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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Der Fluch
#1BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:34 
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Vorweg: Dies ist eine Geschichte, die ich in einem anderen Forum für einen Geschichtswettbewerb (Literarisches Chaos) eingereicht habe.
Natürlich sind Kritik und dergleichen erwünscht.
Es werden fünf Posts werden, damit das ganze nicht zu gequetscht aussieht.


Zur kurzen Verständnis dieser Geschichte: Asteria, Aronts Verlobte, ist vom Fluch der Lykanthropie (das wissenschaftliche Wort für den Fluch des Werwolfes) befallen. Bei Vollmond verwandelt sie sich unfreiwillig in einen Werwolf. Beide hoffen, dass Aront den Weg zum Lebensbaum schafft. Sie hoffen, dass dieser mächtige Baum, Asteria den Fluch nehmen kann. Doch dafür muss Aront einige gefährliche Aufgaben bewältigen, damit er überhaupt würdig ist, um vor den Baum zu treten.
Wird er es schaffen, vor den Baum zu treten?
Kann er die Blüte des Lebens erhalten?
Wird er seine Liebste retten können – oder wird er selber sterben?


Das Gras war grün, die Luft frisch. Die Sonne wärmte die steifen Glieder der Krieger, die auf der Mauer standen. Der Himmel war blau. Die Wolken bildeten bei genauem Hinsehen lustige Bilder. So sahen die Krieger manchmal eine Katze, die einer kleinen Maus hinterherjagte oder sie sahen einfach nur eine große Stadt, die sehr viel Ähnlichkeit mit der Hauptstadt Junos hatte.
Der Wind wehte eine graue Schatzkarte, auf welcher man deutlich schwarze Striche und ein rotes Kreuz sah, fort. Der Wind trug sie fort, weit fort bis die Karte in der Hauptstadt Junos auf einem von Müll bedeckten Gehsteig zum Liegen kam. Selbst über das Drachennest, welches irgendwo versteckt in Juno lag, hatte es der Wind getrieben. Die großen Lindwürmer und kleinen Feendrachen hatten das seltsame Objekt gesehen und als Spielzeug gehalten. Sie waren aufgeflogen wie ein wie ein Schwarm wilder Heuschrecken, und hatten versucht, die Karte zu kriegen, doch hatte irgendeine versteckte Macht ihre Finger im Spiel, denn bald drehten die Drachen ab und flogen zu ihrem Nest zurück, um die heißbegehrten Eier vor unliebsamen Besuchern zu schützen.

Eine junge Schurkin, die gerade an einem Bügelbrett stand, um ihre Sachen und die ihres Mannes zu bügeln, sah die Karte. Sie stürzte nach draußen und hob das alte Pergament so vorsichtig, als ob es in ihrer zarten Hand gleich zu Staub zerfallen könnte, auf. Die schwarzen Striche zeigten eine Richtung und das rote Kreuz markierte das Ziel. Das Ziel war ein Schatzfelsen. Wenn jemand anderes schon diesen Felsen gefunden hatte, war der unwiderruflich weg. So machten sich viele wagemutige Helden umsonst auf die Reise, um einen der begehrten Schätze in die Finger zu kriegen. Die Schurkin ließ das Pergament wieder achtlos fallen, ging zurück ins Haus. Sie ging in die Küche zur Kaffeemaschine, um ihren Mann, der gleich nach Hause kommen würde, Kaffee zu kochen. Neben der Kaffeemaschine lag ein kleiner Hölzerner Schlüssel. Sie hatte den vor Jahren mal bei der Monsterjagd gefunden, aber nie verwendet. Schatzkarten waren selten und wenn man mal eine fand, so war der Schatzfelsen schon oft besetzt oder schon weg gewesen. Einer der Gründe, warum sie auch diese Karte draußen gelassen hatte. Sie sah kurz auf den Kalender, welcher neben dem Fenster hing, um zu checken, ob heute jemand Geburtstag hatte. Okay, keiner würde heute ein Level Up im Form eines realen Alters machen, gut. Die Schurkin wandte sich wieder der Kaffeemaschine zu. Es klingelte an der Türe. Die Schurkin eilte schleunigst zur Türe, um ihren Gatten, einen Kriegsmeister, einzulassen. Als jener drinnen war, küssten sie sich zur Begrüßung.
„Liebling“, sagte die Schurkin, „Hat Harwin es geschafft, Katar mal zu schlagen? Wie verlief das Royal Rumble? Hast du alle geschlagen?“, fragte sie voller Übereifer. Erst jetzt sah sie den traurigen Blick ihres Gatten.
„Du hast verloren“, stellte sie dann traurig fest. „Gegen wen?“
Jonathan. Der alte Knacker hat mich einfach verhext und und dann mit seinem Stock nieder geschlagen. Harwin konnte Katar auch diesmal nicht in der Zeit überholen.“
Ja, Katar war der schnellste Server wenn es um das Royal Rumble ging. Bei den Bewohnern Katars dauerte ein Royal Rumble gerade mal zwanzig Minuten – die Siegesehrung mit gezählt. Bei Harwin dauerte ein Royal Rumble immer eine Stunde, wegen den vielen Streitern, die sich unbedingt beweisen wollten.
„Och, Schatz, komm setze dich in die Küche und trink deinen Kaffee. Vielleicht geht es dir ja dann besser“, sagte sie und streichelte ihrem Gatten liebevolle die Wange.
„Ist die Fernbedienung für den Fernseher repariert?“
„Nein, leider nicht. Du weißt ja, Frauen und Technik.“
Ihr Gatte seufzte gottergeben.
„Aber weißt du wer noch da war? Aront, aber er schien nicht recht anwesend. Er belegte gerade Mal nur den zweiten Platz, wobei er doch immer den ersten bekommt.“
„Der legendäre Tempelritter Aront? Der Aront, der beim König in höchster Gunst steht?“
„Genau der, Liebste.“
„Na ja, das mit Asteria nimmt ihn ja auch mit. Es muss ziemlich hart für ihn sein...“
„Mhmm...“
Während in Randol, Junos Hauptstadt, die Schurkin und ihr Gatte dieses Gespräch führten, kam Aront bei sich zu Hause, dem Farmhaus, das südwestlich von Randol lag, an. Er ging sogleich auf sein Zimmer, hängte seine Rüstung an die Rüstpuppe, das Schwert hing er mit der mit Edelsteinen verzierten Scheide an die Wand. Den Schild hängte er genau daneben. Seinen Rucksack legte er neben das Bett. Das Brot, das sein Frühstück eigentlich darstellen sollte, war nicht angerührt worden. Er hatte keinen Hunger gehabt.
Dann zog er sich die traditionelle Tempelrittertracht an und ging nach draußen, um sich ins Gras zu legen.
Sein Meister, Jonathan, kam erst später wieder nach Hause. Er ging sofort zu Enorin, die bei der Klerikerin Asteria, saß.

In den Augen Aronts lag seit Monaten eine tiefe Trauer, denn seine Verlobte, die Klerikerin Asteria, war von der Lykanthropie befallen. Bei Vollmond verschwand sie urplötzlich und tauchte dann erst bei der Morgenröte auf – und das meistens mit grünen Blättern und braunen Zweigen in ihrem glattem, hüftlangem, schwarzem Haar. Sie erzählte niemanden, nicht mal ihrem Verlobten von der Nacht. Sie konnte sich nie wirklich gut an die vergangenen Stunden erinnern. Nur erinnerte sie sich an diese Krämpfe, die bei Vollmond immer ihren schlanken, zierlichen Körper durchzuckten. Die Schmerz überwältigte sie jedes Mal, dass sie laut und gequält aufschrie, sodass die Vögel erschrocken aufstoben.
Aront schüttelte den Kopf. Er wollte und durfte nicht daran denken. Er würde einen Weg finden, um seine geliebte Asteria zu retten. Und auch wenn es sein Leben kosten würde, er würde ihr Leben retten.

Aront war ein hochgewachsener, schlanker und junger Ritter – Tempelritter wohlgemerkt. Seine Augen waren grau wie der Nebel, seine Haut so weiß wie das Strahlen der Sterne am Firmament, sein Haar reichte ihm bis knapp unter die Ohren, war zerzaust und braun. Seine Seele war rein und weiß wie der hellste Tag. Seine Ausrüstung, welche in seinem Hause in seinem Zimmer, war legendär und gefürchtet bei fast jedem Krieger. Nur jene, die wirklich Mumm in den Knochen hatten, stellten sich ihm in den Kampf – und unterlagen.
Sein Graviertes Schwert war bei jedem gefürchtet, selbst bei den mächtigen, grobschlächtigen Kriegsmeistern. Bei Kriegszeiten trug er in der Schlacht das berüchtigte Nuanschild, von dem man sich erzählt, es könne selbst die Magie der Götter standhalten. Im Moment trug er nur die traditionelle Tempelrittertracht, doch in der Schlacht hatte er natürlich eine Rüstung an. Diese Rüstung war eigens für ihn angefertigt worden. Aus dem mächtigsten aller Tempel, dem Akan Tempel, die Rohstoffe zusammen gesucht, entstand die Akan Schmiederüstung.

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Zuletzt geändert von Nienna am 8. Okt 2011, 21:55, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Fluch
#2BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:47 
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„Aront!“, rief plötzlich eine alte, tiefe Stimme, aus welcher eine tiefe Sorge entsprang.
Aront war sofort auf den Beinen. Er hörte das schwache Klopfen von einem Gehstock auf dem grauen Gestein. Hinter ihm stand sein alter Lehrmeister, Jonathan sein Name. Er hatte schütteres, weißes Haar, matte blaue Augen, die nichts mehr sahen. Er ging gebeugt und ein langer, weißer Bart zierte sein Kinn. Der Tempelritter drehte sich um, sah seinen Lehrer an.
„Ist irgendwas mit Asteria?“, fragte der Jüngling, als ob er die Gedanken des Alten erraten hätte.
„Sie hat wieder das Bewusstsein verloren. Enorin ist bei ihr, doch sagte sie, dass Asteria ohne ein Trank aus der Blüte des Baumes, der hoch im Norden steht, nicht überleben könne. Der Fluch schwächt sie zusehends.“
Der Tempelritter neigte den Kopf und ballte seine Fäuste, sodass die Knöchel weiß hervortraten.
„Beruhige dich, Junge“, sagte der Alte beschwichtigend.
„Gib die Hoffnung nicht auf. Auch wenn selbst die Apothekerin sagt, dass man sie ihr nicht mehr helfen könne. Die Bisswunde des Werwolfes sei heute Nacht wieder aufgegangen. Heftige Krämpfe schütteln sie.“
„Ihr habt gut reden, Meister“, flüsterte Aront. „Was muss ich tun, damit dieser Baum blüht? Was? Sag es mir, alter Mann!“
Schon fast hysterisch wurde er bei dem letzten Satz. Er schüttelte Jonathan.
„He! He! Immer schön ruhig mit den jungen Pferden“, sagte der Greis, nachdem Aront ihn endlich los gelassen hatte. „Es ist eigentlich relativ einfach. Du musst beim Royal Rumble, das morgen wieder stattfindet, siegen, dann musst du zum Lebensbaum reisen. Er befindet sich im Norden Junos, umgeben von den gefährlichen Treanten. Der Wächter Till wird dir die letzte Aufgabe prophezeien.“
„Ich werde es tun. Asteria wird überleben. Selbst wenn es mein Leben fordert. Ich bin bereit, mein Leben gegen das Ihrige zu tauschen.“
„Dann, mein Schüler, gebe ich dir den Rat. Gehe zu einem Drachennest und versuche von dort, eines der Dracheneier zu stehlen. Sie haben eine ungeheure Macht und können dich für einen kurzen Moment stärker, schneller, treffsicherer oder standfester machen.“
Aront nickte. Sein Gesicht hatte sich in eine grimmige Maske verwandelt.
„Ihr werdet sehen, Meister Jonathan, sie wird überleben. Sagt der Apothekerin bitte, sie solle alles Menschenmögliche tun, damit Asteria überlebt.“
Dann lief er auf sein Zimmer, zog sich seine Tempelrittertracht aus und zog sich stattdessen seine Rüstung an. Die Scheide mit seinem Schwert schnallte er sich an die linke Seite, den Schild befestigte er sich am linken Arm. Dann schnappte er sich seinen Rucksack und ging in die Küche, um sich von dort Proviant zu holen. Die Küche war leer, als er diese betrat. Schnell hatte er sich seinen Wasserschlauch, Brot und ein bisschen Pökelfleisch eingepackt. Dann verließ der Tempelritter das Haus durch die Hintertür. Er ging auf dem direkten Wege zum Stall. An einem Pflock, der vor dem Stall im Boden stak, war Asgaros angebunden. Ein edler, schwarzer Vollblut Hengst mit goldenem Zaumzeug, in welchem rot goldene Phönixfedern eingeflochten waren. Er hatte tief blaue Augen, die Statur war kräftig und hochgewachsen. Er war ein ausdauernder Bursche. Aronts Hengst ließ wirklich jeden Pferdeliebhaber vor Neid erblassen. Der Tempelritter band ihn los, schwang sich dann elegant in den Sattel und gab dem Pferd die Sporen.

Die Tore Randols waren nachts immer geschlossen, damit die in Frieden lebende Bürgerschaft nicht von Wölfen oder Panther angegriffen worden. Die Schützen spannten ihre Armbrüste und Bögen als sie ein regelmäßiges, dumpf wirkendes Klack, klack, klack, klack hörten. Es waren eindeutig Hufen eines Pferdes, das da über die hölzerne Südbrücke Junos jagte. Vor den geschlossenen Toren hielt der Reiter an.
„Wer, im Namen der Götter, reitet da? Zeigt Euch!“, rief der Königliche Anführer, der oben auf dem hohen Tor stand und auf den Reiter hinab blickte.
„Ich bin der, der bei Eurem König in hoher Gunst steht. Er hat mir dieses Pferd geschenkt, als Zeichen seiner Würde mir gegenüber.“
Erst jetzt sah der Königliche Anführer im schwachen Fackelschein, dass es das Gesicht Aronts war. Jungenhaft, lebhaft mit den sanften, weichen Zügen. Ja, das war eindeutig der Tempelritter Aront.
„Verzeiht, meine Ungehorsamkeit, Herr. Ich habe Euch nicht erkannt.“
„Schon gut, Ihr tut nur Eure Pflicht. Aber lasst mich ein. Ich habe etwas Wichtiges zu tun!“, rief Aront ihm hinauf.
Daraufhin gab der Königliche Anführer den Befehl, das Tor zu öffnen. Mit einem leisen Rattern wurde das Fallgitter hochgezogen und mit einem lauten, unwilligen Quietschen öffneten sich die großen, schweren Holztüren mit den Eisenbeschlägen an den Seiten. Aront rief dem Königlichen Anführer seinen Dank hoch und ritt in das nächtliche Randol ein. Hinter ihm wurde das Tor bereits wieder verschlossen. Der Tempelritter ritt vom Tor aus auf dem grauen, breiten Wegsteinen bis er den Marktplatz, das Zentrum Randols, fand. Er wandte Asgaros nach Westen, ritt den Weg entlang bis er ein offenes Tor, welches mitten in der Häuserreihe war, fand. Er wandte seinen Rappen nach Westen und ritt durch das Tor... Vor ihm erhob sich die riesige Arena Randols.
Hier musste doch auch irgendwo der Ringrichter Rumboran (ja, bei mir kann man sich nur mit Rumboran anmelden) sein, sagte er sich in Gedanken. Suchend ritt er vor der Arena umher, bis er endlich die schemenhaften Umrisse eines schmächtigen Mannes sah.
Ah!, da ist er ja, sagte der Tempelritter sich in Gedanken.
„Grüße“, sagte er. „Ich würde mich gerne zum Royal Rumble anmelden. Und zwar unter den Namen Aront.“
„Natürlich, wird sofort gemacht.“
Rumboran nahm eine Klemmtafel, auf welcher eine Liste eingeklemmt war, und trug auf dem Pergament den Namen ein.
„Viel Glück!“, wünschte er ihm dann noch. „Es wird erst zur frühen Morgenstunde beginnen.“
Aront nickte, verließ das Arenaviertel und suchte sich dann eine Taverne, wo er nächtigen konnte.
Er fand eine alte Herberge, wo er etwas zu Essen für sich und sein Pferd bekam. Als er fertig war mit dem Essen, ging er auf sein kleines Zimmer, legte sich dort auf sein Strohbett und schlief noch mit seiner Rüstung ein.

Die ersten Sonnenstrahlen der Sonne kitzelten den schlafenden Tempelritter an der Nase. Aront öffnete die Augen und es dauerte einen Moment, bis seine Augen ein scharfes Bild zum Gehirn lieferten und er wieder wusste, wo er war. Er stand auf und streckte sich. Seine Glieder schmerzten aufgrund des Schlafes in der Rüstung, fühlte sich ausgelaugt und gerädert, als ob er seit Tagen auf den Beinen wäre, dennoch war er munter. Die Schritte der Stiefel hallten schwer auf dem Parkett aus Kirschholz, als er zum Fenster ging. Er öffnete es und wohlige, frische Morgenluft wehte ihm entgegen. Der Wind, der wehte, erfrischte ihn und belebte seine noch müden Sinne.
Es war sehr früh am Morgen. Die Straßen waren noch leer. Nur ab und zu hörte man die leichten Schritte weicher Lederstiefel von den Botenjungen, die ihre Botengänge ausführten.
Die Sonne war rot. Rot wie das Blut, welches bei einer Schlacht vergossen wurde. Das Omen, dass in der Nacht jemand verstorben war …
Der Tempelritter verließ sein Zimmer, bezahlte den Wirt für das Essen und Zimmer, dann ging er nach draußen, versorgte und sattelte sein Pferd, und ritt dann Richtung Arena.

Vor der Arena hatten sich schon viele Leute eingefunden und der Ringrichter hatte seine liebe Mühe damit, die Leute ruhig zu halten. Nacheinander rief er dann die Namen der Krieger auf, die gegen einander kämpfen sollten. Die genannten Krieger erhoben sich, gingen in die Arena und kämpften. Derjenige, der zuerst auf dem Boden lag, bewusstlos wurde oder flüchtete, verlor und schied aus. Der Gewinner kam eine Runde weiter. So ging das eine Weile bis nur noch ein Spezialist mit seiner Langreno Sense und seiner Akan Dschinnrüstung übrig war. Sein Gegner war Aront. Jeden seiner bisherigen Gegner hatte er geschlagen, wobei der schnellste Kampf gegen einen altersschwachen Schattenpriester gewesen war, den er mit einem Schildschlag k.o. gehauen hatte.
Sein jetziger und letzter Gegner sah nicht so aus, als ob man ihn leicht besiegen könnte. Schon allein seine Aura verriet dem Tempelritter, dass der Spezialist wohl ein kampferprobter Krieger sein musste. Die Statur des Beschwörers verriet keine Angst, keine Scheu, sie strahlte regelrecht vor Mut, Tapferkeit und Kampfgeschick.
„Nun die letzten Gegner, die aufeinander prallen!“, rief der Ringrichter. „Lasyl der Spezialist und Aront der Tempelritter.“
Das Publikum pfiff, trommelte mit den Füßen und klatschte.
„Betretet bitte die Kampfarena!“, rief der Ringrichter dann, nachdem Applaus verklungen war.
Gleichzeitig schritten Lasyl und Aront in die Arena. Der Tempelritter stellte sich links und der Spezialist rechts auf. Mit einem Aufschrei beschworen sie ihre Seelen. Der Spezialist eine rotierende, schwebende Geistersense und Aront beschwor seinen schwebenden, rotierenden Geisterschild.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Fluch
#3BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:49 
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Dann vollführte der Spezialist verschiedene Gestiken und murmelte dabei leise mächtige Wörter aus vergangenen Zeiten. Aront kannte die Zauber, welche Lasyl da gerade an wandte. Es waren der Erdsegen, Wassersegen, Windsegen, Feuersegen, Luftsegen, Luftiger Schritt und Steinhaut.
Der Tempelritter murmelte nun für jeden Zauber, der ihn verstärkte, verschiedene leise Worte. Es waren sieben Zauber und zu jedem Zauber vollführte er entweder eine Gestik mit dem Schild oder seinem Schwert. Lasyl war unbeeindruckt. Auch er kannte die Zauber der Tempelritter. Göttlicher Schild, Hingabe, Schutz, Spiegelschild, Baller, Verteidigungshaltung, Aura der Verteidigung.
„Auf einen fairen Kampf, Tempelritter“, sagte Lasyl.
„Auf einen fairen Kampf, Spezialist“, erwiderte Aront.
Auf beiden Gesichtern legte sich ein undefinierbares Lächeln. Mit ihren Kampfschreien liefen sie aufeinander zu, wobei Aront wegen der Verteidigungshaltung langsamer als Lasyl war. Den ersten Schlag des Spezialisten parierte er mit dem Schwert, den Zweiten blockte er mit dem Schild ab, den Dritten wich er rasch nach rechts aus.
Mit zwei Schlägen von links und rechts schwächte Aront die Verteidigung seines Gegners, der auf Abstand sprang und sich dort in einen roten Höllenhund verwandelte. Die Feuerkugeln wehrte Aront mit seinem Schild ab, dann lief er auf Lasyl zu, drehte sich vor ihm und holte mit dem Schild aus, um ihn mit einem Schildschlag k.o. zu hauen; er verfehlte ihn.
So ging der Kampf nun schon seit zwei Stunden. Keiner gönnte dem anderen eine kurze Verschnaufpause. Mittlerweile bluteten beide Kontrahenten aus kleinen Wunden. Sie atmeten schwer, dennoch dachte niemand daran, aufzugeben. Sie mussten einander zu geben, dass sie nicht schlecht waren und wohl gleich stark waren. Sie umkreisten sich wieder. Schon lange waren ihre Zauber erloschen.

Sie sprangen wieder auseinander. Aront musste sich hinknien, mit seinem Schwert stützte er sich auf dem Boden ab. Lasyl hingegen sammelte seine magischen Kräfte, um einen mächtigen Angriffszauber auf den schwächelnden Tempelritter zu jagen. Der Himmel begann sich zu verdunkeln, schwarze Wolken schoben sich vor die Sonne, Blitze begannen zu zucken, in der Ferne hörte man ein Donnerrollen. Dann begann ein Stein auf die Erde zu zu rasen. Doch blieb es nicht bei diesem einen Stein, nein, auf den einen Stein folgten noch sechs Steine. Meteoriten waren es, die vom Himmel fielen.
Verzweifelt riss der Tempelritter seinen Schild in die Höhe, um den Meteoriteneinschlag zu überstehen, während der Spezialist fies lächelnd da stand und seinen heraufbeschwörten Meteoriten zu sah, wie sie einer nach dem anderen, auf den Tempelritter niederprasselten. Doch gingen auch an Lasyl die Auswirkungen nicht vorbei. Der Zauber hatte ihn sehr geschwächt und das nutzte Aront, nachdem die Meteoriten tiefe Löcher in den Boden gerissen hatten und nun dampften, aus. Er lief auf ihn zu, drehte sich vor ihm und holte mit dem Schild zum Schlag aus; er traf ihn. Lasyl fiel bewusstlos auf den Erdboden. Der Himmel war, gleich nachdem Lasyl niedergeschlagen wurde, aufgeklart. Weiße Wolken hingen wie Fetzen in der Luft, die Sonne schien warm vom blauen Himmel herab.
Der Ringrichter erklärte den Kampf, und somit das Royal Rumble, für beendet. Er ernannte Aront zum Sieger, überreichte ihm die Medaille, die der Tempelritter hastig an sich nahm, sich auf sein Pferd schwang und wie ein Irrer aus dem Südtor ritt.

Wie der Sturm jagte er über die Felder, durch die Wiesen. Er ließ die Stadt weit hinter sich. Der Gedanke, an die rote Sonne von heute Morgen, Asterias schlechtem Zustand trieben ihn voran. Er erreichte bereits am Sonnenuntergang das Drachennest. Sofort stürzten sich die Lindwürmer und Feendrachen auf den Tempelritter, doch der zog nur sein Schwert und schlug schon fast apathisch zu. Die Drachen fielen unter den grimmigen, apathischen Angriffen Aronts. Als er diese Meute besiegt hatte, zog sich der Rest der Drachen zurück. Der Tempelritter ritt durch das Drachennest und flößte jedem Drachen soviel Respekt ein, dass er ihn in Frieden ziehen ließ. Bald schon durchbrach der mystische, blaue Schimmer eines Dracheneies die hereinbrechende Nacht. Jenes hob er auf, dann verließ er das Drachennest. Vor dem Drachennest stieg er vom Pferd, verstaute das Ei in den Satteltaschen Asgaros'. Leise sprach der Tempelritter zu ihm:
„Wir werden morgen weiter reiten. Du hast genug getan heute. Ruh dich aus. Morgen musst du dein Bestes geben.“
Die Nacht verging schleppend. Aront schlief unruhig an Asgaros gelehnt. Immer wieder erwachte er schweißgebadet. Erst drei Stunden vor Morgengrauen fiel er in einen tiefen Schlaf. Leider war jener nicht sonderlich erholsam, denn Albträume plagten ihn immer wieder. Die Morgenröte weckte ihn. Er stand auf und streckte sich.
Asgaros stand auch auf. Sie hielten sich nicht lange mit Essen auf, nein, sie ritten sofort los – Richtung Norden. Sie folgten einem breiten, braunen Weg, der an den Werwölfen, von denen er jeden einzelnen tötete, Treanten und Bösen Rehen vorbeiführte. Er galoppierte schnell den Weg entlang. Gegen Mittag machte der Weg eine Gabelung nach Westen und Osten. Aront wandte seinen Hengst nach Westen und galoppierte den Weg entlang. Den Treanten versuchte er möglichst auszuweichen, was ihm auch meistens gelang. So lichtete der Wald sich etwa gegen Abend. Und auf einer großen, hellen Lichtung auf einem Podest stand stolz und mächtig der Lebensbaum, welcher sehr wie die Weltenesche Yggdrasil aussah. Vor dem Lebensbaum stand der baumartige Wächter Till. Vor ihm stieg er ab. Höflich verneigte sich der Tempelritter vor dem Wächter.
„Ich grüße Euch, ehrwürdiger Wächter Till“, sagte er. „Ich komme mit einem wichtigem Anliegen...“
Seine Stimme wurde trauriger, mit Leid und Schmerz erfüllt.
„Meine Verlobte Asteria ist vom Fluche der Lykanthropie befallen. Die Bisswunde ist wieder aufgerissen...Der Fluch reagiert immer schlechter mit ihrer reinen, elfischen Magie. Der Fluch wird sie vernichten.“
Er kämpfte mit den Tränen, wieder ballten sich seine Fäuste, dass die Knöchel weiß hervortraten.
„Beruhige dich“, sagte Till mit seiner sanften, beruhigenden Stimme. „Der Lebensbaum wird bald seine Blüten tragen. Doch ein mächtiger Feind ist hier aufgetaucht. Er bedroht den Lebensbaum und mich, den Wächter. Töte ihn und bringe den Kristall des Lebens, welcher von ihm entwendet wurde, zurück. Dann wird der Lebensbaum seine Blüten tragen.“
„Wo befindet er sich?“
„Du gehst den Weg nach Osten bis hin zum Flusslauf. Diesem folgst du nach Norden bis du zu einem See kommst. Dort lauert der Feind. Du hast einen Tag Zeit! Eile dich, sonst wird deine Verlobte dem Fluch erliegen und die Hoffnung erlischt.“
Aront nickte kurz, zum Zeichen, dass er es verstanden hatte. Dann stieg er auf seinen Hengst und ritt der Wegbeschreibung, die Till ihm gegeben hatte, nach. Den Weg folgte er nach Osten bis zum Flusslauf, diesem folgte er nach Norden bis er einen kleinen See erreichte. Der Himmel war noch immer so schön wie heute Mittag, wo er Sieger des Royal Rumble wurde. Nur im Westen, wo die Sonne mischten sich nun rote Streifen in den blauen Himmel. Die Abendröte kam rasch heran. Die Sonne rasch hinter dem Gebirge entschwand, der Himmel wurde rasch dunkler, bis er vollkommen schwarz war. Und mit dem Mondaufgang ward die Luft mit einer solchen erdrückenden Spannung geschwängert, dass man es mit der Angst zu tun bekam. Doch noch immer stand der Tempelritter wacker neben seinem Pferd. Automatisch fasste er sein Schwert fester. Er durfte keine Furcht zeigen, nicht hier. ER war so nah, dass man IHN spüren konnte. Aront sah hinauf zum Himmel. Etwas Mystisches, Unbekanntes lag in der Luft. Es war still, selbst die Grillen schwiegen, gaben mal mein Konzert. Die Spannung war zum Greifen nah. Und die drohende Gefahr konnte man fast riechen. Es schockierte ihn, dass der Mond nicht wie immer silber war, sondern rot, ja, er war rot. Blutrot. Daher kam also das mulmige, sonderbare Gefühl des Tempelritters.

Plötzlich wandte er sich um, blickte angestrengt in die Dunkelheit hinaus. War das nicht eben grade das Knacken eines trockenen Zweiges gewesen? Und das eben gerade nicht ein Säuseln? Nein, der Wind war still, es konnte nicht säuseln. Da! Schon wieder! Ein Knacken in den Büschen. Hier war aber nichts. Hier waren nur er und sein Pferd. Asgaros' Ohren zuckten nervös, er scharrte unruhig mit den Hufen. Wieder blickte Aront sich um. Ein Ahnungsschauer ihn zittern ließ. Etwas Kaltes streifte seine Wange. Der Wind? Nein, es war absolut windstill. Also war hier doch etwas. Nur was war es?
„Wer ist da?“, rief der Tempelritter in die Stille der Nacht hinaus.
Ein Zittern konnte er in seiner Stimme nicht unterdrücken.
Auf seine Frage bekam er keine Antwort...bis ein schauriges Gelächter die Stille zu durchbrechen schien. Und vor Aront baute sich plötzlich eine schattenhafte Gestalt auf. Der Tempelritter konnte keine einzige Präsenz oder eine Aura spüren. Der Hengst Aronts stieg vor Schreck und preschte von dannen.
Er spürte kalten Stahl an seiner Kehle. Die Schattengestalt stand vor ihm. Ihr Atem traf sein Gesicht wie ein heftiger Windstoß. Er roch nach Verwesung.
„Wer seid Ihr?“, fragte Aront.
Der Druck des Stahls verstärkte sich. Er spürte sein warmes Blut, welches ihm aus einer kleinen Wunde, den Hals herunterlief.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Fluch
#4BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:50 
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„Ich bin dein schlimmster Alptraum“, antwortete sein Gegenüber. Die Stimme war schneidend scharf, schien aus allen Richtungen zu kommen und unmenschlich grausam. „Ich bin der, der den Kristall entwendete, ja, ich gebe es zu, da du diese Nacht nicht überstehen wirst.“
Wieder das Gelächter. Soweit wie Aront das beurteilen konnte, war sein Gegenüber ein wenig größer als er, schlank, mit zwei scharfen Dolchen bewaffnet und trug eine Rüstung, welche eigens für eine Schurkin angefertigt wurde. Also nahm er an, dass sein gegenüber ein Listiger Schurkengeist sein mochte – nur, wie kam jener hier nach Juno? Sie lebten normalerweise im Drangsal, im Geistergraben.
„Auch wenn ich tödlich verletzt werden sollte, werde ich dich töten, den Kristall an mich nehmen und die Blüte zu meiner Verlobten bringen, damit sie gerettet wird. UND DANN kann ich sterben. Wenn ich es nicht schaffe, sie zu retten, wird der Tod uns wieder zusammen führen.“
„Dann kämpfe, Schwächling!“
Aront brach das Drachenei, welches er die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte, auf. Er spürte die Macht des Drachen, wie sie ihn durchflutete und ihm neue Kraft verlieh.
Der Listige Schurkengeist ging auf Abstand. Dann stürmte er vorwärts, der Tempelritter riss sein Schild in die Höhe und fing die wuchtigen Schläge des Gegners ab. Aront schlug zu, doch der Schurkengeist parierte den Schlag. Doch die Kraft des Drachen ließ, während der Blutmond immer weiter wanderte und irgendwann seine blutrote Farbe verlor, nach. Der Mond wurde wieder so silberfarben wie vorher. Er neigte sich langsam gen Westen und versank hinter dem Gebirge, während bei dem See noch immer der Kampf tobte. Einer griff an, der andere parierte. So ging dieses Spiel eine ganze Weile. Immer wieder dieselbe eintönige Abfolge von Schlägen und Parieren. Die Morgenröte zeigte sich im Osten, der Himmel wurde heller. Aus dem linken Schulterblatt des Tempelritters ragte mittlerweile einer der Dolche des Schurkengeistes. Das Gift von jenem war schon längst durch die vielen kleinen Wunden in die Blutbahn des Tempelritter eingedrungen. Es schwächte ihn zusehends. Und als die Sonne aufging, schlug Aront mit letzter Kraft zu. Er schaffte es, das Herz des Schurkengeistes zu durchbohren, woraufhin jener zu grauer Asche zerfiel, welche später vom Wind weggetragen wurde. Da wo der Listige Schurkengeist noch eben gestanden hatte, lag nun ein armlanger, blau schimmernder Kristall.

Aront war müde. Der Kampf hatte ihm schwer zu gesetzt, er hatte Schmerzen und das Gift trug nicht gerade dazu bei, dass es ihm ein wenig besser ging – eher das Gegenteil; es schwächte ihn immer weiter. Seine Hände waren blutig, er hatte einige Schrammen im Gesicht, der Dolch ragte noch immer aus seinem Schulterblatt, die Rüstung und der Schild wiesen tiefe Kratzer, Überbleibsel heftiger Angriffe, und Beulen auf. Der Tempelritter wollte gar nicht wissen, wie er aussah, wenn er die Rüstung ablegte. Aber nach den Schmerzen zu urteilen, hatte er wohl schwere Prellungen, einige blaue Flecken, sein rechter Arm hing in einem unnatürlichem Winkel ab – die Schulter war ausgerenkt worden –, das Schwert lag auf dem Boden. Er bückte sich danach hob es mit der linken Hand auf und schaffte es irgendwie, sein Schwert in die Scheide zurück zu schieben. Dann hob er den Kristall auf, der wunderbar leicht war und die Schmerzen zu lindern schien. Jetzt musste er nur noch zu Wächter Till zurückkehren, doch sein Pferd war abgehauen. Aber vielleicht klappte es ja, wenn er es rief. Vor ein paar Jahren war der Hengst schon mal abgehauen, da hatte es geholfen, nach dem Pferd zu pfeifen. Vielleicht würde es dieses Mal auch helfen. Also stieß der müde Tempelritter einen langen, hohen Pfiff aus. Dann wartete er, bis ein schrilles Wiehern ihm antwortete und am Horizonte erschien sein Hengst. Aront ging taumelnd auf Asgaros zu, der einige Meter vor ihm hielt. Langsam stieg er auf den Rücken und saß wie ein nasser Sack eingesunken im Sattel. Den Kristall hielt er fest in seiner linken Hand. Er ließ den Kopf halb hängen. Wären vorbeigehende Wanderer, wenn denn welche vorbeigekommen wären, auf ihn aufmerksam geworden, sie hätten ihn später als mitleiderregend und verletzt beschrieben. Asgaros ging denselben Weg zurück. Er folgte dem Weg im Schritttempo und ersparte seinem Reiter somit einige harte Stöße.
Wächter Till stand noch immer an derselben Stelle wie gestern Abend. Er sagte nichts zu dem erbärmlichen Zustand des Tempelritters. Er hatte es vorausgesehen, dass der Kampf nicht einfach werden würde. Ein Glitzern in seinen Augen entstand, als er den blauen Kristall in Aronts Hand sah. Sanft nahm der Wächter den Kristall, kniete sich vor dem Lebensbaum und hielt den Kristall in die Höhe. Kleine leuchtende Punkte begannen um den Lebensbaum herum zu tanzen wie tausende Glühwürmchen. Der Kristall erhob sich entgegen der Schwerkraft und verschwand in den Tiefen des mächtigen Stammes des Lebensbaumes. Knospen begannen sich an seinen Ästen zu bilden und aus diesen bildeten sich schnell große, goldene Früchte, die wie Birnen aussahen. Neben jeder dieser Früchte bildete sich eine schöne, schneeweiße Blüte, die wie eine Hibiskusblüte aussah. Wächter Till pflückte eine Blüte und gab sie Aront, der sie annahm.
„Du hast die Aufgabe erfüllt, doch willst du in dieser schlechten Verfassung zurück reiten?“
Der Tempelritter sah den Wächter müde an.
„Ja. Ich muss meine geliebte Asteria retten, ich könnte es nicht ertragen, sie zu verlieren.“
„Dann reite. Eile dich, sie hat nicht mehr lange zu leben.“
Aront nickte dankbar, dann wendete er sein Pferd und ritt schnell davon. Erst am Abend erreichte er langsam das Haus, wo Jonathan schon ungeduldig drinnen wartete. Der Zustand des Tempelritters hatte sich dramatisch verschlechtert. Er war kaum noch ansprechbar, sein Blick war verschwommen, ihm war schwarz vor Augen, der Schwindel ergriff ihn. Er lag mehr als dass er saß auf dem Rücken seines Pferdes. Die Zügel lagen locker in seiner linken Hand, die Füße waren nicht mal mehr in den Steigbügeln.

Asgaros hielt neben dem Haus. Aronts Hand vermochte, die Zügel nicht mehr länger zu halten. Sie entglitten seinen zitternden Hand, dann rutschte der Tempelritter seitlich vom Rücken des Pferdes, kam unten hart auf, was der Dolch ihm nicht verzieh: er bohrte sich weiter durch, sodass Aront vor Schmerz aufschrie und der Dolch vorn, nur sehr knapp über dem Herzen, hinaus schaute. Er spürte kalte Hände eines schwarzen Nichts. Sie umfassten seinen zitternden Körper, zogen ihn zu einem tiefen, schwarzen Abgrund. Und die Bewusstlosigkeit umhüllte ihn wie ein schwarzes Tuch, das man über ihn warf.

Der Schrei rief Jonathan auf den Plan. Er ging so schnell, wie es seine alten Beine und der Stock vermochten, nach draußen – und fand seinen Schüler bewusstlos auf den Boden liegend vor. Der Alte beugte sich zu ihm hinunter, um seinen Puls zu fühlen. Nur schwach konnte Jonathan den Puls seines Schülers fühlen. Ruckartig richtete er sich auf.
„Enorin!“, rief er. „Bitte kommt schnell. Aront ist zurück gekehrt, doch sieht er sehr schlecht aus.“
Wenig später hörte er die schnellen, fast lautlosen Schritte der Apothekerin. Sie kniete sich neben Aront, um ihn zu untersuchen.
„Wir müssen ihn so schnell wie möglich rein bringen. Da ist Gift im Spiel. Ich werde das übernehmen. Nehmt Ihr bitte die Blüte aus seiner Hand, mischt den Trank und gebt diesen Asteria zu trinken. Er wird sie vom Fluch erlösen und ihr Kraft geben, es zu überstehen.“
Jonathan nickte nur schweigend, nahm die Blüte ganz sanft aus den Händen des bewusstlosen Tempelritters und verschwand dann ins Haus. Enorin dagegen hob Aront vom Boden auf. Er war schwer, denn das meiste Gewicht machten die Rüstung, der Schild und das Schwert aus, doch Enorin war eine kräftige, starke, junge Frau. Sie trug den Tempelritter ohne ein Wort des Klagens in das Schlafzimmer und legte ihn dort auf das Bett. Dann begann sie damit, die Scharniere der Rüstung zu lösen. Zuerst löste sie den Schild von seinem Arm, lehnte das Schild an die vordere Bettkante. Dann machte sie sich am Brustpanzer zu schaffen, doch dafür musste erst mal der Dolch raus. Also musste sie ihn auf den Bauch drehen, damit sie den Dolch herausziehen konnte. So tat sie das auch, sie drehte Aront auf den Bauch, umfasste dann den Dolch mit beiden Händen fest am Griff und zog ihn dann langsam raus. Der Dolch war zum Glück unbeschädigt, was hieß, dass keine Fremdkörper in der Schulter des Tempelritters waren. Dann löste sie die restlichen Scharniere des Brustpanzers und löste diesen dann vorsichtig von Aronts Oberkörper. Dann löste sie die Scharniere der Hose, zog ihm jene aus und zog ihm dann vorsichtig die Stiefel aus. Die ganze Rüstung legte sie neben den Schrank. Unter der Rüstung trug Aront noch Lederkleidung. Enorin zog ihm das Oberteil aus. Und erst da bemerkte sie, dass seine Schulter ausgerenkt war. Enorin taste seine Schulter ab, merkte, dass die Ausrenkung nicht schlimm war und sie ihm gefahrlos die Schulter wieder einrenken konnte, was sie auch schnell tat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Fluch
#5BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:52 
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Dann tastete sie seine Brust nach Knochenbrüchen ab, konnte aber keine feststellen. Dafür stellte sie fest, dass er etliche Prellungen und blaue Flecken hatte.

Sie drehte sich um. Sie hörte selbstbewusste, elegante Schritte auf dem Holzboden. Es waren Asterias Schritte. Sie betrat das Schlafzimmer, gefolgt von Jonathan. Sie war, wie üblich, in ihrer Anatrüstung gekleidet, nur ohne den Helm. Jener lag in ihrem Arbeitszimmer. In ihrer rechten Hand trug sie ihre Anatzauberrute. Sie war noch immer recht blass, doch sah man in ihren bernsteinfarbenen Augen, dass es ihr wieder relativ gut ging. Sie legte Enorin eine Hand auf die Schulter.
„Ich danke Euch vom ganzem Herzen, Enorin“, sagte die Klerikerin aufrichtig.
„Ihr müsst mir nicht danken, edle Klerikerin. Euer Verlobter hat die Blüte besorgt, welche Euch das Leben ermöglichte, doch musste er dafür teuer bezahlen. Meine Heilkräfte reichen nicht aus“, sagte sie dann traurig. „Das Gift ist schon zu lange in seinem Körper.“
„Gift!?“, rief Asteria betroffen. „Dann werde ich ihm helfen müssen. Tretet bitte beiseite.“
Enorin stand zwar auf, doch legte sie eine Hand auf den Arm der Klerikerin. Sie schüttelte den Kopf und in ihren Augen konnte Asteria erkennen, dass für ihrem Verlobten keine Rettung mehr möglich war.
„Selbst Eure mächtigste Heilung könnte ihm nicht das Leben geben.“ Tiefe Trauer schwang in ihrer Stimme mit. Enorin senkte den Kopf und wandte sich ab. Mit leisen Schritten verließ sie das Zimmer, das Haus und ging todtraurig zurück nach Randol. Es schmerzte sie sehr, dass für Aront keine Rettung mehr möglich war.

Asteria kniete neben dem Bett, den Kopf auf Aronts Oberkörper gelegt. Sie horchte auf seine immer schwächer werdenden Herzschläge und seinen flachen, kaum hörbaren Atemzügen. Immer öfters setzte das Herz für einige Sekunden aus, nur um dann noch schwächer seine Arbeit wieder aufzunehmen. Aus den Augen der Klerikerin liefen immer wieder Tränen. Jonathan war nicht mehr im Raum. Er hielt es für besser, nicht mehr dabei zu sein. Auch ihm schmerzte es ihn, seinen Schüler so zusehen. Er war ein guter, gelehriger Schüler gewesen. Aront war dem Greis ans Herz gewachsen. Er liebte ihn wie sein eigen Fleisch und Blut. Er machte sich schon fast Vorwürfe, dass er Aront in den Tod geschickt hatte. Wieso war er nicht selbst gegangen? Sein Leben war unwichtig und nicht wie das von Aront, denn SEIN Leben war wichtig – doch warum mussten unbedingt die Jungen sterben?
„Nur die Besten sterben jung, ein Jammer, dass wir noch leben“, seufzte er.
Er setzte sich auf einen niedrigen Baumstumpf und hing seinen Erinnerungen nach. Es waren schöne Erinnerungen, wie er Aront als kleinen Jungen in seine Lehre zum Tempelritter aufnahm, die Streiche des Jungen, die er ihm immer gespielt hatte, die aber dennoch zum Lachen verleiteten. Doch dem Alten war nicht zum Lache zu mute. Das passte nicht.

Asteria war eingeschlafen. Ihr Atem ging ruhig, doch manchmal konnte man ein Schluchzen hören: sie hatte sich in den Schlaf geweint. Um Mitternacht erwachte sie plötzlich. Sie spürte eine Hand, die zaghaft ihr Haar streichelte. Es war Aronts Hand. Der Tempelritter war erwacht, doch so schwach und hilflos wie ein Neugeborenes.
„Liebste, weine nicht. Ich werde immer bei dir sein. In deinem Herzen werde...ich...im...mer...weiter...le...ben, denk...immer...daran...“
Dann erschlaffte die Hand und damit erreichte das Gift sein Herz. Es hörte auf zu schlagen und der letzte Atem verklang in der kühlen Luft. In dem Augenblick, wo sein Herz aufhörte zu schlagen, setzte das Ihrige einen Schlag aus und sie fühlte wie in ihr etwas entzwei brach.
Asteria hob ihren Kopf und sah ihren Geliebten an. War das ein Traum gewesen oder real? Hatte sie eben grade wirklich seine Stimme vernommen?
„Nein, Nein, Nein! Geh nicht! Bitte, bleib...Wir...ich brauch dich doch...Alle brauchen dich doch noch. Der König, Jonathan, ich. Wir alle brauchen dich“, rief sie, doch war es schon zu spät. Ihr Liebster war tot. Unwiderruflich. Sie stand auf, stellte sich vor das Bett und hielt ihren Stab vor sich. Sie murmelte mächtige, magische Worte und um Aront zeichnete sich ein heller Kreis. Mit einer kleinen Lichtfontäne verpuffte der Wiederbelebungszauber dann. Asteria fiel auf die Knie, der Stab fiel ihr aus der Hand. Es hatte nicht geklappt. Der Zauber hatte nicht gewirkt. Aront war tot.
Sie vergrub das Gesicht in ihren zitternden Händen und weinte hemmungslos. Immer wenn sie sich für kurze Zeit beruhigt hatte, schluchzte sie. Das Schluchzen schüttelte ihren Körper wie Krämpfe. Bis zum Morgengrauen hockte sie da, weinte und schluchzte. Sie konnte es noch immer nicht fassen, dass ihr geliebter Tempelritter tot war. Ihr war abwechselnd heiß und kalt. Nie wieder würde sie seine Lippen auf den Ihrigen spüren, nie wieder würde sie sein Liebkosen und seine sanften Hände, die sie streichelten, spüren. Nie wieder...Das alles war dahin...und das so plötzlich? Das konnte doch nicht sein. Nein, es durfte einfach nicht wahr sein. Und plötzlich wurde ihr bewusst, dass der Fluch daran Schuld war. Wäre der Fluch nicht gewesen, dann wäre er vielleicht noch am Leben. Wäre sie nicht so erbärmlich schwach gewesen, dann hätte der Fluch sie niemals so schwächen können. Dann wäre die Welt noch so schön, wie früher. Sie hätten heiraten können, Kinder kriegen können und gemeinsam alt werden können, um dann irgendwann gemeinsam zu sterben. Hand in Hand. Doch das war alles dahin, dies alles war Wunschdenken.

Wunschdenken, sagte sie sich. Warum können diese Wünsche nie Wahrheit werden?
Sie stand auf, musste unbedingt raus zur frischen Luft. Sie nahm ihren Stab und verließ das Zimmer. Sie streckte ihre Hand schon zur Haustürklinke aus, um die Türe zu öffnen, doch hielt ein paar Zentimeter davor inne. Rasch wandte sie sich um und ging schnellen Schrittes in die Küche. Sie durchwühlte dort die Schubladen auf der Suche nach etwas, bis sie fand was sie suchte: ein scharfes Messer. Sie atmete einmal tief durch, ging nach draußen und suchte draußen einen ruhigen Platz. Sie setzte sich auf einen umgekippten Baumstamm und sah zum Himmel. Die rote Sonne ging auf, das Zeichen für einen Toten in dieser Nacht, die Morgenröte mischte sich in den blauen Himmel. Das Gras war feucht von dem morgendlichen Tau. Ihre Hand mit dem Messer zitterte, als sie die Klinge an die Pulsader ihrer linken Hand hielt.
Ohne ihrem Liebsten konnte sie einfach nicht leben, wollte nicht mehr leben, wollte wieder mit ihm zusammen sein und dies zwang sie zu einer solch grauenhaften Tat. Auch wenn Selbstmord vielleicht nicht die feinste Art ist, zu sterben, es war ihr egal, solange wie sie ihren Aront wieder in die Arme schließen konnte – und sei es auch nur im gemeinsam Grabe, Arm in Arm.

Tu es, sagte die Stimme der Unvernunft in ihrem Kopf. Tu es, dann wirst du wieder mit ihm zusammen sein können. Im Reich der Allmächtigen. Tu es und du hast ihn wieder.
Tu es nicht, sagte die Stimme der Vernunft. Tu es nicht. Es ist schon schwer genug, damit umzugehen. Folge ihm nicht. Du wirst auf dieser Welt noch gebraucht. Er wird immer in deinem Herzen bleiben. Immer. Du liebst ihn und er liebt dich. Auch wenn er tot ist, werdet ihr für immer ein Band zwischen euch haben.
Pah!, sagte die Unvernunft. Du wirst nie mit ihm zusammen sein, wenn du es nicht tust. Das Band zwischen euch wurde von der Sense Tods durchtrennt. Es existiert nicht mehr. Tu es endlich!
Nein!, rief die Vernunft. Du bist eine selbstbewusste, vernünftige Klerikerin. Tu es nicht. Das macht es alles nur noch schlimmer. Sei vernünftig. Lass das Messer fallen. Bitte.
Das letzte Wort klang fast flehend. Noch eine Weile tobte der ungleiche Kampf zwischen der Vernunft und der Unvernunft in ihrem Kopf. Es schienen ihr wie Stunden vor gekommen zu sein wie sie gefangen in ihrem eigenen Zwiespalt dasaß, als beide Stimmen endlich schwiegen. Noch immer lag die Klinge des Messers an ihrer Pulsader. Und noch immer klangen die letzten Sätze der Vernunft in ihrem Kopf.
Wenn er noch am leben wäre, würde er dich davon abhalten. Er ist in deinem Herzen fest verankert. Nie wirst du ihn oder seine Taten vergessen. Lass das dumme Messer sinken. Es bringt nichts. Bitte tu nichts Unüberlegtes.
Zum Glück hörte Asteria die Schritte des Alten hinter sich.
„Asteria, Kleine“, sagte er sanft. „Leg das Messer beiseite. Er hätte es nicht gewollt, dass du dir seinetwegen die Pulsader durchschneidest. Sei vernünftig. Bitte.“
Und tatsächlich legte Asteria das Messer beiseite und nickte.
„Er braucht eine anständige Beerdigung, Jonathan.“
„Alles schon vorbereitet, Liebes.“
Und an diesem Nachmittag fand in Randol die wohl größte aller Beerdigungen statt. Alle Bewohner Iris' waren zusammen gekommen, um Aront den letzten Respekt zu erweisen.



Dies ist das Ende meiner langen Geschichte.
Ich hoffe, sie ist halbwegs so gut wie geschrieben und hat euch Spaß gemacht, sie zu lesen.

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