Aktuelle Zeit: 18. Nov 2018, 07:06

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde



Du suchst nach Rollenspiel aller Art? Melde dich an, um alle Foren zu sehen!


  Navigation

  Neue Beiträge

Hund oder Katze?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:36 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:36

Könnt ihr euch vorstellen...?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:36 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:36

Anybody here?
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:34 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:34

Hi von mir
von: WhereWolf 14. Nov 2018, 13:33 zum letzten Beitrag 14. Nov 2018, 13:33

HOW to GET FREE fans on Musically http://musicallycheat .info
von: Jasonbit 18. Mai 2018, 23:11 zum letzten Beitrag 18. Mai 2018, 23:11

  Umfragen

Die Grafiken der Foren

Mir gefallen dies.. Votes: 3  50% 
Mir gefallen dies.. Votes: 2  33% 
Mir gefällt dies.. Votes: 1  16% 
Mich interessiert.. Votes: 0  0% 
Abstimmungen insgesamt: 6

  Vote für uns!

Gallery Yuri Topliste
Sea of Serenity TOP 100
Animexx Topsites

  Würfel

Wurfeldings hier ist ein bild hier ist noch ein bild
                               

Aktueller Wurf:
Alle Würfe:

  Bot Tracker

Google [Bot]
18. Nov 2018, 06:04
Bing [Bot]
18. Nov 2018, 05:35
Exabot [Bot]
18. Nov 2018, 05:22
Ahrefs [Bot]
18. Nov 2018, 00:02
Yandex [Bot]
17. Nov 2018, 22:56


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 198

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Finarelle´s Geschichte
#1BeitragVerfasst: 27. Jul 2010, 14:58 
Benutzeravatar

Highscores: 8
Finarelle bint Fallan, was soviel heißt wie Finarelle Tochter von Fallan, lebte zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester in Khemi.
Die Familie lebte im Einklang. Finarelles Vater war ein angesehener Adeliger und ihre Mutter Fallan eine der hübschesten Frauen in ganz Khemi. Dementsprechend waren auch Finarelle und ihre Schwester mit einem lieblichen Aussehen gesegnet. Finarelles ältere Schwester zog von je her die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich. Fin störte das nicht, sie zog sich lieber zurück um am Strand Muscheln zu suchen oder andere verborgene Kostbarkeiten zu finden.

Als sie 9 Jahre alt war nahm ihr Vater sie mit zum Hafen. An einem Dock ankerte ein Handelsschiff welches die verschiedensten Waren beförderte. Unter anderem auch Pferde aus Cimmerien.
Ihr Vater beugte sich zu ihr herunter und sagte: " Meine kleine Prinzessin, ich möchte dir ein Geschenk machen, damit du endlich mehr aus dir heraus kommst!"
Er führte sie auf das Schiff. Dort waren zwei weiße, ein grau geschecktes und ein erdfarbenes Fohlen an einen Mast gebunden. Fins Vater erklärte ihr, dass dies besondere Pferde seien, sie hätten eine ganz mystische Aura.
Finarelle trat auf die Fohlen schüchtern zu. Drei der Fohlen wurden unruhig, nur das Erdfarbene blieb stehen und schaute Finarelle durchdringend an, als würde es in ihr Herz sehen können. Sie streckte die Hand aus und das Fohlen schritt auf sie zu.
Finarelles Vater nickte dem Händler zu und somit kauften sie das Fohlen. Als der Händler dem Fohlen ein Zaumzeug anlegen wollte schritt Finarelle ein, was sie sich sonst nie gewagt hätte. "Nein, nicht. Sie wird mir auch so folgen! Akira wird mir folgen." Ihr Vater schaute sie überrascht an und lachte dann laut los. " Na meine Prinzessin, wie mir scheint, hat Akira jetzt schon eine positive Wirkung auf dich."
Seither verbrachte Finarelle jede freie Minute mit Akira, bis sie eine prächtige ausgewachsene Stute war. Finarelle vertraute ihrer Seelenverwandten alles an, denn nur sie konnte Fin verstehen.
Im laufe der Zeit wurde Finarelle etwas reger in der Gesellschaft und die Menschen schätzten ihre freundliche, erfrischende Unbeschwertheit.
Ein großes Vorbild für Finarelle war ihre Schwester. Ihre Schwester war stolz, hatte Kampfgeist und ein anmutiges, leicht verspieltes Aussehen. Finarelle wünschte sich, ebenfalls so zu sein wie sie.

Auf einem Fest in Khemi wurde Finarelle auf einen gutaussehenden Adeligen aufmerksam. Er war Stadtbekannt und war ein erfolgreicher Berater der Kaufleute. Alles was Rang und Namen hatte kehrt in seinem Haus ein und aus.
Finarelles Mutter sagte ihr:" Das ist Rhanotep, ein stattlicher Mann. ER könnte für eine Frau gut Sorgen!"
Fin war hin und hergerissen von dem Mann. Den gesammten restlichen Abend starrte Finarelle nur ihn an. Was ihr nicht auffiel war, dass sich ihr Vater den ganzen Abend mit Rhanotep unterhielt.
"Finarelle salielah (tochter), wir müssen aufbrechen, es ist spät!" weckte sie ihre Mutter aus ihren träumen.
Am nächsten Morgen setzte sich ihr Vater mit einem freudigen Gesicht an den Tisch. Er nickte kurz in die Runde und meinte:
"Es beginnt eine spannende Zeit für Sinarielle in den nächsten Tagen. Es hat jemand um ihre Hand angehalten und ich habe eingewilligt. Er wird ihr ein guter Ehemann sein und ihr wird es an nichts fehlen. Ich habe es geschafft sie ihres Standes würdig frei zu geben."
Finarelles Mutter strahlte, ihre Schwester ließ den Löffel auf den Teller fallen vor schreck und Fin selbst starrte erwartungsvoll ihren Vater an. Es prustete aus ihr heraus: " Sag schon Vater, wer ist es?"
Er klopfte auf den Tisch, hob seinen Kelch und Prostete in die Luft: " Es ist Rhanotep! Ein prachtvoller Bursche!"
Finarelle spürte plötzlich wie ihr der Boden unter den Füßen entrissen wurde. Sie wurde Kreidebleich und Übelkeit machte sich in ihr breit. Ihr Vater plauderte unbekümmert weiter:" In zwei Wochen werden die Feierlichkeiten beginnen, in der Zeit wirst du Sinarielle.." -nickte in ihre Richtung "...uns keine Schande bereiten und den Mann besser kennen lernen!" Sinarielle saß bedrückt da, gehorchte ihrem Vater aber und nickte.
Finarelle stürmte aus dem Haus und lief zu Akira. Sie schrie Akira an: "Nein das darf nicht sein, wieso sie.... sie liebt ihn noch nicht einmal...wieso?" Akira versuchte Finarelle zu beruhigen doch es gelang ihr nicht. Finarelle steigerte sich weiter und immer weiter in ihrer Wut. In ihrem Herzen breitete sich Finsternis aus, sie war blind vor Eifersucht.
Akira bekam Angst vor Finarelle und lief davon.
Finarelle lief in die Stadt. Als sie vor einem Apotheker stand, kam zufällig Rhanotep vorbei und erkannte Finarelle.
"Ah...eine Tochter Fallans ....seid ihr nicht auch Stolz, das ich bald eurer Familie angehöre? Eure Schwester ist wahrlich eine Perle der Wüste!" Finarelle standen Tränen in den Augen und sie sagte Wut entbrannt aber dennoch beherrscht: " Ihr seid wahrlich ein Glückspilz!" Dabei biss sie so die Zähne zusammen, das nur noch ein zischen zu hören war. Rhanotep sah sie verwundert an und ging weiter.
Finarelle sagte sich innerlich: " Du wirst sie nicht bekommen...wenn ich dich nicht haben darf, wird sie dich auch nicht bekommen!" Sie ging zum Apotheker und kaufte ein paar Kräuter. Diese Kräuter, in der richtigen Zusammensetzung, bewirkten, dass das Gedächtnis eines Menschen für alle Zeit unwiderruflich ausgelöscht wird. Man benutzte es meist bei stark traumatisierten Soldaten, die in der Schlacht zu viele Grausamkeiten erlebten.
Danach ging sie noch zum Hafen. Sie bat jemanden um eine gewisse abendliche Stunde in ihrem Hause zu erscheinen. Dieser jemand nickte mit einem gehässigem grinsen.
Als es Abend wurde, sagte Finarelle zu ihrer Mutter:" Zur Feier des Tages, werde ich das Mahl zubereiten!"
Etwas Dunkles in ihren Augen blitzte auf. Ihre Mutter ließ sie gewähren.
In ihrem Wahn beschloss sie die Kräuter unter das ganze essen zu mischen. Sie würde nichts essen.
Bei Tisch redete man von nichts anderem mehr und in Finarelles Gedanken schürten sich die Eifersucht und der Hass.
Als die Familie gegessen hatte lagen ihre Mutter, Vater und ihre Schwester schlafend neben ihren Tellern. Es klopfte. Finarelle öffnete die Tür und vor ihr stand Sadur, ein mächtiger Sklavenhändler, der in Khemi bekannt war für sein gutes "Fleisch".
Er sprach: "Es ist zwar ein großes Risiko eine Adlige Familie zu versklaven, aber wenn ich zwei Jungfrauen ergattern kann, ist das ein großes Geschäft!" Er rieb sich abschätzend das Kinn und sah Finarelle gierig an.
Finarelle hingegen stand entsetzt da: "Zwei, aber wieso zwei es ist doch nur meine Mutter und Sinar..." Sie verstummte als sie erkannte was er vor hatte.
"Glaubt ihr ich lasse es zu das ich eine adlige Familie in Gefangenschaft nehme und lasse ein Mitglied zurück, das mich verraten könnte!" Er grinste hämisch und ein kaltes Blitzen leuchtete in seinen Augen auf.
Finarelle war so erschrocken das sie alles vergaß .... ihre Eifersucht ihren Hass. Sie wurde sich ihrer Tat erst jetzt bewusst und wollte alles wieder rückgängig machen, doch im nächsten Moment wurde ihr von den Handlangern Sadurs ein Schlag ins Gesicht verpasst und sie wurde bewusstlos.

Als ihr der Sack über dem Kopf entfernt wurde, stand sie bereits mit ihrer Schwester in einer Zelle auf dem Sklavenschiff. Ihre Schwester fragte Fin :" Wo bin ich...was mache ich hier?"
Finarelle zog sich in eine dunkle Ecke zurück und weinte. Sie konnte nicht fassen was sie ihrer Familie angetan hatte.
Sadur kam mit ein paar Wachen in deren Zelle und sagte: "Ihr werdet mir einen guten Preis einbringen ihr zwei. Jungfrauen sind sehr gefragt!" Er lachte hämisch. Sinarielle spuckte ihm ins Gesicht.
"Ich mag Wildkatzen, doch ich dulde keine Respektlosigkeit. Wir werden dir schon zeigen was es heißt zu gehorchen. Auch wenn ich dadurch eine Jungfrau verliere." Er schlug sie hart ins Gesicht, dass ihre Lippe aufplatzte.
Er deutete die Wachen an, sie weg zu bringen. "Finarelle ist ruhiger sie wird keine Schwierigkeiten machen. Aber ihre Schwester müssen wir wohl noch zähmen."
Die Tage auf dem Schiff kamen ihr vor wie Wochen und sie fragte sich jeden Tag aufs Neue was sie mit Sinarielle anstellten. Finarelles Schuldgefühle waren so groß das sie wie gelähmt war.

Eines Tages gab es einen lauten Knall an Deck und Finarelle schreckte aus ihrer gekauerten Haltung auf. Das Schiff schien angegriffen zu werden. Unter ihren Füßen begann langsam das Wasser zu steigen und Panik machte sich in ihr breit. Sie würde hier ertrinken in der Zelle. Ein weiterer Knall traf das Schiff und es zerriss die Außenwand des Kerkers. Finarelle versuchte sich an etwas Schwimmendes zu krallen und fest zu halten.
Die Strömung des Meeres war so stark das es Finarelle sofort vom Schiff weg trieb. Nach einem Tag verlor Finarelle das Bewusstsein. Sie trieb auf einen Strand zu und blieb dort reglos liegen.
Die Stimmme einer alten Frau weckte Finarelle. Sie blinzelte und sah, dass sie an einem Strand lag.
Sie schaute auf zu einer dunkel eingemummten Gestalt. Fin wollte etwas sagen doch die Gestalt legte ihr einen Finger auf den Mund und bedeutete, dass sie ruhig sein sollte.
Die vermummte Frau drehte sich zu ihrem Schüler Horutep:" Nimm sie auf deine Schulter...ich verwische die Spuren. Wir werden ihr die Sklaven fesseln abmachen, damit niemand Verdacht schöpft!"
Horutep ein junger stämmiger Mann, nahm behutsam Finarelle auf ihre Schulter. Er ging in Richtung einer Anhöhe nicht weit entfernt vom Strand, wo eine kleine Holzhütte stand. Die Frau verwischte die Spuren mit einem Palmzweig.
In der Hütte angekommen legte Horutep Finarelleauf ein Bett. Er untersuchte sie nach Verletzugen. Finarelle öffnete zwinkernd ihre Augen und erschrak leicht. "Wo bin ich? Wer seid ihr?" Die vermummte Frau beugte sich über Finarelle und sprach: "Ich bin Ketana, eine ehemalige Dienerin Sets und das ist mein Schüler Horutep!" Die Frau lächelte sie warmherzig an. Für diesen Moment war Finarelle etwas beruhigt. Sie war noch zu schwach um weitere Fragen zu stellen und schlief wieder ein.

Als Finarelle ihre Augen öffnete sah sie wie sich Horutep und Ketana unterhielten.
"Horutep es ist an der Zeit das du dich der Welt beweist. Du bist ein starker Mann und besitzt hervorragende Fähigkeiten. Nimm diesen Brief und reise damit nach Tarantia. Dort wirst du einige Zeit arbeiten bevor du dir selbst deinen Weg wählst. Horutep nickte nur gehorsam und begann seine Habseligkeiten zu sammeln.
Katana sah das Finarelle aufgewacht ist und wandte sich zu ihr: "Mein Kind du bist wieder bei Sinnen, du hast volle zwei Tage geschlafen! Ares Ding musst viel durch gemacht haben!" Bei diesen Worten erinnerte sie sich Schlagartig an das was sie ihrer Familie angetan hatte und sah mit geweiteten Augen auf ihre Decke.
"Mein Kind wie ist dein Name?" Finarelle blickte zu ihr auf. "Finarelle...ja so heiße ich."
Katana sah ihr tief in die Augen und sie erkannte großes Potential in ihr, doch einen dunklen Schatten der ihr Herz umschloss. Doch Katana sprach Finarelle nicht darauf an. Sie dachte sich, dass Finarelle sich ihr schon selbst öffnen würde mit der Zeit. "Da du anscheinend von einem Sklavenschiff stammst, den Fesseln zu urteilen, hast du erst mal keine Möglichkeit irgendwo anders unter zu kommen Finarelle. Ich biete dir mein Heim an und die Unterweisung in den Heilkünsten, als Gegenleistung bist du strebsam und fleißig, nicht nur in den Häuslichen gebieten." Finarelle nickte nur. Wo sollte sie auch anders hingehen? Sie hat ihr eigenes heiles Reich zerstört.

Als Finarelle wieder bei Kräften war trug ihr Ketana Aufgaben auf, die sie jeden Tag erledigen sollte, zudem auch noch Konzentrationsübungen, bei denen sie ihre innere Energie kanalisieren sollte. Das fiel Finarelle besonders schwer, da ihre Schuld besonders schwer auf ihrem Herzen und ihren Gedanken lastete. Jede Nacht plagten sie Alpträume der Verfolgung. Ihre Schwester stand jammernd vor dem Sklavenmeister, zerschunden und ausgemergelt, drehte sich zu Finarelle um und schrie: "Das ist deine Schuld...deine SCHULD...verbrenne in der Hölle!"
Katana beobachte Finarelle im Schlaf und schüttelte mitfühlend den Kopf.
Bei einer morgendlichen Konzentrationsübung fing Finarelle zu weinen an, da sie es einfach nicht schaffte. Katana setzte sich neben sie und legte eine Hand auf ihren Schoß. Finarelle sprudelte los, sie musste es los werden:"Katana ihr werdet ich verstoßen wenn ich es euch erzähle, aber ich weiß nicht was ich noch machen soll....die Bürde ist zu groß und ich kann einfach nicht euren Anweisungen Folge leisten!" Katana hörte Finarelle schweigend zu. Sie schaute Finarelle mit gütigen Augen an, als Finarelle ihr alles erzählt hatte. Sie sprach: "Mein Kind, was du getan hast ist natürlich unverzeihlich....doch du warst nicht bei Sinnen. Du warst benebelt vom Hass und der Eifersucht. Diese Gefühle verändern einen Menschen sehr stark, doch du hast wieder aus der dunklen Seite herausgefunden, das ist mehr als andere Menschen würden. Sie geben sich voll und ganz diesen Gefühlen hin und werden zu meuchelnden und gefühllosen Monstern. Du bist dir deiner Schuld bewusst und wirst daran arbeiten diese zu Sühnen." Katana strich Finarelle sanft über den Kopf, so wie es eine Mutter bei ihrem Kind tat, dass sich grade verletzt hatte.
Katana zeigte ihr, wie sie sich besser Konzentrieren konnte und wie sie mit ihrer Last umgehen könne. Finarelle bündelte ihre Gedanken und Energien nun, mit dem wissen somit ihre Schuld eines Tages zu begleichen.
Sie lernte wie man die Energie einsetzt um schnellstmöglich andere Menschen von offenen Wunden heilen zu können.
Anfangs war Finarelle noch sehr geschwächt. Sie konnte gerade mal eine kleine Schnittwunde schließen. Doch mit mehr und mehr Übung...schaffte sie es auch größere zu verheilen. Erstaunlicherweise viel es ihr leichter bei Menschen die sie sympathisch fand.

An einem sonnigen Morgen ging Finarelle in den Wald um Beeren zu pflücken. Plötzlich hörte sie ein ächzendes stöhnen. Sie ging dem Geräusch nach und fand einen Soldaten der in einer großen Blutlache lag. Sie stürzte sich eilig zu ihm und horchte ob er noch atmete. Sie untersuchte seinen Körper nach der Wunde und sah dass diese unterhalb seines Panzers hinter einem kleinen Loch Blut ausrann. Finarelle zog dem Soldaten vorsichtig die Rüstung aus und presste ihre Hand auf die offene Stelle. "Ich hoffe das wird mich nicht umbringen.." sagte sie zu sich selbst. Sie schloss ihre Augen und konzentrierte sich. Ihre Hand fing langsam zu glühen an und ihre Energie strömte in die Wunde. Finarelle spürte, dass sie die Wunde nicht ganz schließen konnte, versuchte es aber dennoch. Der Soldat schreckte auf, sah Finarelle mit entsetzten Augen an und packte ihre Hand. Finarelle riss es aus ihrer Konzentration und die Hand hörte auf zu glühen. Sie sah den Soldaten tief in die Augen und erkannte ein Bild von einem Assassinen in seinen Augen. Sie legte die andere Hand auf seine Stirn und deutete ihn an ruhig zu bleiben.
Der Soldat sah nach allen Seiten, als würde er verfolgt werden. Finarelle hingegen legte wieder ihre Hand auf seine Wunde.
Sie konzentrierte ihre Energie voll und ganz auf die Wunde, ihre Hand glühte bläulich.
Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
"Du willst doch nicht etwa einem Totgeweihten Helfen Weib!" Die Konzentration brach und Finarelle wurde kreidebleich im Gesicht. Der Soldat vor ihr mit einem erzürnten, wahnsinnigen Gesicht. Die Stimme hinter ihr sagte: "Wenn dir dein Leben lieb ist, solltest du ihm besser nicht helfen." Finarelle schluckte und sagte beinahe flüsternd: "Ich werde niemanden sterben lassen, bei dem ich nicht weiß ob er es auch verdient hat."
Der Soldat sah Finarelle mit ernster Miene an. Finarelle blickte auf die Wunde vor ihr, nicht wissend was sie nun tun soll.
Mit einem Mal blitzte es hell auf und ein markerfüllter Schrei erhallte hinter ihr, der Mann plumpste wie ein Sack zu Boden.
Finarelle sah sich um, erblickte den Mann der grauenvoll verbrannt, entstellt da lag. Der Soldat vor ihr wunderte sich ebenfalls. Aus einem Gebüsch hinter dem verbrannten Mann trat Ketana hervor. "Fin mein Kind du solltest nicht so unachtsam durch den Wald irren. Auch wenn ein Verletzter da liegt!" Finarelle musterte Ketana. War sie das etwa gewesen?

Sie schleppten den Soldaten fort, nachdem Ketana seine Wunde erstversorgt hatte. Der Soldat stellte sich als Hauptmann Redrik vor, einer aquilionischen Einheit König Conans. Er war im Kurtisanen Haus als ihn ein Mann beschuldigte nicht zu zahlen. Daraufhin wurde er hinterrücks nahe des Waldes angegriffen. Redrik erholte sich recht schnell und fand Gefallen an der fürsorglichen pflege Finarelles.
"Sagt mir Ketana, Finarelle ist recht schweigsam. Ist das immer so?"...."Oh sie kann reden wie ein Wasserfall nur ist die Gute sehr schüchtern und scheu!" Auf Redriks Gesicht zeichnete sich ein amüsiertes Lächeln ab.
" Ketana wir könnten eine Heilerin wie euch auf dem Schlachtfeld gebrauchen. Die Verletzten behandeln, für leibliches Wohl sorgen...usw.!"-"Da muss ich euch enttäuschen Redrik ich bin zu alt um sowas noch mitzumachen. Aber Finarelle könnte euch in der Tat unterstützen.-"Ist sie denn schon soweit? Nicht das sie nach einer Stunde schon gleich umkippt." Ketana stand auf, ging auf und ab in ihrer Stube. Sie muss noch vieles lernen, aber ich bin sicher das schafft sie auch ohne mich. Sie wird von Tag zu Tag stärker. Sie braucht Menschen um sich, die sie mag, dadurch wächst ihre Energie." Redrik stand auf ging nach draußen, wo Finarelle gerade mit einer Konzentrationsübung beschäftigt war.

Er beugte sich zu ihr herunter und sah sie eingehend an. Finarelle blinzelte:"Ihr wünscht Herr?"
Er lächelte gütig:"Nennt mich nicht Herr. Ihr habt mir das Leben gerettet. Sie öffnete ihre Augen nun ganz und errötete. "Was wünscht ist euer anliegen?" "Ich wollte euch fragen, ob ihr vielleicht mit mir und meiner Einheit, wenn ich sie wieder aufsuche, kommen möchtet? An so einer guten Heilerin ist immer Bedarf." Finarelle sah ihn verdutzt an. Sie sollte Soldaten begleiten allein als Frau?
Redrik bemerkte ihre scheu. "Keine Angst Finarelle, euch wird nichts geschehen. Ihr werdet nicht in Kämpfe verwickelt werden und meine Männer sind ehrbare Soldaten!"
Ketana kam hinzu und nickte zustimmend. Finarelle nickte somit Redrik zu, wenngleich auch unsicher.

Am Tag der Abreise gab Ketana ein Bündel mit Kräutern und einem Pergament mit. Hier dies solltest du noch studieren auf deinen Reisen!" Finarelle hatte Tränen in den Augen, als sie sich von Ketana verabschiedete, war sie doch schon sowas wie eine Mutter für sie geworden.
Finarelle blickte in den kalten grauen Himmel, als sie sich mit blutverschmierten Händen, den Schweiß von der Stirn strich. Der Ort an dem Redrik sie geführt hatte, machte seinen Namen alle Ehre. Das Feld der Toten wurde es genannt. Bei den zahlreichen Schlachten, die dort stattfanden, waren der Boden und die Flüsse bereits blutgetränkt. Finarelle kam kaum noch mit ihren Kräften zurecht. Stetig wurden verwundete, schwer verletzte oder gar Tote zu ihr gebracht.
Ihr schien die Zeit da hinzuschleichen, sie war die einzige Heilerin, die sich in dieses Gebiet wagte, welches Redrik eine große Hilfe war und ihm einen Vorteil seinen Gegnern über verschaffte. Er passte gut auf Finarelle auf, er war wie ein großer Bruder.
In einer Nacht in der es sehr kalt und ruhig war, saß Finarelle fröstelnd in ihrem Zelt. Redrik besuchte sie.
"Konntet ihr euch ein wenig ausruhen?" Finarelle rieb sich aufwärmend ihre Arme. Das versuche ich, aber im Moment verschwende ich meine Energie damit, mich zu erwärmen!"
Redrik ging auf sie zu und schnallte seinen Umhang ab. Er bestand aus warmen, flaumigen Federn. Sie nahm ihn an und zog ihn über.
Wie lange werden wir hier noch Verweilen Redrik?" Er kratzte sich am Kopf und rieb sich anschließend erschöpft durchs Gesicht. "Sobald die Verstärkung eingetroffen ist, könntest du deinen Sold erhalten und du wärst vorerst...ungebunden!" Er sagte es ungern, denn ohne ihre Hilfe wäre es schwieriger, doch er wollte ihr nicht länger diese Szenerie zumuten.
Und wohin soll ich dann gehen? Wie soll ich mein Geld verdienen?"Ich setz dir ein Schriftstück auf. Mit dem gehst du nach Tarantia in den Mitratempel. Dort werden sie dir schon helfen. Du bist jung und solltest dein Leben noch genießen können. Sie schaute betrübt zu Boden, mit dem Wissen, das es ihr schwer fallen würde, jemals ihr Leben lebenswert zu gestalten. Sie hatte sich der Heilung verschrieben.....sie wollte ihre schreckliche Tat sühnen.
Ich werde morgen dorthin aufbrechen, wenn es euch genehm ist. Aber sobald ihr mich wieder benötigt...ruft nach mir!" Redrik nickte, sie nicht ansehend. Er fasste an sein Schwert und entschwand hinaus in die Nacht.

Am nächsten Tag begab sie sich, mitsamt dem Schreiben in ihrer Tasche auf den Weg nach Tarantia. Sie hatte eine lange Reise vor sich und überall, wo sie bedarf an einer Heilerin sah, half sie mit ganzen Kräften.
Nach ungefähr einem Monat traf sie in Tarantia ein. Es war eine große, prächtige weiße Stadt. Es machte ihr beinahe Angst, da sie solche Menschenmengen nicht mehr gewohnt war.
Er war spät geworden und Finarelle machte sich auf die Suche nach einer Taverne. Auf dem Platz vor dem Mitratempel sprach sie einen Händler an, der hastig schon seine Waren verstaute. An dem Zelt des Händlers zur linken saß auf einem großen Bündel eine zierliche dunkelhäutige Frau und zwei Schritte vor ihr lehnte sich ein Mann an den Pfosten des Zeltes, mit einer Kapuze, die er tief ins Gesicht gezogen hat. Finarelle war nicht wohl dabei den Händler anzusprechen, hatte sie doch von Dieben und Räubern in Tarantia gehört.
Der Händler sprach: "Eine Taverne...ja, dort drüben ist die Taverne zum grünen Mann. Dort findet ihr sicherlich eine Unterkunft!" Er deutete dabei auf eine kleine dunkle Gasse hinter dem Tempel.
Die dunkelhäutige Frau meldete sich zu Wort:"Dies ist kein Ort für eine Alleinreisende Frau! Ihr wollt sie wirklich in so ein Loch schicken hm?"
Finarelle sah verwirrt zu ihr herüber und wich gleichzeitig einige Schritte zurück. Sie behielt die beiden Gestalten im Auge, hatte Angst sie führten etwas im Schilde. Sie wandte sich kurz dem Händler zu. "Bekomm ich dort auch was zu essen...." Sie wurde von dem Mann mit der Kapuze unterbrochen "Glaubt dem Mann kein Wort, seht ihr nicht das er euch schnellstens loswerden will. Geht zur Taverne zum Waffenmeister im Reichenviertel, das wäre euch wohl angemessener!" Finarelle spürte seine musternden Blicke und hielt reflexartig ihren Beutel fest.
"Warum zeigst du der Frau nicht wo die Taverne sich befindet Leoris?" Die zierliche dunkelhäutige Frau stubste dem Mann in den Rücken als wolle sie ihn vorschubsen. Dieser drehte sich zu ihr um und murmelte ein paar wehrige Sätze zu ihr die Finarelle nicht verstand. "Ich...äh..werde, sie wohl auch...allein finden." Wandte Finarelle schüchtern ein. Sie wollte nicht riskieren mit aufgeschlitzter Kehler in einer Gosse zu enden.
Daraufhin wandte sich der Mann mit der Kapuze ihr zu und trat ein paar Schritte vor. Allein bei Nacht...das geht nicht!" brummte er wiederwillig. ..Folgt mir! Ich werde sie euch zeigen." Die Frau die inzwischen aufgestanden war, nickte Finarelle gütig zu.
Sie folgte dem Mann mit gebührendem Abstand stets ihren Beutel mit den darin enthaltenen Habseligkeiten, festhaltend.


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker