sind für diesen Auftrag bestens geeignet, wenn nicht der Beste sogar! Und nun wünsche ich einen schönen Tag“ Der Gnom bekam die Tasche, Indrion hatte die Nummer, und schon gings los.

Und plötzlich wusste er, warum der Gnom ihm diese Nummer gegeben hatte. Eine Gruppe an sehr schlanken und feingliedrig gebauten Wesen stand zusammen, einer hielt ganz begeistert die Nummer hoch, und sah sich vorfreudig um. Elfen. Männer. Und so wie sie sich gegenseitig berührten von einem sehr fernem Ufer. Kein Mann legte dem anderen seine Hand auf den Hintern, während der sich streckte. Sie waren aufgeregt und hibbelig, als einer bemerkte das Indrion zu ihnen sah, machte er große Augen „Sagt… sucht ihr etwa die Nummer 489?“ Verdammt. Ein Rudel schwuler Elfen, und er musste mitten hinein? „Braucht ihr noch nen Scharfrichter für eure Exekution?“ blaffte er und verschränkte die Arme. Die Elfen keuchten fast alle gleichzeitig „Scharfrichter… wie grauenvoll! Wir sollen uns um die Gesundheit der Bäume kümmern!“ Indrion schmunzelte „Nein, falsche Nummer“

Der Scheißtag ging ja herrlich weiter. Indrion hatte die alte Nummer schon vergessen und sah sich die Gruppen an. Da war ja wirklich gar nichts dabei, es wurde langsam leerer in dem Vorraum, und so schwanden die Chancen… da war wieder der langsam sprechende Idiot von vorhin, aber wollte er unbedingt da dazu? Nein… erst als er ne recht hübsche Frau vor sich vorbeihuschen sah, drehte er ihr den Kopf nach und pfiff anerkennend. Nicht wegen ihr, da war noch ein Krieger, zu dem sie sich gesellte. Hallelujah, die sahen aus als wollten sie Ärger stiften, das war ja perfekt für ihn. Er machte zwei Schritte hinzu und nickte ihnen zu „Hey, was habt ihr für ne Nummer?“ fragte er im Näherkommen, ganz egal was sie nun sagen würden, er würde nicken „Dann sind wir ja schon zu dritt… worum gings gleich nochmal?“

_________________
Gut und Böse ist kindisch. Ich nenne es lieber "Umständlich" und "Effizient"


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#4BeitragVerfasst: 5. Nov 2011, 15:23 
Offline
||
Benutzeravatar

Registriert: 04.2009
Beiträge: 2034
Geschlecht: männlich
Alter (Hauptcharakter): 0
Neorot war einer der Menschen, die daran glaubten, dass man manchmal einem Menschen ansah, was er tat. So wie man einen Herren nur anschauen musste, um zu wissen, dass dieser ein solcher war. Neorot hoffte nur, dass man ihm seinen Beruf nicht unbedingt ansah. Küchenjunge war nicht unbedingt eine Arbeit, die Respekt bei irgendwem einflösste.

Der Grund, warum Neorot, als er die Augen geöffnet, sich den Schlaf daraus geblinzelt hatte, sofort glaubte zu wissen, welcher Berufung sie nachging, war eine ganz einfacher. Seine Mutter hatte, neben diversen anderen Arbeiten im Haus ihres Herren, als Bardin dort gearbeitet. Dies war sogar ihre Lieblingsarbeit gewesen, es könnte auch vielleicht daran liegen, dass sie ein grosses, seltsames Instrument mit sich herumtrug. Gekleidet in einem dunklen Kleid und mit dunkeln Locken war sie eine Schönheit, der man irgendwie ansah, dass sie schon bessere Tage gesehen hatte. Man sah ihr richtig an, dass sie eine schöne Frau war, aber auch eine gepflegte und eine von edlem Geblüt. Und das sie die Annehmlichkeiten des dazugehörigen, luxuriösen Lebensstil nicht mehr in Anspruch nehmen konnte. „Was…oh, ja der bin ich…Guten Tag…“ antwortete Neorot, während er sich im Geiste noch mit der Frage auseinandersetzte, wer diese Frau wohl war? Eine Baronesse oder gar eine Herzogin? „Ich bin Neorot, der Gruppführer…“ stellte er sich vor, erhob sich und verbeugte sich höflich. Noch bevor er etwas hinzufügen konnte, hörte er eine weitere Stimme, die nach ihrer Nummer fragte… „456“ rief er instinktiv zurück, dann kam der Mann mit den schwarzen Haaren und dem roten Lederumhang schon auf sie zugegangen. Unwillkürlich musste der junge Mann mit den grünen Augen, der leichten, langweiligen, braunen und verschmutzten Lederrüstung und dem seltsamen Packen auf dem Rücken, lächeln. Das war die Gilde der rostigen Klinge, wie sie leibt und lebte. Eine Adelige, die anscheinend eine Kampfbardin war, warum auch sonst hatte sie sich für solche Aufträge eingetragen und ein seltsamer Krieger mit zwei Schwertern und einem ziemlich auffälligen roten Mantel.


„Dann sind wir ja vollständig, ich bin Neorot, der Gruppführer“ erklärte genau dieser, den letzten Teil an den Neuankömmling gerichtet. Er griff in seinen Wams und zog das Pergament hervor, brach das blutrote Siegel mit den gekreuzten Schwertern als Wappen und öffnete das sorgfältig gefaltete Papier. Neorot war stolz darauf, dass er lesen konnte, seine Mutter hatte ihm das beigebracht und er hatte sich grausam schwer damit getan, den verschiedenen Zeichen einen Buchstaben und einen Laut zuzuordnen und diese dann in den Wörtern zu erkennen und sie auch noch logisch zusammenzusetzen. Das war auch der Grund, dass es eine Weile ging, bis er die akribische Gnomenschrift entziffert hatte… „Irgendwo im Äusseren Koranto ist in letzter Zeit eine Diebesgruppe aufgefallen, die absolut skrupellos vorgehen und selbst am hellichten Tag ehrbare Bürger ausrauben. Gesichtet wurden sie in Hafennähe und es gehen Gerüchte um, dass sie in der Kanalisation hausen…“ las Nearat vor und blickte nacheinander seine neuen Gefährten an… „Na, dass sieht mir nach einer schmutzigen Angelegenheit aus…Irgendwelche Ideen, wie wir vorgehen sollen?“ Nearat selber hatte zwei Alternativen ins Auge gefasst, entweder sie köderten die Diebe mit einem Lockvogel oder sie gingen zum Hafen und die Kanalisation und trieben sie hinaus… „Oh…und, wir sollen ihren Anführer festnehmen und in die Gendarmerie bringen… einen Toni Einhauer…“

_________________
Es war das letzte mal das er sein Herz freigab
es war bereits voller Narben
Es hat mühe in ihm zu schlagen
Doch es wird ihn begleiten auf dem Weg
Den Weg in die Dunkelheit


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#5BeitragVerfasst: 12. Nov 2011, 23:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.2009
Beiträge: 914
Geschlecht: männlich
Spezies (Hauptcharakter): Werwolf
Alter (Hauptcharakter): 1000
Beschäftigung: essen.. denk ich ma..
Tyali überkam der Drang, sich vor dem Krieger zu verbeugen, dessen Gruppe sie zugeteilt worden war, doch etwas an seiner Art, vielleicht seine Haltung oder wie er sie musterte, hinderte sie daran und die Stimme ihrer Anstandsdame erklang in ihrem Kopf, mahnte sie, sich ihrem Stand gemäss zu verhalten, schliesslich war dies nun ihr Beschützer, ihr Hüter, um den akademischen Terminus zu benutzen. Sie drückte also ihren Rücken durch holte tief Luft und wollte sich gerade vorstellen, als eine weitere Stimme erklang und die Aufmerksamkeit des Kriegers mit dem nahmen Neorot in Beschlag nahm. Tialys linke Augenbraue erhob sich entrüstet und sie spürte, wie eine Schimfptirade sich in ihrer Brust bildete, wie ein kleiner Sturm und nur darauf wartete, sich Luft zu machen, doch als sie sich zu dem Neuankömmling umdrehte, blieben ihr die Worte im Halse stecken. Der Neuankömmling schien zu ihrer Gruppe zu gehören und sah sehr schäbig aus, selbst wenn sein roter Umhang dies kaschieren wollte. Seine Art zu reden, die gesamte Haltung und auch die beiden Eisenteile, die in seiner Wange steckten, taten ihr übriges, um Tialys abschätzige Meinung noch weiter zu verstärken. Unweigerlich verglich sie ihre beiden neuen Gefährten miteinander, versuchte einzuordnen, welcher der beiden ein besserer Hüter war, wem sie sich verpflichten sollte. Sie kaute unbewusst auf ihrer Unterlippe, während ihr Verstand aufgrund der dürftige Informationen zu eruieren versuchte, wem sie ihre Gunst schenken sollte. Der eine sah nicht wie ein wahrer Krieger aus, er hatte weder viele Narben, noch diese Art der Selbstbeherrschung, die sie von den erfahreneren Hütern aus der Akademie gewohnt war. Trotzdem schien er gebildeter und vor allem höflicher zu sein, als der grobschlächtige Kerl mit den beiden Klingen und dem roten Mantel. Wobei dieser mehr nach einem Kämpfer aussah, er strahlte eine gewisse Tödlichkeit aus, die ein Teil von Tyali sehr ansprechend fand, den sie aber sofort unterdrückte. Es war keine Zeit in Kleinmädchenfantasien zu verfallen, es würde nämlich kein Ritter in schimmernder Rüstung kommen und ihr ewige Treue und Schutz anbieten, diese Vorstellung hatte sie schon kurz nach ihrem Ausbruch aus der Akademie verwerfen müssen. Sie begann wieder nervös mit ihrem Haar zu spielen, doch dann kehrte ihr antrainiertes Selbstvertrauen zurück und sie liess es sein, holte erneut tief Luft und bedachte die beiden Krieger mit einem Blick, den sich selbst als königlich bezeichnen würde. „Hört her, ihr beiden“, begann sie und dabei funkelten ihre Augen gebieterisch, sie war ganz die Verkörperung ihrer Anstandsdame, „ihr befindet euch in der Gegenwart von Lady Tyalis Verzar, meines Zeichens Bardin und Lady. Denkt nicht ich wäre ein zartes Pflänzchen, dass ihr jederzeit herumschubsen könnt, wie ihr wollt. Ich verlange den Respekt, der einer Lady gebührt!
Nun, da die Verhätlnisse klar waren, atmete Tyali innerlich erleichtert auf und hörte dann den Worten Neorots zu, als er ihren Auftrag verlas. Ihre Augen weiteten sich, als sie vernahm, dass es um eine Diebesbande ging und sie fuhr innerlich zusammen, als ihr bewusst wurde, dass sie sich mit grosser Wahrscheinlichkeit in die Kanalisation begeben musste. Instinktiv schaute sie an ihrem Kleid hinunter, wo ihr jede kleinste Unebenheit und Schmutzspur auffiel und dann dachte sie an die stinkenden Kloaken, die durchwandern müssten, sie würde den Dreck nie aus ihrem Kleid bekommen, geschweige denn aus ihren Haaren. Ekel schüttelte ihren Körper durch und sie verzog das Gesicht. „Ich werde auf keinen Fall einen Fuss in die Kanalisation setzen! Der Ort stinkt und ist schmutzig“, rief Tyali, bevor ihr klar wurde, dass die Krieger damit wahrscheinlich kein Problem hatten und sie sich darauf besann, was sie in den Debattierkursen gelernt hatte,“ ausserdem wären wir dann auf ihrem Gebiet und schon der grosse General Lerzhan hat in seiner siebten Schrift erläutert, dass auf jeden Fall zu vermeiden sei, einen Feind in seinem Territorium gegenüber zu treten.“ Sie stemmte ihre Hände in die Hüfte und war stolz auf sich, denn sie hatte spontan ein sehr eindrückliches Argument eingesetzt, um ihren Standpunkt klar zu machen.

_________________
Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
- Douglas Adams

http://schnappzcountdown.jimdo.com/


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#6BeitragVerfasst: 17. Nov 2011, 20:19 
Offline
Spielleitung - Warhammer 40k
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1682
Geschlecht: männlich
Alter (Hauptcharakter): 0
RP-Status: Sucht nach RP (Anfragen erwünscht)
Lief prächtig, ohne Probleme hatte er eine neue Gruppe und einen Auftrag mit dem er leben konnte. Diebe suchen, gab sicher gemütlicheres, aber bevor er mit den Elfen loszog, und am Ende des Tages mindestens einen erwürgte, war das hier die bessere Wahl. Er betrachtete erstmal den Krieger und hatte sofort den Eindruck das er was taugte. Er hatte den Blick, die Haltung und das gewisse Etwas das einen guten Gegner ausmachte. Er war mit sich selber im Reinen. Gegen ihn zu kämpfen wäre sicherlich auch lustig, das wurde mal für später vermerkt… Und das zweite Mitglied ihrer Gruppe war eine hübsche Dame mit seltsamen Gepäck. Wie um alles in der Welt sollte die nützen? Und als sie sich dann auch noch vorstellte verdrehte er die Augen. Diese Gnome hatten wirklich einen sehr, sehr seltsamen Humor… „Jetzt mal langsam Kleine, was von alledem soll ich denn schreien wenn ich deine Aufmerksamkeit will? Ich hab nicht immer Zeit das ganze runterzurattern. Ich nenn dich einfach Bärbel, das muss reichen“ hatte er soeben bestimmt. „Ich bin Indrion, Nachnamen hatte ich auch irgendwann mal, aber den hab ich vergessen, war wohl nicht so wichtig. Also, wie gehen wir die Sache an?“ Er klatschte und rieb sich die Hände, als erwarte er nun den fertig ausgearbeiteten Schlachtplan, aber falsch gedacht, Bärbel hatte natürlich etwas einzuwenden als der Auftrag ausgegeben wurde. Wieder stellte sich Indrion die Frage, was zum Teufel sollten sie mit dieser Frau anfangen? Waffen? Negativ! Aber hübsch war sie… was hatten sich die Gnome dabei gedacht als sie diese Frau in ihre Gruppe gesteckt hatten um Diebe zu fangen. „Ja, aber ich glaub nicht das die Diebe zu uns kommen werden, außer wir…“ Moment mal. Damit die Diebe zu ihnen kamen, brauchten sie einen Grund. Ein Grund wäre was wertvolles, irgendwas das man haben will. Haben wollte man meist Bier, oder Gold… oder aber Frauen! Und diese Frau war hübsch, stellte sich sofort in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und war eigentlich perfekt für die… „Ich habs! So dumm wählen die Gnome gar nicht aus! Wir machens so“ er sah zu Neorot hin „Bärbel, du stellst dich einfach dumm, und tust so als wärst du eine reiche Adelsdame die sich verlaufen hat. Wir kaufen dir edles Zeug und dann kann es auch schon losgehen, welcher Dieb kann so ner Verlockung widerstehen? Wir beide legen uns auf die Lauer und folgen dir, sobald du entführt worden bist, und mischen den Einhauer und seine Bande auf“ … Opferrolle. Damit war die Sache für ihn absolut klar, er verschränkte die Arme und grinste, der Tag wurde langsam besser und damit einfacher!

_________________
Gut und Böse ist kindisch. Ich nenne es lieber "Umständlich" und "Effizient"


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#7BeitragVerfasst: 18. Nov 2011, 17:36 
Offline
||
Benutzeravatar

Registriert: 04.2009
Beiträge: 2034
Geschlecht: männlich
Alter (Hauptcharakter): 0
„MOHOMENT Mal...“ Neorot hatte die Hände abwehrend erhoben und blickte auffordernd von dem nun bekannten, rotbemantelten Krieger und der Frau, die sich gerade eben aufgebaut hatte und sich verbal auf ein kleines Podest gestellt hatte... Jetzt war sein Einfluss als Grupführer gefragt, irgendwie musste er die beiden besänftigen und auf einen Weg bringen, sonst würde Dame sie am Ende mit einer Kutsche überfahren oder Indrion sie alle umbringen... „Tyali...“ begann er als erstes mit der Frau, die schon die Umstehenden Söldner mit ihrer Tirade auf sich aufmerksam gemacht hatte und nutzte bewusst die persönliche Du Form „Ich weiss nicht, was für eine Dame du bist...Aber ein Grundsatz der Gilde ist, dass all ihre Mitglieder während den Aufträgen gleich sind. Erwarte also keine Sonderbehandlung, egal wie edel deine Abstammung ist, wir können uns diese nicht leisten und solltest du nicht in die Kanalisation mitkommen, wird es zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass du nicht bezahlt wirst...“ Er atmete tief ein, als er mit seinen Ausführungen geendet hatte, merkte, dass er mahnend einen Zeigefinger erhoben hatte, den er sogleich wieder senkte. Sich an den Krieger gewandt, fing er von neuem an: „Indrion, an deinem Plan gibt es zwei Haken. 1. Sollte Tyali etwas zustossen, wird unser Lohn um einen entsprechenden Betrag gekürzt, wir würden also verlieren“ Das Geld war nur ein Grund, warum Neorot dies sagte. Ihm gefiel der Gedanke einfach nicht, die Frau schutzlos irgendwo im Hafen herumlaufen zu lassen... „2. Ich weiss nicht, warum du für die Gilde arbeitest. Ich tu es aber, weil ich Geld brauche und ich es sicher nicht habe, um es irgendeiner Frau...“ Ein Seitenblick zu Tyali folgte: „Nichts für ungut“ dann wandte er sich wieder hin zu Indrion... „umzuhängen, du etwa?“

Einen Moment schwieg er, die Arme auffordernd vor seiner Brust verschränkt... „Also, ich sehe demnach nur eine Lösung...Wir werden in diese Kanalisation hinuntersteigen und diesen Toni jagen...Wir alle...“ betonte er die letzten Worte noch einmal, drehte sich dann um und schritt mit weit ausholenden Schritten durch die Halle hin zu der grossen Tür, die um diese Tageszeit dauernd offen stand, hinaus in den warm werdenden Tag.

_________________
Es war das letzte mal das er sein Herz freigab
es war bereits voller Narben
Es hat mühe in ihm zu schlagen
Doch es wird ihn begleiten auf dem Weg
Den Weg in die Dunkelheit


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gilde zur rostigen Klinge
#8BeitragVerfasst: 22. Nov 2011, 16:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.2009
Beiträge: 914
Geschlecht: männlich
Spezies (Hauptcharakter): Werwolf
Alter (Hauptcharakter): 1000
Beschäftigung: essen.. denk ich ma..
Tyali schnappte entsetzt nach Luft, als der grobschlächtige Kerl sie ‚Bärbel’ nannte und Wut kochte in ihr hoch, solch eine Unverfrorenheit hatte sie noch nie erlebt und ihr Gesicht verfinsterte sich. „Hört zu ihr arrogantes, ungebildetes Schwein von einem Mann! Mein Name lautet Tyali Verzar und ihr nennt mich gefälligst Lady Verzar und benutzt nicht solch einen Bauernnamen wie Bärbel!“ Bei diesem Ausbruch hatte sich ihre Stimme erhoben und sie tippte Indiron auf gegen die Brust, bevor sie den Finger wie von der Tarantel gestochen zurückzog und angeekelt an einer der Wimpel abwischte, welche an den Wänden befestigt waren. „Wie wärs wenn wir den Rüpel als Köder benutzen? Er würde sich in Gesellschaft der Diebe sicher wohl fühlen und könnte sie unterwandern, den Charakter und die Manieren hat er ja schon!“, schluf Tyali vor, wobei ihre Stimme vor Sarkasmus nur so troff. Sie strich sich ihre Kleidung glatt, als ihr ‚Anführer’ sich einschaltete, nur um erneut verblüfft die Augen aufzureissen, als Neorot sie zurechtwies und auch noch mit Vornamen ansprach. Ihr Körper erbebte vor Zorn und sie biss sich auf die Unterlippe, denn in ihrem Kopf formten sich die Silben des Salama Hymnos, um die beiden zurechtzustutzen, doch das würde nur unnötig Aufmerksamkeit erregen, wobei sie diese ja seit ihrem letzten Ausbruch schon besass, das Lied würde jedoch noch weiterer unnötige Aufmerksamkeit auf sie ziehen. „Ich verlange keine Sonderbehandlung“, zischte sie und ihre Augen funkelten, wegen des erhobenen Zeigerfingers „aber den mir gebührenden Respekt und dass IHR mich bei meinem vollständigen Namen nennt.“ Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust, während der ungesungene Salama Hymnos seine Spitze erreichte und nur darauf wartete, in materieller Form seine Wirkung zu entfalten. Tyali strich sich mit der rechten Hand über das Gesicht und massierte dann mit Zeigerfinger und Daumen ihre Schläfen, teilweise, weil die Situation keineswegs ihren Vorstellungen entsprechend verlief und andererseits, um den Hymnos aus ihren Gedanken zu vertreiben, denn sie befürchtete sonst, dass dieser anstatt ihrer nächsten Worte hinausplatzen würde. Wenigstens bekam der Rüpel auch sein Fett weg, bemerkte die junge Frau schadenfreudig und bestätigte Neorots Worte mit einem bedeutungsvollen Nicken und einem zuckersüssen Lächeln, das sofort gefror, als der dumme Bauernjunge sie als ‚irgendeine Frau’ bezeichnete. „Pah“, schnaufte sie, als Neorot geendet hatte und seinen Vorschlag, durch die Kanalisation zu waten durchboxen wollte, in dem er einfach davon stiefelte. Sie sah ihm nach und schüttelte genervt den Kopf, worauf sie sich eine Locke aus dem Gesicht streichen musste. „Na schön, wenn wir in den Kloaken herumstöbern müssen, dann besorge ich mir angemessene Kleidung. Ihr, Rüpel, sagt unserem ‚grossartigen’ Anführer, ich sehe mich nach angemessener Kleidung um und dann können wir uns vor dem Gitter zur Kloake treffen.“ Mit diesen Worten drehte Tyali sich Richtung Eingang und liess es sich nicht nehmen, ihren Rock flattern zu lassen und jedem einen finsteren Blick zu zuwerfen, der sie anblickte. Vor allem die Gesichte einiger feminin wirkender Spitzohren brachten sie zur Weissglut und sie bahnte sich absichtlich einen Weg mitten durch die Gruppe und machte sich auf zu einem Schneider, um sich Kleidung zu besorgen, die funktionaler war, als ihre jetzige, wobei sich ein grosser Teil von ihr dagegen sträubte, denn sie liebte die Farben und ausserdem betonte es ihr Gesicht. Sie kramte in ihrem Geldbeutel und fand einige Münzen, kein Vermögen, aber genug, um, zusammen mit dem Erlös aus dem Pfandhaus für ihr Kleid, etwas zu kaufen, das man in einer Kanalisation tragen konnte. Sie seufzte, als sie sich durch die Ströme von Exkrementen waten sah, der Geruch sich in ihren Haaren festsetzte und ihre Haut tränkte. Sie brauchte unbedingt auch Handschuhe.. und eine Kapuze, oder noch besser, eine Mütze. Sie seufzte erneut und machte sich auf den Weg.

_________________
Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
- Douglas Adams

http://schnappzcountdown.jimdo.com/


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker