Aktuelle Zeit: 25. Jun 2018, 19:16

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]



Du suchst nach Rollenspiel aller Art? Melde dich an, um alle Foren zu sehen!


  Navigation

  Umfragen

Die Grafiken der Foren

Mir gefallen dies.. Votes: 3  50% 
Mir gefallen dies.. Votes: 2  33% 
Mir gefällt dies.. Votes: 1  16% 
Mich interessiert.. Votes: 0  0% 
Abstimmungen insgesamt: 6

  Vote für uns!

Gallery Yuri Topliste
Sea of Serenity TOP 100
Animexx Topsites

  Würfel

Wurfeldings hier ist ein bild hier ist noch ein bild
                               

Aktueller Wurf:
Alle Würfe:

  Bot Tracker

Bing [Bot]
25. Jun 2018, 18:50
Google [Bot]
25. Jun 2018, 18:20
Yandex [Bot]
25. Jun 2018, 13:13
Ahrefs [Bot]
25. Jun 2018, 01:03
Google Adsense [Bot]
24. Jun 2018, 21:30


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 2696

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Untergang der Götter: Ausklang
#1BeitragVerfasst: 23. Dez 2009, 22:27 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.2009
Beiträge: 914
Geschlecht: männlich
Spezies (Hauptcharakter): Werwolf
Alter (Hauptcharakter): 1000
Beschäftigung: essen.. denk ich ma..
Daxicus erwachte unter dem Donnern und Röhren einer aufbruchbereiten Armee, welches die Erde erbeben liess. Helios hatte die Sonne noch nicht auf ihre Bahn gebracht und so hielt die trügerische Dämmerung die Welt in ihrem sanften, heilversprechenden Griff. Ein kurzer Anflug von Sorge um seine geliebte Medamie flackerte auf, doch Kampfbereitschaft und Vorsicht verschlangen dieses Gefühl und angespannt bewegte sich der Krieger auf die Mitte des Tales zu, wo ,unter Umständen die ihm nicht bekannt waren, ein brennendes Landhaus erschienen war. Er hielt entsetzt die Luft an, als er dieses lebendige Mahnmal seiner blutbesudelten Vergangenheit erkannte, die Luft wurde träge, flüssig, und beinahe unmöglich zu atmen, seine Haut fühlte die kälter werdende Haut seiner Tochter und er schloss die Augen, um sich dem Ungeheuer, welches er selbst war, nicht stellen zu müssen. „Nein“, keuchte er und schüttelte den Kopf, um die Visionen abzuwerfen, doch noch immer spürte er die Hitze des brennenden Landhauses, seines Zuhauses, hörte die gequälten Schreie seiner Familie und sein Verstand drohte unter der seelischen Pein zu zerspringen. Er blinzelte, als ein Hitzeschwall seine Brust streifte und verfolgte hilflos, wie das Gebäude wie ein Kartenhaus zusammenstürzte und mit ihm, alles was dem Krieger einmal wichtig gewesen war. Die brennenden Trümmer schienen ihn zu verhöhnen, erschienen ihm wie der Spiegel seiner Seele, zerbrochen und nur noch durch das Feuer der Wut belebt. Die gesamte Atmosphäre hatte sich gegen Daxicus gewandt, spottete über sein Leid und dann vereinten sich die einzelnen Brandherde des gefallenen Landsitzes zu einem flammenden Wirbel, welcher die Konturen eines waffenstarrenden Mannes in einer glänzenden Rüstung formte, dessen vernarbtes Gesicht, gnadenlose Augen und muskulöser Körper ihn als Ares, den Gott des Krieges auswiesen. Sein haupt steckte in einem majestätischen Helm, dessen T-förmiger Sehschlitz die stechenden Augen, die Hakennase und einen Teil des schmallippigen Mundes sichtbar liessen. Der bronzenfarbene Brustharnisch lag wie eine zweite Haut am Körper, die Schulterplatten erlaubten dem Gott maximale Bewegungsfreiheit und zugleich auch Schutz, die Hände steckten in filigran geschmiedeten, dunkelgrauen Handschuhen, deren Rücken über und über mit zackigen Spitzen übersäht war. Ein Waffenrock und bronzene Stiefel rundeten die kriegerische Aufmachung ab, deren angsteinflössende Wirkung auf normale Sterbliche beachtlich war. „Sieh, was du übrig lässt, egal wohin du gehst. Nur Tod und Zerstörung“, sprach er, nicht ohne ein wenig Stolz in der Stimme, die Hände über die Szenerie ausgebreitet doch funkelten seine Augen wütend. „Ihr habt mich so geschaffen!“, grollte Daxicus, dessen Zorn durch die Anwesenheit eines Gottes aufgebrochen war und die Trauer und das Entsetzen zermalmt hatte. Er zog seine Schwerter und preschte auf die verhasste Gestalt zu, Finsternis zehrte sogleich von der immensen Wut, zuckte jedoch zurück, denn dessen Sturmfeuer grub sich schmerzhaft in sie hinein, forderte die Urgewalt der Finsternis mit Gewalt, als wäre auch sie ein Feind der Scharlachroten Bestie. Doch obwohl die Klinge genötigt wurde, ihre Kräfte freizugeben, kämpfte sie nicht dagegen an, labte sich eher in masochistischer Freude daran und ein leiser Gesang des Glücks und des Kampfrausches erklang, nur für die Ohren der Scharlachroten Bestie und der Götter zu hören. Ares feixte, als er den schwächlichen Sterblichen auf sich zu stürmen sah, zog selbst sein Schwert, eine mit roten Runen verzierte, tiefschwarze Klinge, mit einem Griff aus feinstem Stahl, perfekt an die Bedürfnisse ihres Führers angepasst. Klirrend prallten die Schwerter aufeinander, Finsternis glühte golden, Tods feiner, alles zerfressender Nebel schimmerte silbern und Ares’ Schwert pulsierte noch schwärzer, als seine Klinge sowieso schon war. „Der Schüler trifft auf den Meister“, spottete Ares und drückte den Krieger beinahe spielend leicht von sich weg, dessen Füsse bohrten sich dabei in den Boden und er kam nach einigen Metern zum Stehen.

Daxicus lächelte grimmig, sein grausamer Kampfeswille war von neuem erwacht, in seiner alten Stärke fegte er wie ein alles vernichtender Taifun die erstarkenden Gefühle eines Mannes zu einem Mädchen weg und füllte ihn mit der heissen Flut vulkanartigen Zorns. Daxicus brüllte zornentbrannt, seine Muskeln schwollen gefährlich stark an, liessen ihn wie eine hirnlose Bestie wirken und seine Augen füllten sich unnachgiebiger Rache, dem Willen, alles in seinem Weg zu vernichten, ohne Reue, ohne Gnade, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie eine abgefeuerte Balliste schoss Daxicus auf den Gott des Kriegers zu, dessen Überraschung über diese Schnelligkeit in seinem Gesicht geschrieben stand, und dieses Mal stöhnten beide Schneiden auf, als sie aufeinander prallten, ein schrilles Kreischen erklang, und dann schlug die Scharlachrote Bestie die Klinge seines Feinde zur Seite, führte einen Stich mit Tod aus und verfehlte Ares’ Körper knapp, der sich seinerseits zur Seite abdrehte, diese Drehung nutzte und aus einer geduckten Haltung von unten nach oben zuzustechen. Daxicus parierte diesen Schlag mit Finsternis und stach erneut mit Tod nach dem erneut ausweichenden Gott, der nun in eine Angriffsserie überging. Dem Sterblichen gelang es, den grössten Teil ohne Schaden zu parieren oder ihm auszuweichen, doch er trug einige leichte Schnittverletzungen an den Oberarmen und im Gesicht davon. Er knurrte verärgert und deckte den Gott mit einer Folge wuchtig ausgeführter Hiebe ein, die er unter den grössten Kraftanstrengungen blockte, jedoch einen mächtigen Tritt der Scharlachroten Bestie einstecken musste, welcher ihn einige Meter durch die Luft beförderte, wo er, zu seinem eigenen erstaunen, von Finsternis durchbohrt, und wieder zurück zu ihrem Absender gezogen wurde. Brennender Schmerz ging von der Wunde aus, denn die Klinge, welche einst Ares’ bestem Kommandanten gehört hatte, labte sich am schimmernden Blut des Gottes und erstrahlte golden, bis Ares sich wieder bei Daxicus befand, welcher ihm auch die zweite Klinge in den Leib rammen wollte. Doch Ares fing den Schlag ab und drosch seinem Gegner die Faust ins Gesicht, wo ein hässliches Knacken das Brechen der Nase begleitete, und befreite sich von Finsternis schwächendem Biss, worauf er sofort nach dem Schlächter von Theben schlug. Dieser hatte vor Schmerz die Augen geschlossen, als seine Nase brach und schaffte es in letzter Sekunde dem Hieb auszuweichen, in dem er sich darunter duckte und fügte dem Gott des Krieges einige Treffer an den Beinen zu, bevor dieser zurück sprang. Schwer atmend umkreisten sich die beiden ebenbürtigen Gegner, der eine, göttlich und vor Wut über die Unverfrorenheit seines Gegenüber schäumend, der andere sterblich, und vor Zorn und Kampfesrausch völlig aufgesogen im Kampfgeschehen und in seiner Tötungswut. Ares musste das Gewicht seines Körpers umverteilen, da eines seiner Beine schmerzte, wenn er es belastete, doch da er den Vorteil der Unsterblichkeit auf seiner Seite hatte und daher wusste, dass sich die Wunden bald schliessen würden, war ein primäres Ziel nun, Abstand zu wahren. Daxicus spürte, wie warmes Blut über sein Gesicht lief, die kleineren Schnitte, die ihm sein Gegner zugefügt hatte, waren nicht der Rede wert, doch die gebrochene Nase konnte sich zu einem Nachteil entwickeln, denn dieser Schmerz und vor allem das Blut begannen ihm die Sicht zu trüben. Gleichzeitig wagte er es nicht, sich zu Heilung zu verschaffen, da er dabei für einen Moment ohne Deckung sein würde und verfluchte sich selbst für seine Unbesonnenheit, als er Finsternis geschleudert und den Gott dann mit Tod hatte aufspiessen wollen. Wie zwei lauernde Raubkatzen vollführten sie Kreise, jede Bewegung im Auge behalten, die Nerven zum Zerreissen angespannt, jeder nicht gewillt, seinem Gegner den Vorteil der Überraschung zu schenken. Die ersten Strahlen der erwachenden Lebensspenderin waren ein unsichtbares Startsignal, denn sobald sie in Daxicus Auge fielen und ihn die Augen zukneifen liessen, schoss Ares auf den Geblendeten zu, bereit ihm die gesamte Brust aufzuschlitzen und Daxicus rettete sich durch eine gewagte Drehung, wodurch er den Hieb blockte und mit welcher er sich nahe an den perplexen und träge reagierenden Ares heranbrachte, dem er den Stiel seiner zweiten Klinge als Rache mit aller Kraft ebenfalls auf die Nase schmettere, die in einer Fontäne aus Blut zerbarst, sogleich nutze der Krieger die Gunst der Stunde, stiess den Gott ein wenig von sich und vollführte stakkatoartige Stichbewegungen auf dessen Brust, zu deren eine Lücke sich nun weitere gesellten. Ares stöhnte entsetzt auf, riss sich aber zusammen, um bei Bewusstsein zu bleiben und nutzte die Lücke, die durch das ungestüme Vorgehen seines Gegners entstand, um diesem seine Klinge von Schräg oben in die Schulter zu rammen, wo sie Fleisch und Knochen wie Butter durchtrennte und sich genüsslich festbiss. Ein schmerzhaftes Brüllen entrang sich Daxicus Kehle, Kristalle des Schmerzens bohrten von seiner Schulter aus in seinen Schädel und er verpasste dem Gott noch einen heftigen Tritt, bevor er von Schmerz überwältigt auf die Knie ging. Das rote Schimmern, welches von der Urgewalt stammte, flackerte kurz auf, dann verschwand es und der kühlende Hauch der Heilung leckte über den zerschundenen Körper des Kriegers. Doch Ares reagierte prompt, stürmte auf den geschwächten Gegner zu und gab ihm, aufgrund der Tatsache, dass seine Arme durch die durchbohrte Brust fast nutzlos schwach waren, seine knochenzerberstenden Stiefelsohle zu fressen. Aus purem Instinkt hob Daxicus noch seinen linken Arm und fing damit die Attacke ab, welche ihn nach hinten katapultierte, seinen Unterarm an unzähligen Stellen mehrmals brach und seinen Schädel hörbar knacken liess, obwohl dieser vom direkten Treffer geschützt worden war. Blitzende Funken zuckten über sein Sichtfeld, die Welt schien wie von einem verrückten Maler gezeichnet und er hatte Mühe, sich zu orientieren, doch er fühlte, wie etwas seinen Arm packte und ihn hoch hob. „Sieh an, sieh an“, schnurrte eine Stimme kalt wie Eis und rauh wie Schmirgelpapier, „wenn das nicht mein Lieblingsgefangner Daxicus ist.“ Der Krieger blickte verwirrt auf die dunkle Gestalt, welche ihn schmerzhaft gepackt hatte und sein aufgebrachtes Blut gefror zu Eis, denn es war Hades, der unbarmherzige Gott der Unterwelt, dessen Gewand eine einzige Komposition des Grauens war. Sein Gesicht war von einem gehörnten Helm, dessen Augen feuerrot brannten, bedeckt, dunkle Schwaden, wie aus dem Tartaros selbst, glitten darunter hervor und liessen jeden Gegner hoffen, dass er seinen Helm niemals abnahm. Seine Schulterpanzerung waren aus den Zähnen seines geliebten Cerberus gefertigt, eingehüllt in russgeschwärzten Ketten, von denen einige beinahe obszön herunterhingen. Auch Hades trug eine Brustpanzerung, doch diente sie ihm eher als Prunk, denn als Schutz, bestand sie doch aus feinstem Ebenholz, mit den Stationen des Tartarus darauf eingraviert, und auch sein Waffenrock, Leder aus der Haut schändlicher Sterblicher, diente mehr als Zier, so wie der zierliche Gürtel aus Gold, seiner Gattin gewidmet. Seine Füsse steckten in leichten, kunstvoll verarbeiteten Lederstiefeln mit Fransen aus Menschenhaar daran, welche ihm bis zu den Knien reichten. Seine Handschuhe, die auch die Unterarme panzerten, waren wiederum aus gehärtetem Metall, jedes Fingerglied mit Stacheln bewehrt, die Unterarme mit den Höllenqualen seiner Feinde verziert und um die Handgelenke hing jeweils ein stilisierter, silberner Cerberuskopf. An den Handschuhen waren jeweils zwei Klingen befestigt, die sich auf der Höhe des Unterarms befanden. Bei jedem Wort glühten die furchteinflössenden Augen auf, als Hades sich an Ares wandte: „Gute gemacht. Nun kannst du gehen, deine Arbeit hier ist getan.“ Ares erhob sich noch ein wenig schwankend, doch mit unverhohlener Wut in den Augen und ebenso verzerrtem Gesicht, die Hand fest um seinen Schwertknauf gelegt und brüllte seine Empörung heraus: „Er ist mein! Ich habe ihn besiegt! Lass mich mit ihm abrechnen, dann sehen wir, ob noch genug übrig ist, um ihn in den Hades zu schicken!“ „Überspanne den Bogen nicht!“, grollte der Gott des Todes, seine Erscheinung wurde finstere, „Dein Vater mag übersehen haben, dass du deinen Bruder in den Tod geschickt hast, aber ich nicht!“ Ares blinzelte ertappt und wich dem Blick seines Onkels kurz aus, doch dann fixierte er ihn wieder mit festem Blick und die beiden fuhren ihren Disput fort, während Daxicus sich masslos darüber ärgerte, dass sie ihn wie Vieh behandelten. Der Schock über Hades Auftauchen hatte sich vor der aufziehenden Zornesfront verzogen, die Hochöfen grausamen Hasses und Wut initiierten ihre destruktive Arbeit, worauf Finsternis freudig erregt reagierte und, von den verstrittenen Göttern unbemerkt, begann den Körper ihres Besitzers zu heilen. Doch Daxicus verharrte regungslos, wäre er doch zu schnell ein Opfer seiner Feinde geworden, wenn er ungestüm und kopflos vorgegangen wäre, und so wartete er wie ein Skorpion ab, um gnadenlos zuzustechen, wenn sich ihm die Möglichkeit bot. Sie kam, als Hades wutentbrannt auf den jungen leichtsinnigen Ares einsprach und ihm die Wichtigkeit von Hierarchien aufzeigte, denn in diesem Augenblick, war er vollkommen auf den Kriegsgott fokussiert. Blitzschnell zog Daxicus nach oben, warf Tod auf die Stelle zwischen Hades’ Brustpanzerung und Helm und schlitzte ihm gleichzeitig den Unterarm der Hand auf, welche seinen Fuss gepackt hatte. Der überraschte Gott heulte vor Schmerzen auf, liess den Sterblichen los und versuchte, die todbringende Klinge in seinem Hals heraus zu ziehen, doch deren Besitzer, welcher sich nun erfrischt auf seinen eigenen beiden Füssen am Boden befand, riss Tod durch die Ketten zur Seite und schlitzte Hades so die Kehle auf. Er wirbelte herum, die gesamte Macht der Urgewalt in seinem Körper vereinigt, die Augen vor grausamen Irrsinn weit aufgerissen, der Mund zu einem menschenverachtenden Grinsen verzogen, und fing den schwächlichen Angriff des Kriegsgottes beinahe spielerisch mit einer Hand ab. Innerhalb eines Wimpernschlags durchtrennte Daxicus Haut, Sehnen und Knochen der Schwerthand mit Tods Klinge und machte Ares so zu einem einhändigen Krüppel, worauf er ihm den Ellbogen brutal in die Kehle rammte. Spuckend und Husten versuchte der Gott aus der Reichweite des zerstörerischen Schlächters zu kommen, doch gnadenlos zog dieser ihn wieder heran, trieb ihm Tod mehrere Male in die Brust und liess ihn seine Faust schmecken. Wieder riss Daxicus den verzweifelt fliehenden Kriegsgott mittels der klirrenden Ketten zu sich heran, hob blitzschnell die Hand, welche das finstere Schwert des Ares umklammert hielt und rammte es seinem ehemaligen Besitzer und den weit aufgerissenen Mund. Er lachte irr, als er den torkelnden Ares sah, der wirkte, als ob er sich bei einem Versuch, sein Schwert zu schlucken, auf üble Weise vertan hatte.

Plötzlich packte etwas seine Schultern, liess den Krieger herumwirbeln und krachend verpasste ihm der wiedererstarkte Hades einen Haken, worauf Daxicus, ein wenig benommen von der Heftigkeit de Schlages, durch die Luft geschleudert wurde. Der Gott des Todes setzte sofort nach, packte Daxicus in der Luft an der Gurgel und drosch so gewaltig auf das Gesicht des Kriegers ein, dass er kurz das Bewusstsein verlor und wie ein Komet in eine Felswand raste, wobei er einen bröckelnden Krater hinterliess. Eine beruhigende Kühle entriss ihn den sanften Fängen der Bewusstlosigkeit und er wich um Haaresbreite einem weiteren Faustschlag des Herrschers der Unterwelt aus, worauf er ihm mit der Stirn wuchtig gegen den Helm schlug, was den Gott zurücktaumeln liess und Daxicus Zeit gab, sich aus seinem Krater zu befreien, in dem er sich von der Wand abstiess und Tod zwischen Hades Rippen rammte. In einer tödlichen Umarmung umschlungen, wobei der zornige Gott immer wieder auf Daxicus einschlug, fielen sie durch die Luft pfeifend zu Boden, wo sich beim markerschütternden Aufprall Tods alles zersetzende Klinge bis zum Schaft in Hades Körper rammte. Mit einem Siegesschrei zog er die Klinge heraus, langte nach Finsternis und wollte beide triumphierend in die Brust des Hades stossen, doch dieser schaffte es, seine Unterarme mit seinen Händen zu blockieren und rang nun mit der Scharlachroten Bestie. Es war ein Kräftemessen sondergleichen, Daxicus’ Fegefeuer des Zorns trieb seine Muskeln zum äussersten, verlangte ihnen mehr ab, als sie zu leisten bereit waren und so näherten sich die Klingenspitzen Millimeter um Millimeter der Brust seines schwer atmenden Gegners. Hades keuchte, mehr und mehr der grauen Schwaden drangen unter dem Helm hervor, die feuerroten Augen leuchteten immer stärker, fast verzweifelt, und dann berührten seine Hände die Ketten, welche Daxicus für ewig an seine Zeit im Tartarus erinnern sollten, und sie begannen sich wahnsinnig schnell zu erhitzen, bis sie leuchtend Orange glühten, als wären sie frisch aus der Schmiede gekommen. Der Krieger schreite gellend, der Gestank verbrannten Fleisches begann die Luft zu verpesten, der Druck auf den Gott schwand auf einen Schlag und dieser entriss seinem Feind die Kontrolle, in dem er in eine Kombination aus Schlag in den Magen und Kinnhaken verpasste. Daxicus liess gequält seine Schwerter los, rollte sich unbeholfen ab, wobei jede Berührung seiner Unterarme mit dem Boden neue Wellen des Schmerzes seinen Verstand überwältigen liessen, doch er biss die Zähne zusammen, erhob sich schwankend und schaffte es, den nächsten Hieb seines Gegners mit der offenen Rechten abzufangen. Er griff mit der linken nach Hades’ Arm, bekam aber nur den Cerberuskopf-Anhänger zu fassen, da ihm Hades den Arm entzog und einen schwungvollen Treffer an Daxicus’ Schläfe landete. Sterne blitzten vor dessen Gesicht auf, als er über den Boden schlitterte und krampfhaft versuchte, seinen Gegner wieder ins Visier zu nehmen. Seltsamerweise spürte er eine neue Präsenz, ähnlich der seines Schwertes Finsternis, die sich in seinen dröhnenden Schädel schlich, wobei sie versuchte, im Strudel seines niemals abschwächenden Zorns nach seiner Seele zu schnappen, doch brutal von den Flammen zerfetzt und ausgelöscht wurde. Ein elektrisierendes Gefühl ging von seiner linken Hand aus, die er staunend öffnete, denn der Cerberuskopf-Anhänger hatte sich mit einem Glied seiner Kette verbunden und der hundeähnliche Kopf schien erwartungsvoll zu glimmen. Daxicus blieb keine Zeit, dieses Phänomen näher zu untersuchen, denn ein weiteres Mal schoss der Gott der Unterwelt auf ihn zu, hob ihn an seinem Schädel hoch und schrie entsetzt auf, als Daxicus seinen Magenschwinger mit der linken Hand abfing und dabei finstere, nachtblaue Funken zischend zu sprühen begannen. „Nein, mein Caestus“, keuchte Hades und Daxicus war so, als könne er Angst in dessen Stimme hören, was ihm besondere Genugtuung gab und ein Anflug von Überheblichkeit in ihm aufstieg, dessen Kraft sich sogleich bündelte und von einer, dem Krieger völlig unbekannten, Macht angezapft wurde. Die Ketten begannen, sich schrill quietschend um den Unterarm zu drehen, verflüssigten sich ohne heiss zu werden unter den verblüfften Blicken des Schlächters von Theben und plötzlich bildete sich ein metallen schimmernder Caestus um seine linke Hand, wuchs rankenartig an seinem Unterarm entlang, wo sich dann eine bedrohliche Form abzuzeichnen begann. Innerhalb einiger Sekunden war der Kopf des Cerberus an Daxicus linkem Unterarm erschienen, der Oberkiefer lag eng am verlängerten Handrücken, dessen Zähne kreuzten sich mit denen des Unterkiefers, der sich auf der anderen Seite es Unterarmes befand. Die spitzen Ohren waren angelegt, die unheilvoll blutrot schimmernden Augen erinnerten an Smaragde, die Zähne an Elfenbein, doch sonst glich der gesamte Cerberuskopf dem Rest des Caestus, nur einige Stellen waren wie abgeschabt und darunter kam eine schwarze, hautähnliche Struktur zum Vorschein. Daxicus fackelte nicht lange, denn er spürte eine immense, rohe Kraft, die in seinem linken Arm schlummerte und nutzte diese neue Ausrüstung, auch wenn ihm noch schleierhaft war, woher sie kam. Er drückte Hades Faust zusammen, bis dieser sie gepeinigt zurückzog, worauf Daxicus ihm die linke Faust, normalerweise nicht sein Favorit, in den Magen grub. Überrascht stellte er fest, dass sich seiner gepanzerten Faust fast keinen nennenswerten Widerstand bot, als wäre Hades eine Strohpuppe und der Krieger grinste diabolisch, als er den schmerzvollen Ausdruck im Gesicht des Gottes der Unterwelt erblickte, der sich nach dem Schwinger krümmte und Blut spuckte. „Nettes kleines Spielzeug“, feixte die Scharlachrote Bestie und drehte dabei den Caestus bewundernd hin und her, packte dann jedoch den Kopf seines Gegners mit der rechten Hand und verpasste ihm einen zweiten Schlag in den Magen. Noch nie hatte er sich so mächtig gefühlt, so berauscht vom Adrenalin und dem überwältigenden Gefühl der Überlegenheit gegenüber einem Gott, und er wusste, dass er sich nun an den Göttern des Olymp für ihren feigen Verrat rächen konnte, ohne die Büchse der Pandora anwenden zu müssen. Er drehte den sich windenden Hades mit der Fussspitze herum, entriss ihm auch den zweiten, seiner wertvollen Cerberuskopf-Anhänger und befestigte in an den Ketten seines rechten Armes, wo sich sogleich das Selbe abspielte, wie zuvor. Er hob seine beiden Schwerter hoch, deren lautstarken Protest in Fäustlingen der Götter geführt zu werden, ihn ein wenig erstaunte, doch er brachte sie einfach in die Nähe seines Rückens, wo sie sich beruhigt fest machten. Anscheinend, so folgerte er, vertragen sich die Handschuhe des Hades nicht mit meinen Schwertern, vielleicht, weil diese meinen Hass auf die Götter absorbiert und sich mir angepasst haben. Er runzelte die Stirn über solchen Individualismus von Schwertern, doch dann spürte er einen Luftzug und sah eine verschwimmende Bewegung aus den Augenwinkeln, was ihn seine Arme hochreissen liess. Normalerweise wären diese durch einen so gewaltigen Hieb nun durchschnitten worden, denn Ares hatte die gesamte Kraft, welche sein linker Arm aufbringen konnte, in diesen Schwung gelegt, doch durch den Schutz der göttlichen Armschützer, fühlte es sich für Daxicus nur wie ein dumpfer Schlag mit einer Keule an, welcher ihn einige Meter nach hinten fliegen und sich in der Luft überschlagen liess. „Du feiger Götterbastard, warum stirbst du nicht endlich!“, knurrte er, jagte auf den verwundeten Ares zu, liess dessen Klinge an seinem linken Caestus abgleiten und donnerte ihm mit dem Rechten einen Schlag ins Gesicht, den Ares sofort zu Boden gehen liess. Die Scharlachrote Bestie betrachtete die beiden erbärmlichen Götter, deren Unsterblichkeit ihnen nun mehr zur Qual, als zum Vorteil wurde, und sein Herz fühlte grimmige Genugtuung, doch noch kein Ende des Rachedurstes, denn dieser konnte nur mit göttlichem Blut oder vielleicht auch gar nicht mehr gestillt werden, war der Krieger doch schon beinahe zu lange auf dem destruktiven, selbstzerrstörerischen Pfad der Blutrache gewandelt. Er stapfte zum bewusstlosen Kriegsgott, ergriff dessen Schwert und fuhr dann herum, denn Hades hatte sich wieder gefasst und erhoben. „Dann lösche ich dich als ersten aus“, sprach der Krieger hasserfüllt, näherte sich dem Gott, dessen verzweifelte Angriffe viel zu durchschaubar waren, wich einem geraden Schlag aus und trennte mit einem erbarmungslosen Hieb den Arm vom Körper ab. Hades heulte auf, graue Schwaden dampften aus seinem Helm, die Augen strahlten nun bösartig und er versuchte seinen Feind zu packen, doch auch hier entging Daxicus seinem Gegner und ein weiterer Schnitt liess den Gott der Unterwelt ohne Arme auf die Knie sinken, wo ihm der Krieger die tiefschwarze Klinge in die rechte Brust rammte. Hades gab einen erstickten Laut von sich und kippte dann langsam zur Seite, wo ihn Daxicus an den Hörnern seines Helms packte, hochhob und ihn mit einem finsteren Blick voller über Jahre angeschwemmten Zorn anstarrte. „Ihr habt mich zu lange gequält, zu lange gewartet, bis ihr mich vernichten wolltet! Nun erkennt, was ihr über euch gebracht habt: Tod und Zerstörung, Leid und Grausamkeit! So wie ihr mein Heim zerstört habt, so werde ich eures dem Erdboden gleich machen!“ Er brüllte diese Worte, schleuderte sie nicht nur Hades, sondern allen Göttern des Olymp entgegen. Sie waren Versprechen und Drohung, Anklage und Richterspruch zugleich, und obwohl seine gesamte Existenz darauf brannte, jedem Olympier den Kopf abzureissen, war sich ein kleiner Teil nicht sicher, ob es doch einen anderen Weg gab, einen Weg ohne ewiges Kämpfen, Morden und Zerstören, einen Weg der ihn mit dem Mädchen zusammenbrachte, dass er liebte, doch der jahrzehntelange Schmerz verlangte in diesem Augenblick so übermächtig nach Vergeltung, dass dieses kleine Stimmchen der Vernunft und offenen Denkens, ohne zu zögern von den Fluten des Zorns verschlungen wurde. Daxicus hob seinen rechten Arm, zielte auf die linke Brust seines Opfers, um ihm das Herz herauszureissen, denn mit Hilfe einer göttlichen Waffe war es ihm nun möglich, jeden Olympier zu stürzen und dem gesamten Pack den Gar auszumachen.

„Vater?“ Die glockenhelle Stimme durchbrach den rauhen und dicken Panzer aus Wut und Hass, der die Scharlachrote Bestie zu dem machte, was sie war, liess den Feuersturm aus Zorn verrauchen und stürzte sie in ein Meer aus Schuld und Verzweiflung. Daxicus liess den zerschundenen Körper seines Feindes los, der mit einem dumpfen Aufprall zu Boden ging, und drehte sich, voller freudiger Erwartung und tiefreichender Angst zur Quelle der Stimme, die ihn Vater genannt hatte, die er überall erkennen würde, der er sein gesamtes Leben gewidmet hatte, seine Seele. Er erblickte seine geliebte Anima, das Gesicht immer noch gleich voller jugendlichem Übermut und doch schöner, als er es in Erinnerung hatte, das mädchenhafte, weisse Kleid liess sie von innen erstrahlen und ihre Augen versprachen dem müden, vernarbten Kriegerherz selige Ruhe und vor allem tiefen Frieden. „A.A..Anima?“, stammelte er, seine Haltung grundlegend verändert, wie ein Junge, dessen Kuscheldecke nach tagelanger Suche wieder aufgetaucht war, und er machte vorsichtig einige Schritte auf das Mädchen zu , immer in der Angst, dass sie einfach verschwand. Sie stand in den Trümmern des Landhauses, wie ein junger Spross in den verbrannten Überresten eines Waldes, die Augen glänzten vor Freude, ihre Mundwinkel zu einem glückseligen Lächeln erhoben. „Vater, endlich bist du zurück! Mutter und ich warten schon ewig auf deine Ankunft, du musst mir alles erzählen was du erlebt hast, von all den Schlachten und Kämpfen berichten“, begann das Mädchen zu plappern und eine innere Zufriedenheit und Ruhe trat in den rastlosen Blick des Schlächters von Theben, der nun seinerseits zu lächeln begann. Plötzlich erstarrte er, blankes Entsetzen und panische Angst ergriffen wie eisige Klauen sein Herz, denn der Göttervater selbst tauchte urplötzlich hinter Anima auf, eine Schwertklinge an ihre Kehle haltend, den Blick aber auf Daxicus gerichtet. Dahingefegt waren Ruhe und innerer Frieden, kochender Zorn stiegen in ihm auf, seine Augen brannten vor Mordeslust, die Fäuste waren bereit, sich unbarmherzig in Zeus’ Gesicht zu rammen, doch hilflos verharrte er an Ort und Stelle, Verzweiflung gesellte sich zur Hitze dazu, gefolgt von überwältigender Sorge und Angst um die Gesundheit seiner Anima. „Es wäre nur gerecht, deine Tochter für immer auszulöschen, da du mir meinen Sohn genommen hast“, grollte Zeus, seine schneeweissen Augen blitzten rachsüchtig, und er brachte die Klinge noch näher an die Lebensader des stumm bleibenden Mädchens. „Tu es und im nächsten Augenblick wirst du ebenso zugrunde gehen, wie dein Sohn Apollo, dein Bruder oder Ares!“, knurrte Daxicus. „Das ist der Grund weshalb ich mich zurück halte“, erklärte Zeus, entliess das Mädchen aus der Gefahr, aber nicht aus seinem Griff, „denn es würde nur dazu führen, dass mein Stammbaum weiter ausgelöscht wird.“ Er seufzte und Daxicus runzelte verständnislos die Stirn, denn dem Göttervater bot sich die einmalige Gelegenheit die Tochter des Kriegers ein für alle mal auszulöschen und das gleiche dann an ihm durchzuführen, doch anscheinend war dem nicht so. „Hör mir zu“, fuhr Zeus fort und die Scharlachrote Bestie, immer noch ein wenig besorgt, dass seine Tochter zu Schaden kommen könnte, hörte ihm zu, „dir zu vergeben liegt nicht in meiner Macht, doch ich kann das Problem aus dem Weg schaffen, ohne dich töten zu müssen. Du entscheidest. Möchtest du den Rest deines Lebens mit deiner Tochter verbringen?“ Daxicus’ Welt brach zusammen, er starrte nur ungläubig, während sein Verstand versuchte, den Ozean widersprüchlicher und sich gegenseitig bekämpfender Gefühle zu ordnen, denn ein Teil wollte mit Anima zusammen sein, um jeden Preis, ein anderer vertrat den Standpunkt, dass seiner Rache an den Göttern so nicht genüge getan würde, und ein weiterer warf ein, dass die Liebe zu Medamie nicht einfach so verdrängt werden dürfe. All die angesammelte Wut, der Selbsthass, die Schuldgefühle, die Verzweiflung und die aufkeimende Liebe, sie alle rangen um die Vorherrschaft, doch dann obsiegte die Hoffnung, dass der Tochtermörder seine Sühne nur bekam, wenn seine Tochter ihm verzieh, und dafür musste er mit ihr zusammen sein, ihr die Tage zurückgeben, die er gewaltsam genommen hatte. Daxicus nickte, ein Kloss hatte sich in seinem Hals gebildet, denn die Aussicht, sein restliches Leben mit seiner Tochter zu verbringen, machte ihn nervös und verursachte gleichzeitig ein wohliges Gefühl in seinem Magen, welches ihn an überschäumende Freude erinnerte. „Du wirst aber nur mit ihr zusammen sein, deine Frau kann ich dir nicht zurückgeben, nur deine Tochter und noch werden sie oder du älter werden.“, erläuterte Zeus, wobei sein Blick unnachgiebig auf dem Sterblichen lag, dessen Hand einen seiner Söhne ganz und den anderen fast getötet hätte. „Wird sie sich erinnern?“, fragte Daxicus heiser, er spürte Tränen des Glücks in ihm aufsteigen, vorbei waren die Zeiten der Einsamkeit und der Rachegelüste, doch obschon all sein Streben mit seiner Zeit bei Anima ein Ende finden würde, verspürte Daxicus doch einen Stich in seinem Herzen und Medamies liebliches Lächeln erschien vor ihm. „Sie wird keinerlei Erinnerung haben, sondern denken, du seiest in einer Schlacht gewesen und nun zurückgekehrt. Bist du also gewillt, alles irdische loszulassen und dich mit Anima auf eurem Landsitz bis ans Ende deiner Tage aufzuhalten?“ Wieder spürte der Krieger diesen Stich in seinem Herzen, doch die Sehnsucht nach seiner Tochter überwog alle Bedenken und doch hakte er noch einmal ein wenig argwöhnisch nach, schliesslich hatten die Olymper ihn schon einige Male hinters Licht geführt: „Werde ich bei Anima in den eulysischen Feldern weilen?“ Zeus reagierte zuerst nicht, starrte den Sterblichen nur an, dann nickte er bedächtig und Daxicus stimmte dem Handel zu. „So soll es sein“, donnerte die Stimme des Göttervaters, die Wolken zogen sich zusammen, verdichteten sich und plötzlich spürte Daxicus, wie er immer müder und die Glieder schwerer wurden, die Umgebung verschwamm, sein Körper verliess die Kraft und etwas Weiches, Seidenartiges berührte seine Haut und legte sich über den einschlafenden Krieger.

„Er wird ewig weiterschlafen?“, erkundigte sich Zeus bei Hypnos, der grimmig nickte und auf den zugedeckten Körper der Scharlachroten Bestie blickte. „Die Decke meines Sohnes Morpheus wird ihm die Träume verschaffen, die du ihm versprochen hast, ihm aber keinerlei Einlass in die eulysischen Felder gewähren“, erläuterte der Gott des Schlafes und Zeus zorniger Blick richtete sich auf seinen erbittersten Feind, der nun zu seinen Füssen schlief. „Wieso tötest du ihn nicht?“, beschwerte sich Ares, dessen Körper langsam wieder seinem alten Selbst glich, doch immer noch Kampfspuren trug. Hynos kam dem Göttervater mit seiner Erklärung zuvor: „Die Decke lässt ihn schlafen, doch er nimmt seine Umgebung immer noch wahr, wenn auch unbewusst. Wenn du versuchst ihn zu töten, wird er erwachen und merken, dass wir ihn erneut hintergangen haben. Dann können wir seinen Zorn nie wieder besänftigen, nicht einmal, wenn wir mit der Auslöschung seiner gesamten Familie drohen.“ Zeus nickte nur bestätigend und blickte nachdenklich gen Himmel. Sie waren den Schlächter von Theben endlich los, doch der Preis, den sie dafür hatten zahlen müssen, war zu hoch gewesen und hätte sich erheblich verringern lassen, wenn sie nicht so dermassen arrogant gewesen wären. „Was wird aus ihm?“, hakte Ares nach, dessen leidenschaftliche Art nicht mit der Tatsache zurecht kam, dass er keine Hand an den Mörder seines Sohnes legen konnte. „Wir werden seinen Körper in einem unterirdischen Gewölbe, von zahlreichen Fallen und Soldaten bewacht, lagern, wo ihn niemand stört und er uns nicht mehr gefährlich werden kann. Jeder Olympier wird seinen Teil zu diesem Gewölbe beitragen und keiner wird irgendeiner sterblichen Seele von seinem Aufenthaltsort erzählen. Auch im Olymp wird niemand mehr von ihm sprechen, er wird vergessen werden, gestrichen aus den Geschichtsbüchern der Welt, wenn genug Zeit vorbeigegangen ist“, erwiderte Zeus und seine Augen wurden dabei hart und entschlossen. Ares nickte befürwortend und gemeinsam mit seinem Vater, half er Hades auf und sie kehrten in den Olymp zurück. Nur einige Momente später verschwand auch Daxicus’ Körper, getragen vom geflügelten Hermes, der das gesamte Erdreich um die Bestie mit sich führte, damit diese nicht doch erwachte.
Doch eine unsterbliche Seele erfuhr vom Schicksal des mächtigsten Kriegers seiner Zeit und diese hegte noch immer einen Groll gegen Zeus und seinen Stammbaum für eine Tat, die schon Äonen zurück lag. Eine Mutter vergisst jedoch nie und so schmiedete sie Pläne, um für die Rückkehr des göttertötenden Schlächters von Theben zu sorgen, damit sie selbst ihre Rache erhielt.

_________________
Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
- Douglas Adams

http://schnappzcountdown.jimdo.com/


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker