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 Betreff des Beitrags: Unterwelt: Daxicus VS Schattenprinz
#1BeitragVerfasst: 20. Mai 2009, 15:31 
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[Aus vergangenen Tagen...]

Schwarzer Dunst, schwefeliger Geruch, Tod, Qualen - unendliche Qualen. Worte die das Reich des Bösen gut beschreiben würden. War es aber tatsächlich das Reich des Bösen? Wenn jene, die Unrecht getan haben, hier bestraft würden, müsste es doch ein Ort der Gerechtigkeit sein. Aber es kann so einsam sein in des Todes Kammer ...
Fragen die sich der Schattenprinz schon einige male stellte, seitdem er vom Reich der Lebenden hier hinab gestiegen war. Auf welche Art und Weise war sein Leben im Reich über der Hölle verblasst? Eine Frage, die sicherlich jedem hier unten auf der Zunge lag
Aber dieser jener lebte noch und war trotzdem hier. Was sollte das? Ein sterblicher mischt sich in die Angelegenheiten der Hölle ein? Nein, sterblich war dieser Eindringling sicher nicht. Aber was war er? Ein Teufel? Ein Befehlshaber der Hölle? Wohl kaum. Er war kein Herrscher dieses Reiches, kein Teufel oder Dämon. Seine Gedanken waren aber vielleicht teuflischer als die eines jeden Teufels.
Aber was war er nun? Sein Körper schien der eines Menschen zu sein. Aber seine angespitzten Ohren verrieten, das er wohl ein Elf oder so etwas war. Aber jene, die Auren lesen und in die Seelen der Wesen blicken konnten, würden erkennen das er weder Mensch noch Elf war.
Sie würden erkennen, das sein wahres Wesen undefinierbar war. Sie würden Angst sehen, Hass, Trauer und eine unendlich tiefe Schwärze. Was war hinter der Schwärze? Seine Seele? Oder WAR diese schwärze etwas seine Seele? Todesmut muss man haben, wenn man weiter forschen würde, tiefer hineindringen in die Seele, in das innerste Ich des Schattenprinzen wollte. Man würde qualvoll versinken in der wahnsinnigen Macht die sich einem im dunkelsten seiner Seele offenbaren würde.

Aber was machte jenes unbekannte Wesen nun hier? War es verlangen nach mehr Macht? Mehr Stärke in der Welt der Lebenden? Nur die Befehlshaber dieses Reiches würden es erfahren können. Denn nach genaue diesen suchte er, der Schattenprinz. Umgeben von Flammen, armen Seelen, dessen Qualen kein Ende nahm, wanderte er durch die Hölle. Die mattgrauen, furchtlosen Augen, durchwanderten die Höhlen und Räume. Geduldig, wie ein alter Felsen in der Brandung, betrachtete er jedes Detail. Er zeigte sich wenig beeindruckt von diesem Ort und von den Dingen, die sich hier abspielten. Reglos starrte er einem Opfer der Folterer in die Augen. In seinen Augen sah man keinen Deut Mitleid. Warum auch? Es hatte sicherlich einen Grund, warum man hier landete.

Verflucht seien die Götter!!
Daxicus stürzte. Die Luft um ihn herum schnitt ihn, hinterliess heisse Streifen auf seinem Körper, verbrannte sein Fleisch, liess sein Blut kochen, doch das interessierte ihn nicht. Sein Verstand wurde von seiner Wut überflutet, sie frass ihn auf, schürte seinen Hass gegen die Götter, die ihn so hinterlistig Verraten und ihm einen ehrernhaften Tod verwehrt hatten. Statt ihn einer Schlacht epischen Ausmasses von zigtausend Schwertern durchbohrt zu werden, hatten sie ihm alle Kraft geraubt und ihn von einem schwächlichen Jüngling mit einem Speer durchbohren lassen. Nun fiel er in den Tartarus und während er die oberen Sphären wie eine Kugel durchschlug, wuchs in Daxicus der Wunsch nach Rache noch weiter, er machte ihn zu seinem einzigen Lebensinhalt.
Langsam konnte er die Ebenen des Tartarus erkennen und Daxicus machte sich auf den Aufprall bereit. Er zog Finsternis und Tod, seine beiden Schwerter, spannte seine Muskeln an und liess seinen Blick über die Ebene schweifen. Er sah die Seelen die gefoltert wurden, die freudig erregten Foltermeister, Dämonen, Nachtschatten, Henker und dann diesen einen Menschen, der ganz in schwarz gehüllt war. Daxicus drehte sich in der Luft um ihn besser betrachten zu können und ihm fiel auf, dass er nicht gebunden, nicht geknechtet und auch kein Dämon war. Er dachte darüber nach, ob er ihn als Feind oder als lästig abtun sollte, doch ein Erschütterung, wie wenn Fels auf Fels stürzt, liess ihn herumfahren. Unter ihm erhob sich ein Schlangenähnliches Wesen, doch seine Schuppen waren marmorfarben und sein Kopf glich dem eines Ebers. Daxicus grinste. Ein Gegner wie er ihn mochte: überdimensional gross, schwerfällig und unglaublich stark. Daxicus bemerkte, dass er das Ungetüm verfehlen würde und richtete sich deshalb so aus, dass er nur ganz knapp vorbeischrammen würde. Nun wartete er ab, schwang Finsternis und rammte sie in den Leib der Eberschlange. Ein Zischen, wie wenn Danpf austritt, folgte ihm und dann machte sich Daxicus auf den Weg zum Eberkopf, indem er seine Schwerter als Pickel benutzte. Von hier aus konnte er den Menschen in der schwarzen Kluft auch sehen, doch er streifte ihn nur flüchtig mit seinem Blick, denn die Eberschlange bewegte sich.

Daxicus kam nur schwer voran, der Windzug riss ihn beinahe vom Schlangenleib und nun bemerkte er, wohin die Eberschlange unterwegs war; direkt auf den schwarzen Menschen zu. "Na dann, lass mal sehen wie du diesem Ding ausweichen willst", knurrte Daxicus,mehr zu sich selbst als zur schwarzen Gestalt.

Der Blick folgte ruhig der wilden Begebenheit. Zum ersten mal, in der kurzen Zeit, in der er an diesem Ort war, sah der Schattenprinz einen, der sich gegen die Dämonen in der Hölle erhob. Will er sein Schicksal nicht annehmen? Der Schattenprinz blieb stehen und studierte die Kampfbewegungen des Gefallenen. Sich furchtlos wie der Dämon selbst gegen eine Kreatur mit solcher Größenordnung zu duellieren würde sicherlich von manch einen Heldenhaft genannt werden. Doch das war es nicht, was die Aufmerksamkeit des Schattenprinzen auf ihn zog. Es war der feste Wille nicht aufzugeben, selbst nicht als Toter in den tiefsten Tiefen der Unterwelt. Doch dann verpuffte seine Position als Beobachter und er war plötzlich mittendrin. Das Ungetüm machte kehrt und wütete direkt auf den Schattenprinzen zu. Was hatte er vor? Noch bevor er seinen ersten Gegner erledigt hatte wollte er schon den zweiten in Form des Schattenprinzen? Ein turmhoher Sprung ließ ihn ohne Umwege vor dem Gefallenen aufkommen. Er hielt sich nicht an dem Ungetüm fest. Wie ein Geist stand er auf dem Tier und immer, wenn es umher schlängelte reichte nur eine kleine Gewichtsverlagerung um die Balance zu halten. Der Schattenprinz kümmerte sich nicht um den Dämon sondern schaute mit blanker Gleichgültigkeit auf den Gefallenen nieder. Im Krach, den die Eberschlange verursachte, sank er auf die Knie und kam dem toten gefährlich Nahe. Doch er würde merken das in seiner Haltung keinerlei Aggression lag. Er fing an zu flüstern: “Ersehnst du meinen Zorn oder meine Unterstützung?” Seine Stimme klang fremdartig, sie war Zart und Kalt gleichermaßen.

Das Ungetüm unter Daxicus wandt sich immer heftiger, da sich nun zwei ungebetene Gäste auf ihm befanden und Daxicus rechnete damit, dass sich die Eberschlange gleich um ihre eigene Achse drehen würde. Die Gestalt, die vor Daxicus kniete, er wusste nicht genau was für eine Art von Wesen es war, forderte ihn, den grössten Krieger seiner Zeit, der mehr Monster und Ungeheuer erschlagen hatte als jeder andere, ob er den Zorn oder die Unterstützung der Gestalt wolle. Er geriet noch mehr in Rage über diese Unverfrorenheit, selbst wenn der Schwarzgekleidete etwas unglaubliches düsteres hatte, schwärzer als die Seele des Hades selbst, so schien es jedenfalls. Doch bei Daxicus rief das keine Furcht hervor, sondern eher mehr Kampfeswillen, mehr Zorn, den Drang diesen hochnäsigen Kerl zu zeigen, wie es sich für einen Krieger gehörte zu kämpfen. Nur schon seine Art auf dem Monster zu stehen, ungerührt, gelassen, fast verächtlich, so etwas nahm er als Beleidigung auf, als Hohn und selbst wenn er beeindruckend hoch springen konnte, das konnten Frösche auch. Selbst die Kleidung wies keine Flicken, Nähte, Ausbesserungen odere andere Zeichen für eine Beteiligung an einem Kampf auf. "Ich bin Daxicus! Entweder du stehst mir im Weg oder du lässt mich durch!", brüllte er, schob den Fremden beiseite und arbeitete sich weiter auf den Kopf des Wesens zu.

Die Schuppen der Eberschlange rissen seine Unterarme auf und die schwefelhaltige Luft brannte in seinen Lungen, doch er kletterte weiter, es erinnerte ihn an seinen Kampf gegen die stinkende, hunderköpfige Hydra, nur das das jetzige Ungeheuer weniger Zähne besass und nicht versuchte, ihn ständig zwischen den Kiefern zu zermalen. Als Daxicus zur der Stirn des Monsters gelangt war, rann ihm der Schweiss über die Stirn und seine Muskeln schrien auf, doch die Schreie wurden niedergewalzt vom Siegeswunsch und dem Zorn, den er selbst anfachte, in dem er an die verlogenen Götter dachte, deren Schuld es war, dass er sich nun hier befand. Der Zorn gab ihm mehr Kraft, er riss seine Schwerter aus dem sich immer noch weiterbewegenden Körper und sprang. Er liess sich auf eines der etwa sechs Augen des Eberschlange fallen, drückte die Augenlider mit seinen Füssen auseinander und bohrte mit einem lauten Kampfschrei Tod in das Auge der Bestie. Die Eberschlange kreischte wild, was Daxicus veralasste in seinem rasenden Zorn weiter auf das Auge einzustechen, bis er eigentlich nur noch auf Matsch einschlug. Nun bohrte er Tod ein weiteres Mal in die unförmige Masse aus Blut, Augengelée und Hornhaut und rammte ihn mit seinem Fuss so weit in den Kopf des Ungetüms hinein, dass er nicht mehr zu sehen war. Sofort entfaltete Tod seine zerstörerische Wirkung und zerfrass das umliegende Gewebe, während die Eber schlange anfing wie wild zu zucken und Todesschreie von sich gab. Daxicus hielt sich dabei an Finsternis fest, die er zwischen zwei Augen gerammt hatte und ihm so als eine Art Haltestange diente. "HADES UND ALLE SEINE BEWOHNER HÖRT IHR MICH??!! JEDER DER SICH ZWISCHEN MICH UND MEINE RACHE STELLT WIRD EBENSO VERNICHTET WIE DIESES UNGEHEUER!!", schrie er in die brennenden Ebenen des Hades hinaus, gleichzeitig schlug der Schwanz der Eberschlange noch ein paar mal aus, doch dann wurde sie immer ruhiger, bis sie neben einem Schwefelsee verendete. Daxicus zog mit einem Ruck Finsternis aus dem Schädel des Ungeheuers, steckte seinen Kopf in das aufgeschlitzte Auge, versank mit seinem ganzen Oberkörper darin und eignete sich dann mit einem schleimigen Plopp Tod wieder an.
Er liess sich vom leblosen Körper der Bestie mit dem Eberkopf fallen und begann sich mich Finsternis zu heilen, wobei rote Nebelschwaden aus der Klinge um seinen zerschundenen und zerkratzten Körper schwebten, um den bronzenen Brustpanzer und die beiden Tätowierungen, eine die hunderköpfige Hydra, die andere die weisse Friedenstaube von einem Stahlspitzenpfeil durchbohrt zeigend, ihn fast wie eine Geliebte liebkosten und sich dann wieder zurückzogen.

"Fremder!", rief Daxicus, zog seinen ebenfalls bronzenen Helm mit dem T-förmigen Visier aus, befestigte ihn dann an seinem Gürtel und seine Schwerter an seinem Rücken und fuhr dann fort: "Wie du siehst, kann ich selber auf mich aufpassen und ausserdem, wer bist du eigentlich, dass du denkst ich würde deinen Zorn fürchten? Daxicus fürchtet sich vor niemandem, nicht einmal vor den Göttern des Olymp und egal was sie mir in den Weg stellen, ich werde es gnadenlos niedermachen. Solltest du von den Göttern geschickt worden sein, so bedaure ich dich jetzt schon."

Der Schattenprinz sprang prompt wieder ab als er so unwirsch beiseite geschoben wurde. Er beobachtete wie Daxicus den Kampf beendete. Es war mit ein Anblick bei dem nur wenige ihren Blick hätten aufrecht halten können. Auch, wenn er seine Verachtung schon dadurch verdient hätte, das er es gewagt hatte, ihn anzufassen. Noch immer empfand er kein Hass für diesen Gefallenen. Sein furchterregender Kampfschrei und die Herausforderung an den Herren der Unterwelt erregten ihn, ein schreckliches und unwiderstehliches Fenster der Bosheit tat sich in ihm auf. Plötzlich überkam dem Schattenprinzen das Bedürfnis Eintritt in die Seele des Gefallenen zu finden und sein eigentliches Anliegen an diesem Ort vergaß er für einen Moment.


Lautlose Schritte ließen ihn immer näher auf Daxicus herankommen, er beobachtete aufmerksam wie er sich von seinen Kampfverletzungen heilte und musterte schließlich auch seine Tätowierungen. Diese Symbole waren ihm nicht bekannt, er war wohl aus einer ganz anderen Welt in die Unterwelt gestürzt. Schon wieder kniete die finstere Gestalt vor Daxicus nieder, doch auch wie beim ersten mal war das keine Geste der Unterwürfigkeit. Eine Hand hielt er auf dem Leib der Eberschlange. Sie war noch Warm und der Schattenprinz konnte spüren wie der letzte Hauch Leben aus ihr heraus strömte. Er schloss die Augen, öffnete sie aber sofort wieder als der Gefallene nach ihm rief. Sein Blick wanderte nach oben und auch, wenn die Gleichgültigkeit aus seinen Augen immer noch nicht verschwunden war, so schien es, das sie nun anders war. Er starrte ihn nun aus den Augen eines jungen Kindes an. Ein Kind, ohne jeden Vorurteils, mit brennender Neugierde. Doch mit Leichtigkeit könnte er noch sein unbewusstes Glück bei ihm verspielen. Ihn zu einem Kampf heraus fordern und sich damit seiner Abscheu sicher sein.

“Du bist ein mutiger Mann, Daxicus. Du fürchtest weder Tot noch Schmerzen. Aber dein Mut und dein Stolz soll dich nicht blenden.” Er ballte die Hand die auf der Schlange lag zu einer Faust. Ich kenne die Götter nicht von denen du redest. Mein Gott starb vor langer Zeit - gegenwärtig bin ich mein eigener Herr.”Einen Augenblick lang kniete er, schwieg, und senkte sein Haupt und murmelte unverständliche Worte. Er dachte nicht einmal daran seinen Namen zu nennen. Das machte er selten. Er hielt Namen für überflüssig.

Dann erhob sich der Schattenprinz und ging zwei weitere Schritte auf Daxicus zu. Sein Blick wanderte zu seiner Brust. Er wollte sein Herz erspähen, seine Seele, seine Gedanken. Und ohne dabei nur ein einziges Wort an Daxicus zu richten streckte er den Arm aus und wollte seine Hand auf die Brust des Gefallenen legen.

Daxicus beobachtete jede Bewegung des Fremden ganz genau. Er traute ihm nicht. Entweder war er seelenlos oder hatte seine Gefühle unter eiserner Kontrolle, denn Daxicus war noch keinem begegnet, der so gefühllos auf ein solches Spektakel reagiert hätte. Es erstaunte ihn und machte ihn zugleich wütend. Niemand, nicht einmal dieser Fremde in seiner schwarzen Kluft, würden ihn ignorieren. Selbst als sein Gegenüber das gefallene Ungetüm begutachtete, konnte man ihm kaum ansehen, was er dachte, was er fühlte. Daxicus runzelte zornig seine Stirn, als der schwarzgekleidete Mann ihn ansah, mit diesen Augen, wie die seiner geliebte Anima, Kinderaugen, unschuldig und rein. Daxicus wurde an seinen fatalen Fehler in seiner Vergangenheit erinnert, der rasende Zorn, die unstillbare Lust zu töten, der herzzerreissende, schrille Kinderschrei. Daxicus' Gedanken schweiften kurz ab, flogen zurück in der Zeit, zurück nach Theben: Die brennende Marktgasse, die aufgeschlitzten Gegner, der von Blut besudelte Körper, die kleinen Hände an seiner Brust, der immer schwächer werdende Puls, der anklagende Blick seines Weibs. Daxicus riss seine Gedanken in das Jetzt und Hier, klammerte sich wie ein Ertrinkender an die Gegenwart und nahm nun wahr, wie der Fremde mit ausgestreckter Hand auf ihn zu kam. Daxicus entfachte seinen Zorn, schürte ihn mit der Vergangenheit, wollte sie verbrennen im Feuer seiner Wut und plötzlich färbten sich die Ränder seiner Sicht rot, der Fremde wurde zum Sinnbild der Ungerechtigkeit.

Daxicus reagierte mit einer blitzschnelle und fliessenden Bewegung auf die nahende Hand des schwarzgekleideten Mannes. Er packte das Handgelenk des Fremden mit seiner rechten Hand, zog mit der rechten Tod von seinem Rücken und mit einer schnellen Drehung lag die Klinge am Hals des Fremden, die alles zerfressenden Rauchschwaden kamen gefährlich nahe an die Haut. "Was willstu Fremder?!", knurrte Daxicus grimmig, "willst du mir mein Herz entreissen? Das werde ich nicht kampflos zulassen und nach der Aufwärmrunde mit dieser überdimensionalen Blindschleiche brenne ich auf einen richtigen Kamp!" Daxicus liess das Handgelenk des Fremden los, erwog ihm die Kehle durchzuschneiden, liess es dann aber bleiben. Wenn dieser Mann schon sterben soll, dann in einem richtigen, schweisstreibenden Kampf, dachte sich Daxicus, entfernte sich mit drei Schritten, griff nach seinem Helm, setzte diesen auf und zog auch Finsternis. Nun da er in voller Montur war, erinnerte Daxicus an die Inkarnation eines Kriegsgottes, wilder, fast irrsinniger Zorn flackerte in seinen Augen und alle Muskeln waren angespannt. Irgendwo in seinem Hinterkopf flüsterte eine sanfte Stimme, es könne ja möglich sein, dass der Fremde kein Feind sei, doch das Inferno der Wut in Daxicus Kopf veschlang alles.

Der Schattenprinz regte sich nicht als er dem Stahl so nahe war. Seine Augen verformten sich zu Schlitzen. Augenscheinlich war er enttäuscht über seine Reaktion. Scheinbar hielt er den Atem an, doch Draxicus würde merken das er die ganze Zeit über nicht einmal geatmet hatte. Doch er nahm den Geruch der Schwaden trotzdem wahr. Während Draxicus darüber nachdachte ihn zu töten blickte der Schattenprinz unbeirrt auf die Seite, nur um nicht in die Augen seines Gegenüber zu sehen. Das würde blanken Hass auslösen, Hass, weil man ihn auslöschen wollte. Aber die Bestie die gleich in ihm aufwachen würde, machten jeden Versuch, Hass zu vermeiden, überflüssig.

~Sie wollen dich töten.~

Er hörte nicht auf die Worte, die Draxicus sagte während er dort drüben nach seinem Helm griff.

~Sie wollen dir deine Freiheit nehmen - dein Leben.~

Und während der Schattenprinz in den Augen des Gefallenen das Sinnbild der Ungerechtigkeit wurde, wurde der Gefallene das Sinnbild der Gefahr für den Schattenprinzen.

~All die Tage ... befreie deinen Zorn ... Töte ihn bevor er dich töten kann.~

Draxicus rüstete sich aus. Seine Muskeln zum Kampfe bereit.

~Er will dich töten, Link, töten ihn, bevor er dich töten kann~

Während sein Äußeres wie immerzu nichts verriet, tobte in ihm ständig der Kampf zweier Seelen. Doch es gab immer nur den gleichen Sieger.

~Töte ihn, Link~

“Nein ...” wisperte er vor Draxicus.

~Töte ihn ~

~Töte ihn, bevor er dich töten kann~

~TÖTE IHN!!!~

Die Unschuld war verblichen, nur grausamer Zorn war in seinen Augen zu erkennen. Dieser Zorn war ein anderer, als der in Draxicus Augen. Es war blanke, dennoch kontrollierte Wut auf die Totalität des Universums. Nun wo sein Zorn geweckt wurde, musste er jeden auslöschen der gegen ihn war. So auch Draxicus.
Der Schattenprinz hob seinen Arm und ließ einen Energieball entstehen. Die Magie, die aus diesem Ball bestand machte die ganze Existenz des Schattenprinzen aus. Körper, Geist und Seele. Die Magie hatte eine schwarze Farbe, umringt von vielen violetten Blitzen. Er ließ diesen Ball in seiner Hand ruhen, während er seinen Arm wieder sinken gelassen hatte. Langsam umkreiste er Draxicus, wartete auf seinen Angriff, und behielt seine Kampfbewegungen während des Kampfes mit der Eberschlange im Hinterkopf.

Die schwarze Kugel mit ihren violetten Blitzen verwirrten Daxicus für einen kurzen Augenblick. Er hatte gedacht, dass der Fremde in Schwarz wie ein richtiger Krieger kämpfen würde, doch er benutzte Magie, wie alle Feiglinge, die keinen Mumm besassen. Daxicus Zorn steigerte sich noch weiter, denn er verachtete Magieanwender, meistens hatten sie ihre Magie von den Göttern erhalte, wie die Satyrn, die Medusen, die Zentauren-Magier oder die Chimären. Doch Daxicus hatte sie alle besiegt, getötet oder vernichtet. Blut rauschte durch seine Adern, Adrenalin liess seine Kraft wachsen und dadurch aktivierte sich der Hunger der Finsternis nach Blut, dem Lebenssaft aller Lebewesen. Die Klinger von Finsternis begann schwach zu glühen, wie die Augen eines Wesens, dass kurz vor dem Verhungern war und ein Festmahl vor sich hatte.

Daxicus versuchte den Fremden, seine spärlichen Bewegungen und die magische Kugel einzuschätzen. Er duckte sich leicht, folgte seinem Gegner mit den Augen und lauerte auf seine Gelegenheit zum Angriff.

Daxicus umkreiste den Gegner, doch er hatte noch nie viel Geduld gehabt, nicht mit seinen Freunden, noch weniger mit seinen Verbündeten und am wenigsten mit seinen Feinden. Mit einem lauten Kampfschrei eröffnete er den Kampf indem er frontal auf den Schwarzgekleideten zurannte, die Klingen seiner beiden Schwerter vor sich gekreuzt, um das magische Geschoss abzuwehren.

Es war die Wahrheit. Diese große Macht, die in seiner Hand schimmerte, war einzig und allein das Geschenk seines Gottes. Er hielt es nicht mehr für notwendig Waffen aus Stahl zu benutzen. Wozu auch, wenn man sich seine Waffen aus seiner Magie formen konnte? Dieser Krieger hatte viele Magieanwender getötet, doch das Wesen das vor ihm stand war kein Anwender, es WAR Magie. Ein zeitloses Wesen, geformte Magie, fähig sein Bewusstsein beizubehalten. Sein Bewusstsein ... scheinbar das letzte Fragment seiner Vergangenheit als ein menschliches Wesen.

Es fing gleich an, eine seiner Klingen glühte. Wenig beeindruckt hielt er seine Pose ein, hielt die Kugel bereit und wartete, bis er dann anfing auf ihn los zu stürmen. Ungeduld war ein Fehler den man im Kampf möglichst vermeiden sollte. Auch, wenn dieses Schwert höchstwahrscheinlich keine Gefahr für ihn war, wollte er möglichst nicht mit der Klinge in Kontakt kommen.

Der Schattenprinz sprang in hohen Bogen über ihn hinweg, um noch bevor er auf dem Boden landete, die lechzende Energiekugel in sein Rückgrat zu schleudern. Er landete lautlos und ehe man sich versah war erschien eine neue Kugel in seiner Hand. Seine Magie besaß die Eigenschaft andere Wesen zu verzehren und absorbieren zu können. So sammelte sich mit immer mehreren Gegnern die Macht des Schattenprinzen

In seinem Kopf liefen alle Kämpfe ab, die er jemals ausgefochten hatte, die leichten, die blutigen, die zerstörerischen, die komplizierten, die voraussehbaren und die gegen Götter oder gottähnlichen Wesen. In all diesen Kämpfen, in all diesen Gefechten, immer hatte er entweder gesiegt, der Feind war geflüchtet oder kurz vor dem Ende von einem Freund gerettet worden. Am schlimmsten für Daxicus, waren Feinde die in der Defensive blieben oder wie ein verschrecktes Eichhörnchen vor jedem Streich davonliefen. Man musste sie jagen, einfangen oder in die Ecke treiben, wie gemeine Ratten und dann, dann zeigten sie ihr wahres Gesicht, winselnd und bettelnd ersuchten sie seine Gnade, doch Gnade zeigte Daxicus nicht, Gnade war für ihn ebenso ein Fremdwort wie Flucht, Ergeben oder Resignation. Es gab immer einen Ausweg, meistens wählte Daxicus denjenigen, der durch seine Feinde hindurch führte.

Als Daxicus bemerkte, dass der Fremde sich über ihm befand, gesprungen war wie ein verschrecktes Eichhörnchen, nahm er seine beiden Klingen herunter und wirbelte, mit den Füssen eine Staubwolke erzeugend, um seine eigene Achse. Er beobachtete, wie der Schwarzgekleidete eine der Magiekugeln nach ihm warf. Daxicus reagierte reflexartig. Er riss die Klingen wieder hoch und formte mit ihnen ein X, das er schützend vor sich hielt. War es Glück oder kriegerischer Instinkt? Die Klinge die von der magischen Kugel getroffen wurde, war Finsternis und sie hielt dem Geschoss stand, doch zu welchem Preis! Daxicus spürte förmlich, wie sie vor Schmerzen aufschrie, sich unter Qualen wandte, als die aufgezehrte Kraft die Finsternis innewohnte von der Magie der Kugel aufgesogen wurde. Daxicus erbebte für einige Herzschläge, erschüttert durch das, was geschah,dann riss sich dann aber zusammen und schleuderte die Kugel mit Finsternis zur Seite. "Du feiger Hund!", schrie Daxicus und starrte den Fremden mit vor Wut lodernden Augen an. Seine Vernunft erlosch unter den Wogen seines Zorns und dieser Zorn floss in seine Klinge. Sie begann zu glühen, dann schimmerte sie und plötzlich leuchtete sie rot auf. "Bete zu deinem Gott, denn nun kann nur noch er dich vor deiner Vernichtung erretten!", schleuderte Daxicus dem Schwarzgekleideten mit donnernder Stimme entgegen, dann bewegte er sich doppelt so schnell wie beim ersten Angriff auf den Fremden zu, diesesmal zeigten beide Klingenenden nach unten. Etwa zwei Meter vor dem Fremdling täuschte er mit Finsternis einen Streich von unten rechts nach oben links an, tauchte dann aber nach rechts, so dass er seitlich neben seinem Ziel stand und liess beide Klingen wie eine Schere auf der Höhe des Kopfes zuschnappen.

Auch wenn er seine Kugel abwehren konnte, der Preis dafür war wahrlich nicht gering. Er sah den Zorn, über diesen Verlust. Sah, wie Verstand von Zorn vertrieben wurde. Ein verwundetes Tier, dachte sich der Schattenprinz. Ein leises, verachtendes Schnauben entkam ihm. ~Beende es.~ Er leckte sich über die Lippen, die Kraft der Klinge fing an seinen Körper zu durchstreifen. Ausgezehrt, wurde diese Kraft schließlich zu seiner eigenen. Die Energie anderer Wesen aufzunehmen, um daraus dann schließlich seine eigene zu vergrößern.~Wieder ein wenig mehr ... gut gemacht.~ Der wahre Grund seiner Macht. “Du solltest deine Worte überdenken. Ist es nicht deine eigene Kleinmütigkeit, die dich nicht aufhören lässt zu kämpfen?” Seine ersten Worte während des Kampfes waren leise, wie alles was er sagte, und er wusste nicht ob er ihn hören konnte. Er war sich nicht mal sicher, ob er diese Worte an Daxicus richtete, oder zu sich selbst sprach.

Plötzlich, die Aufforderung seinen toten Gott anzubeten, und dann stürmte er schon in beachtlicher Geschwindigkeit auf ihn zu, nochmals frontal. Er richtete sich auf seinen Schwertstreich ein, doch da, eine Täuschung! Diese Täuschung habe ich vorhergesehen, dachte sich der Schattenprinz. ~Pass auf, du Narr, er ist zu schnell!~ Die Schnelligkeit unterschätzt, sprang er viel zu spät zurück. Die Klingen konnten zuschnappen, schlitzten ihm brutal die Kehle auf. Die Kugel in seiner Hand verrauchte, schwarzes, dickflüssiges Blut flog Daxicus entgegen. Die Hände des Schattenprinzen fuhren Instinktiv an den Hals, er wollte die Blutung stoppen, doch das war nicht nötig. Die klaffende Wunde schloss sich in wenigen Sekunden von selbst. ~Das wäre dein Tod gewesen. Willst du sterben?~ In geduckter Haltung, die Hände immer an den Hals gedrückt, schaute er zu Daxicus. Nein, er würde nicht ausrasten, die Beherrschung verlieren wäre ein Fehler in solchen Situationen. Sein Blick blieb mit Zorn gefüllt - mehr geschah aber nicht. Er musste einsehen das dieser Mann wohl kein gewöhnlicher Gegner war, niemanden, den man unterschätzen sollte, trotzdem, seine Waffen waren wirkungslos gegen ihn.

Mit den Energiekugeln allein, würde er hier nicht weiter kommen. Endlich beenden wollte er es, sich befreien von diesem Abschaum, das ihm sein Leben nehmen wollte, wegen etwas, das er als Lappalie ansah. Noch immer stand der Krieger unmittelbar in der Nähe des Schattenprinzen, das sah er als eine Chance an. Er hob nochmals den Arm, diesmal aber erschien in seiner Handfläche keine Energiekugel, sondern ein helles violettes Licht. Es nahm rasch die Form einer Klinge an. Die Konturen; gebogen und abgekantet, einem Säbel gleich. Es war allerdings noch nicht der richtige Zeitpunkt in den Nahkampf überzugehen. Seine Hand fing an sich kreisend zu bewegen, kurz darauf ein schwarzer Strudel, der sich über den Köpfen der zwei Kontrahenten bildete. Violette Blitze, schossen im Strudel wirr umher, einige schlugen auch geräuschvoll im Boden auf. Dann fing es an stürmen. Die Haare und der Mantel des Schattenprinzen flatterten wie wild, und dann schlug er zu. Mit drei Schritten stand er vor ihm und eröffnete das Schwertduell mit einem Seitenhieb nach Links.

Das dieser Strudel den Krieger verunsicherte, darauf konnte er nicht hoffen. Der Schattenprinz schwieg trotzdem über sein Vorhaben, Daxicus würde noch erfahren, was genau er mit diesem Strudel vorhatte.

Das Geräusch aufgeschlitzter Haut war wie die holden Stimmen der Sirenen für Daxicus. Seine Genugtuung dämpfte für kurze Zeit seinen Zorn, wie wenn ein Hungernder ein Stück Brot verschlang. Er liebte es, wenn Blut spritzte, wenn der Lebenssaft auf Mutter Erde vergossen wurde. Das Blut seines Gegners, wie Balsam für die Seele eines Kriegers, wurde von Finsternis aufgesaugt, mit einem schmatzenden Geräusch verschlungen, als wüsste die Klinge, was Rache war und genoss es, den schwarzen Lebenssaft des Schwarzgekleideten in sich aufzunehmen. Daxicus erstaunte die Farbe des Blutes nicht, er hatte schon auf so vielen Schlachtfeldern gekämpft, die Erde mit literweise Blut getränkt, grünem Blut, violettem Blut, ätzendem Blut, kochendem Blut, schwarzem Blut und dem goldenen Blut der göttlichen Wesen. Finsternis pulsierte nun schwarz, passte sich der verzehrten Nahrung an, wechselte dann aber nach einigen Sekunden wieder zu rot.
Daxicus war ein wenig enttäuscht, als er zusah, wie die magische Kugel in den Händen seines Feindes verlosch und dieser nach der Wunde an seinem Hals fasste. Er hatte gehofft, dass der Kampf länger, intensiver, schweisstreibender und für ihn tödlicher werden würde. Dann schloss sich die Wunde und Daxicus grinste, hocherfreut, dass es nicht so schnell zu ende gehen würde, er noch länger kämpfen konnte. Nun, da Finsternis von seinem Feind gekostet hatte, dürstete es sie nach mehr und Daxicus wusste aus Erfahrung, dass sie nun auf diesen unüberwindlich scheinenden Gegner eingestimmt war.

Plötzlich schien der Fremde seine Taktik geändert zu haben, er versuchte nicht mehr sich hinter Magie zu verstecken, denn er beschwor keine weitere der schwarzen Kugeln. Stattdessen formte er eine violette Klinge, wie ein Entersäbel und Daxicus grinste boshaft, im Nahkampf würde der Schwarzgekleidete zweifellos unterliegen, denn Daxicus hatte mehr Schlachten geschlagen, als Atemzüge getan. Er erwartete gerade den ersten Hieb, als er eine weitere herbe Enttäuschung hinnehmen musste, denn er wurde nicht angegriffen, sondern der Fremde wirbelte seine Klinge über seinem Kopf herum und liess einen Wirbel entstehen, dessen Sogkraft geradezu lächerlich klein war. Daxicus hatte das Röhren der Hydra und die Stürme des Typhon überstanden, das waren Stürme gewesen. Doch nun endlich, er wurde angegriffen und zwar mit einem seitlichen Hieb nach links. Daxicus parierte mit Tod, die er in der rechten Hand führte. Funken stoben, als die beiden Klingen aufeinander traffen und der magische Nebel, der normalerweise um Tod herum waberte, formte einen Schild, so dass sich die Klingen nicht im eigentlichen Sinne berührten, sondern die schützende Schicht des Nebels die Klinge blockte. Daxicus drehte sich sogleich um die eigene Achse und versetzte dem Gegner einen Treffer mit dem Ellenbogen seines linken Armes, zog den Schwung durch, liess den angewinkelten Arm wieder lang werden und so flog die Finsternis' Schneide auf den Hals des Schwarzgekleideten zu, wobei sich das Glühen während der Drehung von rot in tiefschwarz verwandelt hatte. Sie war bereit, mehr vom Lebenssaft des Fremden zu verschlingen und ihn so ernsthaft zu verletzen.

Es entstand ein violetter Nebel, die Rauchschwaden des Schwefelsees wurden vom Strudel gefiltert. Bitterkeit verdeckte den beißenden Geruch.
Dann dieses Lächeln, er konnte es genau sehen. Während sich die Klingen kreuzten, fragte sich der Schattenprinz, ob er tatsächlich so Besessen von diesen Gewalttaten war. Man sollte kämpfen um etwas zu erreichen - doch das kämpfen an sich, als eine einfache Beschäftigung - war für den Schattenprinzen sinnlos. Ein weiterer Grund, den Krieger auszulöschen. Eine Gefahr für das Leben selbst, und das völlig sinnlos. Was sollte dieser Wahnsinn? Er beobachtete die Lavabecken, unmittelbarer in ihrer Nähe, er könnte sie benutzen, doch noch war er nicht so weit.

Mit der festen Überzeugung, den Schattenprinzen im Nahkampf weit zu übertrumpfen, lag er vermutlich falsch. Auch er kämpfte für etliche Jahrzehnte mit Klinge und Schild für die Sache anderer, und auch wenn lange Zeit verstrichen waren - er verlernte nichts. Während der Wirbel über ihnen langsam die Größe eines kleinen Hauses angenommen hatte, drehte sich Daxicus plötzlich und der Schlag traf den Schattenprinzen unerwartet. Allerdings konnte er sich wieder aufraffen um die Klinge rechtzeitig zu bemerken. Sie änderte ihre Farbe, die ganze Zeit über aus schien es, diese Klinge würde ihr eigenes Bewusstsein besitzen. Im allerletzten Moment riss er seine Magieklinge hoch und konnte Tod parieren. Während Tod bei dem Aufprall mit der Magieklinge des Schattenprinzen nach oben gedrückt wurde , versuchte der Schattenprinz die Chance zu nutzen und ließ rasch eine zweite Klinge in seiner Hand entstehen. Die neuentstandene Klinge, die diesmal keinem Säbel entsprach, sondern einem besonders langen Dolch, versuchte man mit einem Hieb in den Unterleib des Kriegers zu rammen - dann ließ man den Griff los. Doch der Schattenprinz ließ seine andere Klinge nicht ruhen, jetzt drehte auch er sich, die Klinge über sein Haupt wirbelnd, um sie dann von oben auf ihn niederfahren zu lassen. Während seiner Drehung nutzte er die freie Hand, um die Lavabecken mittels Feuermagie zu manipulieren. So, das noch bevor er den Streich ganz ausgeführt hatte, plötzlich turmhohe Wellen aus Lava auf sie zu schwappten. Den Schattenprinzen würde diese kleine Erwärmung nur wenig stören, und er fragte sich, wie es wohl Daxicus dabei ergehen würde.

Daxicus spürte den Rausch des Kampfes, das Adrenalin in seinen Adern, die untestützende Kraft von Finsternis, konnte die Einzelheiten in seiner Umgebung stark verlangsamt wahrnehmen, erkannte die einzelnen Härchen auf den Händen des Fremden, seine grauen Augen, die einzelnen Adern darin, sogar Staubkörnchen, die sanft, wie vom Kampf unberührbar, durch die Luft tanzten, erfassten seine durch das Gefecht geschärften Sinne. Als der Fremde den Ellenbogenstoss schluckte, als wäre nichts gewesen, leuchteten Daxicus Augen auf. Freude über den Kampf, über den Schaden beim Gegner Wut, Kampfeslust, Mordgier und bestialische Brutalität , all diese Empfindungen konnte man in seinem Blick lesen. Daxicus kämpfte nicht für andere, er kämpfte weder für Götter, noch edle Ziele, weder aus purer Wut, glühendem Hass oder einer erlittenen Ungerechtigkeit, sondern für den Ruhm des Kriegers, für den Rausch der Schlacht, das Vergnügen dem Tod ins Gesicht zu spucken, das waren jedenfalls früher seine Gründe gewesen, waren es eigentlich immer noch, aber nur zweitrangig. Seit Animas gewalttätigen Tod, seit sie durch seine, die Klingen ihres Vaters, gestorben war, aufgeschlitzt wie Schlachtvieh, seit diesem Augenblick war der Kampf nicht mehr das gleiche Erlebnis für den Mörder seiner Tochter. Daxicus grenzenloser Zorn, sein ganzer Eifer, seine Erfahrung, sein Wesen, das alles warf er gegen die Götter und ihren Einfluss. Ihre Manipulationen hatten ihn zum Tochtermord, zur Plünderung, nein, Auslöschung seines eigenen Heimatdorfes getrieben. Nichts würde den Avatar väterlicher Entschlossenheit und seinem Rachedurst im Wege stehen und es überleben, auch dieser schwarzgekleidete Fremde nicht.

Daxicus parierte die Vorstösse seines Gegners, dessen Magietricks langsam ermüdend wurden. Dann wurde ihm bewusst, dass sich die Umgebung verändert hatte, eine Woge warmer, schwesstreibender Luft näherte sich ihm und knurrend betrachtete er die Lavawand, die sich auf ihn zu bewegte. Daxicus wich dem Schlag von oben aus, in dem er zur Seite, von der Lavawand weg, glitt, dann stürmte er auf die Bestie zu, immer noch mit erhöhter Geschwindigkeit seine Schwerter an seinem Rücken befestigend. Sein Verstand überlegte fieberhaft, wägte die Möglichkeiten ab, die seine Klingen boten, die sein Körper oder seine Umgebung bot. Im Bruchteil einer Sekunde riss Daxicus zwei Schuppe aus der Eberkopfschlange, rammte sie mit grosser Wucht in den Boden und zog Tod. Mit einem schwungvollen Hieb trennte er auch ein Horn von der Bestie, warf sie in die Nähe seiner behelfsmässigen Verteidigungsmauer, nahm sich noch eine der Schuppen und duckte sich dann hinter seinen Wall, wobei er die dritte Schuppe über seinen Kopf hielt.
Als die turmhohe, rot glühende Welle über ihm und dem Magier zusammenbrach, spürte Daxicus die fleischverzehrende Hitze, doch die Schuppen hielten stand, wie die Mauern von Troja. Mit dem euphorischen Lachen, das nur Menschen von sich geben, die eine Extremsituation überstanden hatten, riss Daxicus das Dach seiner Burg herunter, packte das abgehackte Horn der Bestie und schleuderte es in die Richtung, in welcher der Fremde stehen müsste. Die sowieso schon stickig heisse Luft war von der Hitze der Lava geschwängert und die ausgetrocknete Erde brannte an einigen Stellen weiterhin. Anscheinend war der Boden des Hades Feuer gewohnt und schluckte es wie alles, dass in betrat, gleichmütig herunter.

"Auf in die zweite Runde, verehrter Feind!", spottete er, zog seine beiden treusten Gefährten, Tod mit der linken und Finsternis mit der rechten Hand und lachte noch lauter. Das Echo seines fast wahnsinnigen Gelächters drang in die Tiefen des Hades hinein.

Der Schattenprinz würde den Krieger nicht verstehen. Ruhm des Kriegers? Pure Verständnislosigkeit würde er empfinden. Viele hätten dem mächtigen Krieger vielleicht Respekt dafür gezollt, so furchtlos in den Krieg zu treten, egal ob man nun starb oder nicht. Er hielt das nicht für Ruhm, das war Hass. Hass, den man für sein eigenes Leben empfand. Und das war keine noble Geste, das war pure Dummheit, so empfand er. Aber er hatte früh gelernt, das er nicht alles verstehen konnte, was andere Wesen empfanden. Dafür war das Universum viel zu weit und der Schattenprinz noch viel zu unerfahren.

Lava und einzelne Geröllklumpen flossen über den Schattenprinzen während der Krieger aus der Eberschlange seine kleine Festung gebaut hatte. Als Daxicus unter den Schuppen verschwand, sank der Blick des Schattenprinzen. Er betrachtete seine freie Hand. Die Lava durchfloss seine Finger wie Wasser. Als die Lavadusche ihr Ende genommen hatte und im Boden versickert war, brach Daxicus aus seinem Schutz. Sogleich flog ihm schon ein Horn entgegen. Er hatte nicht bemerkt, wie Daxicus sich auch das Horn der Eberschlange nahm. Ihm blieb nur noch die Zeit, das Schwert zu heben. Das Horn wurde dabei in zwei Hälften geschnitten. Während die eine Hälfte den Schattenprinzen knapp verfehlte, durchbohrte die andere seinen Kopf und traf dabei sein linkes Auge. Schlitternd fiel der Schattenprinz zurück und landete auf dem Boden. ~Sei gefälligst vorsichtig! Ohne mich wärst du schon zwei mal in diesem Kampf untergegangen ...~ “Habe ein wenig mehr Geduld ...” flüsterte der Schattenprinz, während er sich aufrappelte. Dann die Aufforderung zur zweiten Runde und das triumphiernde Lachen des Kriegers. Schweigend entfernte er das Fragment des Horns aus seinem Auge, oder dem, was davon übrig geblieben war. Kurz darauf begann die typische Regeneration seines Körpers - es sah aus, als hätte er diesen Treffer niemals einstecken müssen. Dann streckte der Schattenprinz den Arm aus, die Klinge deutete dabei auf Daxicus. “So sei es!” Er rannte auf Daxicus zu - rasch und gewissenhaft, nicht stürmisch, und noch bevor er ganz bei ihm war, formte sich ein Schild aus dem violetten Licht an seinem Arm. Dann folgte ein Flèche mit seiner Klinge, direkt auf Kopfgegend des Kriegers.

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterwelt: Daxicus VS Schattenprinz
#2BeitragVerfasst: 20. Mai 2009, 15:33 
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Ein weiterer Treffer, dachte sich Daxicus, als er Zeuge wurde, wie sich die Hälfte seines geworfenen Horns in den Kopf des Schwarzegekleideten bohrte, und er versuchte seine Freude darüber zu verbergen, denn er wusste, dass konventionelle Waffen diesem Feind nichts anhanben würden. Doch für ihn war jeder Treffer eine Bestätigung seiner Fähigkeiten, ein Beweis, dass er der mächtigste Krieger seiner Zeit war, denn Macht war für Daxicus nichts anderes als Stärke, Stärke in allen Formen und Variationen, Willensstärke, physische Stärke, magische Stärke, die Stärke, einen geliebten Menschen gehen zu lassen, die Macht, einen Gott zu Fall zu bringen. Als die Wunde sich schloss, wie ein Fluss, wenn ein Hindernis aus dem Bett genommen wurde, meldete sich wieder leise die Stimme der Vernunft in Daxicus Kopf, verlangte angehört zu werden, verlangte ein Ende des sinnlosen Kampfes, da Daxicus einem unsterblichen, unermüdlichen Wesen irgendwann unterliegen musste. Sein Ehrgefühl, verbunden mit seinem schwächer gewordenen Zorn rangen mit der Vernunft, versuchten sie zum Schweigen zu bringen, doch die Situation war eigentlich glasklar, Daxicus konnte nicht gewinnen, selbst wenn er sich all seiner Kraft bediente, denn der Gegner war unzerstörbar. In seinem Inneren unterlagen alle Gefühle, alle Leidenschaft, der unentrinnbaren Vernunft und ihrer mächtigsten Verbündeten, der Logik. Sein vorher aufgewühlter, erhitzter Verstand beruhigte sich, ging dazu über berechnend zu denken und dei Situation logisch zu analysieren.

Der Fremde schoss auf Daxicus zu, ein Schild aus violetter Magie am Arm, die magische Klinge auf seinen Kopf zufliegend und nur durch Glück und Erfahrung zog Daxicus seine Kopf zur Seite und die Klinge zischte an seinem Helm vorbei, eine Schramme darin hinterlassend. Daxicus wollte gerade zustechen, als ein gewaltiges Röhren die Ebene erschütterte. Daxicus stiess den Schwarzgekleideten von sich, machte einige Schritte nach hinten und suchte nach dem Ursprung des Lärms. In einiger Entfernung stand eine gewaltige Bestie, mit schwarzem Fell, das so gross wie drei Männer war, eine lange Waffe in der rechten Hand und ein rot leuchtenden Brustharnisch umgeschnallt. Ein weiteres Röhren folgte, das so laut war, dass die Luft erzitterte und die Staubkörner in der Luft zu tanzen begannen. Weitere dieser Kreaturen folgten dem Ruf, zwei, drei, fünf, es wurden immer mehr, bis Daxicus es leid war, sie zu zählen. "Sieh an, der Hades schickt seine Truppen, um uns auszulöschen", sagte Daxicus höhnisch. Er betrachtete den Fremden, dann wanderte sein Blick zurück zu den Bestien, die nun mit einer hohen Geschwindigkeit auf sie zu marschierten. "Es nützt nichts, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen.", wandte sich Daxicus an den Fremden, "Eigentlich ist es nicht meine Art, aber wie wäre es, wenn wir ein Kampfbündnis schliessen? Du magst mächtig sein, aber gegen die unzählbaren Horden des Hades könntest sogar du ein wenig sterbliche Hilfe brauchen.", schlug er vor und dabei bot er dem Fremden seine Hand an, um das Bündnis zu besiegeln.


Nachdem die Klinge knapp an ihm vorbei preschte und der Krieger zum Gegenschlag ausholen wollte, erbebte die Erde plötzlich von diesem donnernden Brüllen. Der Schattenprinz nahm es wahr, ignorierte den Schmerz aber, der sich in seinem Gehör sammelte. Er war ganz auf den Krieger fixiert. Doch dann wurde er von Daxicus zurück gestoßen. Er erkundigte sich nach der Quelle des Lärms. ~Da! Er ist abgelenkt! Schnell!~ Der Schattenprinz umfasste seine Klinge nun mit beiden Händen, fest entschlossen ihm die Klinge im Moment der Unachtsamkeit in die Rippen zu stoßen, doch etwas ließ ihn inne halten. ~Was tust du da?! Los, schnell!!~ Der Schattenprinz regte sich einen Augenblick lang nicht, dann ließ er die Klinge sinken. ~Ein großer Fehler, darüber werden wir uns später noch unterhalten~

Er folgte seinem Blick und musterte die Kreaturen. Scheinbar hatten sie mit ihrem turbulenten Kampf so viel Aufregen erzeugt, dass sich der Gott nun in seinem Ansehen und in seiner Macht angegriffen fühlte. Der Schattenprinz ließ seinen Blick durch die Ebene schweifen. Alle Dämonen in ihrem Umfeld waren geflohen, das verstärkte wohl den Eindruck. Immer mehr von den großen Ungetümen folgten und dann fingen sie an zu marschieren.
Der Schattenprinz erhob sich aus seiner geduckten Haltung und stand nun in seiner typischen Haltung vor ihm. Diszipliniert und zielgerichtet. Er sah wie der Zorn in den Augen Daxicus’ sich abschwächte, Platz für den Geist und den Verstand machte. Wie konnte er nur? Eben noch wollte er den Schattenprinzen auslöschen und nun steht er hier vor ihm, nicht daran zu denken weiter zu kämpfen. Vor ihm zu stehen, als hätte er scheinbar niemals im Sinn gehabt, ihn zu töten. Die Augen des Schattenprinzen strahlten noch immer die blanke Präsenz von Zorn und Missachtung aus. Der Krieger hatte es nicht anders gewollt. Während die Truppen des Hades immer näher kamen, dann das Angebot eines Kampfbündnis’. Der Schattenprinz starrte auf seine Hand. Vor seinem geistigen Auge spielte sich ab, wie er sie ihm mit einem gezielten Schlag abtrennt. Er presste seine Finger gegen den Griff seiner Magierklinge.
~Diese Kreaturen kannst du auch alleine vernichten, Narr. Die wahre Gefahr steht vor dir. VERNICHTE IHN ENDLICH!~
Der Schattenprinz zuckte zusammen, das erste mal konnte man die Unsicherheit eines Menschen in seinen Augen sehen. Die pure Normalität eines Sterblichen. Seine Seelenspiegel wurden aber unter der eisernen Selbstkontrolle, schnell wieder zu denen, einer gefühlskalten, disziplinierten Maschine - mit einem brodelndem Höllenfeuer dahinter.
Dem Schattenprinz würde nicht klar werden warum, aber er ging auf das Angebot des Kriegers ein. Er war ein Fehler, das wusste er. Die Schatten würden sich für sein missachten ihres Willens bei ihm rächen.
Der Schattenprinz legte seine zarte Hand in die Hand eines Kriegers. Er drückte sie nicht oder schüttelte sie, er las. Daxicus würde nichts davon bemerken, doch der Schattenprinz konnte in der kurzen Zeit ihres Hautkontakts, einen Teil seiner Vergangenheit ablesen. Er sah Kriege, Schmerz , Tod. Alles Dinge, die er hätte ahnen können. Doch sein geistiges Auge durchschaute auch eine Vergangenheit, die für den Krieger selbst schmerzvoll waren. Er las einen Namen. Anima. Der Schattenprinz starrte ihn an, während die Bestien schon fast bei ihnen waren.

Daxicus bemerkte, wie der Fremde kurz unischer wurde. Er selbst hätte auch nicht gedacht, dass er dieses Bündnis jemals anbieten würde, das wäre eigentlich gegen sene Ehre als Krieger gewesen, doch auch wenn Daxicus sehr wahrscheinlich gegen die Ungeheuer siegen würde, war es doch einfacher, wenn man zu zweit war. Daxicus hielt nicht viel von Pyrrhussiegen. Er war schon Kämpfern begegnet, die all ihre Kräfte, all ihre Reserven, ihre blosse Existenz einsetzten, um den Sieg noch zu erreichen, den Feind zu besiegen, doch danach waren sie fast lächerlich leicht zu schlagen, Daxicus hatte solchen Idioten schon oft den Gnadenstoss versetzt. Er selbst ging bis an eine gewisse Grenze, reizte seinen Körper bis zu einem gewissen Grad aus, aber sollte der Gegner zu stark, zu schnell oder zu zäh sein, dann zog er sich entweder zurück oder versuchte eine Verschnaufpause zu erkämpfen, um sich mit Fintsernis' Kräften eine Erholung zu gönnen.

Daxicus empfand Genugtuung, als sein Gegenüber das Kampfbündnis einging, selbst wenn er kurz alle seine Muskeln anspannte, weil er eine verdächtige Regung in der Körperhaltung des Schwarzgekleideten wahrnahm, so als würde er angreifen. Als der Fremde aber keine Anstalt machte, das Bündnis zu bekräftigen, kam Daxicus ihm zuvor, drückte zu und schüttelte seine Hand. "Nun denn, Kampfgefährte, ich habe schon eine Ahnung, wie du kämpfst, eher überlegt, taktisch und zurückhaltend, immer ein Ass im Ärmel.", begann Daxicus und schilderte dann seinen Plan: "Hör zu, lass mich sie frontal angreifen, um alle Aufmerksam auf mich zu ziehen. Erst mal abgelenkt und in einen Kampf verwickelt, kannst du sie mit deiner", Daxicus verzog sein Gesicht zu einer spöttischen Miene, "Magie überraschen und den Rest vernichten."

Daxicus hatte, während er dem Fremden seinen Plan erklärt hatte, aufmerksam die Gegnerhorde studiert und ihre Kampfstärke eingeschätzt. Die etwa 20 Ungeheuer näherten sich nicht wie er erwartet hatte in einem losen, undisziplinierten Haufen, sondern bildeten eine Kampflinie. Sie besassen die wilde Art von Raubkatzen, so wie sie sich bewegten, und ausserdem eine sehr interessante Waffe. Es schien, als hätte ein Schmied zwei Entersäbel am Knauf zusammengefügt, fast miteinander verschmolzen, wobei die Schneiden nicht in die selbe Richtung zeigten, damit konnte man mit wirbelnden Bewegungen einen Klingensturm entfachen. Als die Truppe schon fast 40 Meter von den Beiden einsamen Kämpfern entfernt waren, konnte Daxicus erkennen, dass der rote Harnisch nicht bemalt war, sondern aus mehreren Schichten Menschenhaut bestehen musste, welche immer noch zu bluten schienen. Die silber glänzenden Schulterpolster waren aus einem ihm unbekannten Material und die Bestien trugen eine Art Helm, die dem Gesicht einer Eidechse ähnelte. Die kräftigen Beine endeten in Klauenbewehrten Füssen, ähnlich denen eines Tigers, nur etwa dreimal so gross. Die Statur seiner neuer Gegner war imponierend, sie überragten Daxicus um einige Köpfe und ihre Hände steckten in gepanzerten Handschuhen.
Alles in Allem schienen sie einen geeigneten Gegner für Daxicus abzugeben und wenn sie so geschmeidig und klug waren, wie sie sich in Formation bewegten, dann konnte er sich auf einen grossartigen Kampf freuen. Er zog wieder Finsternis und Tod, erstere in mit der rechten Hand, die andere mit der linken, und bereitete sich auf einen Sprint vor, mit dem er seine Gegner überraschen wollte. "Noch eines, Fremder in schwarz, wie ist dein Name? Nur für den Fall, dass ich dir einen Grabstein errichten muss", scherzte Daxicus und grinste herausfordernd.


Der Schattenprinz beobachtete abschätzend wie Daxicus seine Hand drückte, dann fing er an, von seinem Plan zu erzählen. Teilnahmslos lauschte er, und er regte sich nicht mal, als der Krieger seine Magie verspottete. Er sollte sich also defensiv halten, während der Krieger dort vorne den Helden spielte. ~Warum lässt du dich auf ein solches Niveau herab? Wo ist die Achtung deiner Selbst?!~ Mit einem nichtssagenden Schweigen drehte sich der ‘Fremde in Schwarz’ zu der Horde. Sie hatten sich formiert. Das machte nichts, das war wohl umso besser für den Krieger, auch wenn er bezweifelte das er gegen 20 von ihnen lange im Nahkampf durchhielt. Der Schattenprinz traute ihm aber zu, sie lange genug hinzuhalten. Trotzdem wollte er ihm Unterstützung offerieren. Er schnippste mit der linken Hand. Das Schnippen hallte im Strudel wieder, bis es dann verstummte. Wie vom Schnippen schließlich gerufen, stürzten kurz darauf zwei Gestalten aus dem Strudel, und landeten mit lautem Krachen neben Daxicus. Sie hatten die Form von langen Humanoiden, die aber noch immer kleiner als die Ungeheuer waren. Die Brust und die Beine waren bedeckt von goldenen Rüstungsteilen, der Rest war frei von Stoffen. Ihre Körper bestanden aus großen Narben, schiefergrauer Haut und violetten Flammen. Ihre Gesichter waren verdeckt von Masken, was sie noch seelenloser scheinen ließ, als den Schattenprinzen. Doch man konnte sehen, dass sie Sechs Augen besassen. Sie waren ausgerüstet mit Langschwert und Rundschild. Auch die Waffen waren scheinbar aus magischem Gold geschmiedet. Die unscheinbaren Wesen ignorierten Daxicus und auch den Schattenprinzen. Trotzdem schienen sie ihren Auftrag zu kennen, und stellten sich kampfbereit hinter den Krieger auf. Sie würden auf Daxicus' Kommandos hören.

Bevor er mit seiner ‘Magie-Überraschung’ begann, starrte er einen Augenblick lang auf die Klinge, dessen Kraft er geraubt hatte. Mit einer wegwerfenden Handbewegung gab er der Klinge den Teil ihrer Kraft zurück, den er noch nicht in seine Magie transformiert hatte. Dann öffnete er beide Handflächen und ließ zwei Magiekugeln entstehen. Die katzenartige Eleganz dieser Ungeheuer, ließ den Schattenprinzen befürchten, dass sie den Kugeln ausweichen konnten. Doch er hatte schon einen Plan, wie er das verhindern konnte. Auf den Scherz, oder wie man es nennen wollte, antwortete er mit einer Ergänzung seines Plans.
“Sobald du im Gefecht bist, wird die Magie in meinen Händen zerschellen. Somit könnten auch dich die Splitter treffen. Du solltest für dein eigenes Wohlbefinden dafür sorgen, das du geschützt bist, wenn es soweit ist.” Mit diesen Worten sprang er hoch und schwebte wie ein Geist in der Luft, schaute auf den Trupp und dann wieder zu Daxicus. .

Die feindliche Truppe kam näher, wie ein Schwarm, wie eine Einheit, als würden sie alle von einem Gehirn kontrolliert. Anfangs beachtete Daxicus nicht, was der Fremde tat, denn er überlegte sich, wie er vorpreschen, sie überraschen, zerschmettern und zersprengen wollte, doch dann hörte er das Schnipsen. Er fuhr herum, sah zum Strudel hoch, runzelte die Stirn als zwei Gestalten, wie herabstürzende Felsen neben ihm auftauchten und als ihm bewusst wurde, dass der Schwarzgeleidete ihm diese beiden, zweifellos seelenlosen Kreaturen als Garde zur Seite stellte, ihm also indirekt unterstellte, er, der grösste Krieger seiner Zeit, habe eine helfende Hand nötig, wie ein Mädchen, das alleine in den Wald ging, loderte wieder Zorn in seinem Inneren auf. Eine heisse, wogende Welle der Wut brandete an die Küste seines noch rational denkenden Verstandes, hielt kurz stand, wurde dann aber überflutet. Nichts konnte diese Schmach, diese Erniedrigung in diesem Moment wiedergutmachen, nur Blut und Tod. Daxicus beäugte die beiden Gestalten, mit ihren prahlerischen, goldenen Waffen, eine Verschwendung dieses Edelmetalles und noch dazu hatten sie sechs Augen, als wären Daxicus' eigene Augen nicht fähig, auf ihren Wirt aufzupassen. Das innere Feuer, der alles verzehrende Sturm der Wut übernahm wieder die Kontrolle über Daxicus, liess seine Brutalität aus dem Käfig, den die Vernunft gebildet hatte, und als sein neuer Partner Finsternis einen Teil der gestohlenen Kraft zurückgab, obwohl das nicht nötig war, da sie von seinem Lebenssaft gekostet und daraus einen enormen Energieschub gewonnen hatte, begann sie wieder zu glühen, das Glühen festigte sich zu einem leichten Film aus Licht, nur schwach, wie ein Teppich aus roten Glühwürmern, der sich langsam auf Daxicus übertrug, im einen gewaltigen Schub an Kraft und Ausdauer gab. Er konnte es fühlen, seine Muskeln schwollen an, sein Blut rauschte durch seine Adern, als würde es von den Furien selbst verfolgt und all seine Sinne schärften sich. Nun fühlte er sich wie Ares selbst sich nur fühlen konnte, stark, unbeugsam, unbesiegbar, wie eine Naturgewalt, nicht aufzuhalten, unberechenbar und für alles tödlich, dass sich ihr entgegenstellte. Anscheinend hatte der Energieschub seines Kampfgefährten Finsternis dazu veranlasst, ihrem Träger ein wenig davon abzugeben, ihn daran teil nehmen zu lassen. Mit einem Kampfschrei, der aus seiner Brust, über seinenen Kehlkopf aus seinem Mund drang, wie das Brüllen eines Monsters, so laut, wie alle Schreie der gequälten Seelen im Hades zusammen, rammte er seine beiden Klingen, die er so hielt, dass die Klingen an seinem Unterarm entlang richtung Ellenbogen zeigten, in die goldgepanzerten Gestalten hinter ihm, dass sie zusammenknickten wie ein Heuwagen unter dem Stoss eines Minotauren. Dann ging er kurz in die Knie, änderte den griff, so dass sein Daumen zur Klinge zeigte, zog dann die Klinge nach oben durch, die Bäuche und Rüstungen der beiden aufschlitzend, als würde er eine überreife Tomate zerschneiden. Das Wesen, welches von Tod aufgeschlitzt wurde, zerfloss wie Honig unter dem tödlichen Nebel, den die Klinge absonderte, während der andere Sechsäuger von Finsternis quasi aufgesogen wurde, sie zog alle magische Energie aus dem Wesen als wäre es der süsseste Nektar. "ICH BRAUCHE DIE HILFE DEINER BEIDEN FREUNDE NICHT!!", brüllte Daxicus ohrenbetäubend und stürmte dann ohne zu hören oder zu sehen, was der Fremde tat, auf die Gegnerhorde zu. Er war nun deutlich schneller, als beim Kampf gegen den Schwarzgekleideten, schoss wie eine Baliste auf die katzenhaften Feinde zu, die ,ein wenig irritiert von der Vorgehensweise, in ihrem Marsch inne hielten und das menschliche Geschoss fast erschreckt anstarrten.

Den ersten erwiaschte Daxicus ohne seine Schwerter benutzen zu müssen. Er sprang den armen Teufel mit aller Wucht an, traf mit seinen Füssen im Gesicht seines Gegners auf, riss diesen mit und zertrümmerte seine Maske und seinen Kopf, als sie mit einem lauten Krachen auf dem Boden aufschlugen. Die anderen lösten sich langsam aus ihere Erstarrung, zu langsam, denn Daxicus schob seinen Fuss unter die Waffe des gefällten Gegners, hob sie damit schon fast elegant hoch, drehte sich mit damit um seine Achse und schleuderte sie wie beim Hammerstoss gegen einen Gegner, in dessen Brust sie mit dem knackenden Geräusch brechender Knochen stecken blieb. "KOMMT HER UND LERNT MICH ZU FÜRCHTEN!!", schrie er wutentbrannt, während er seine beiden Schwerter wieder vom Rücken holte, die er während seines Sprints dort verstaut hatte.

Was sollte das? Erzürnt darüber, das dieser Mann ohne Vorwarnung zwei seiner Diener tötete, hob sich der Arm des Schattenprinzen und zielte auf Daxicus. Dann schüttelte er jedoch mit dem Kopf. Er sah diese Kämpfer nicht als seine Beschützer an, sondern als dessen Unterstützung. 20 Ungeheuer gegen nur einen Mann - und selbst dann war sein Stolz noch zu mächtig? ~Dieser Narr, er will deine Hilfe nicht. Töte ihn jetzt!~. Der Schattenprinz fing an es einzusehen. Krieg war wohl das Leben dieses Mannes, nichts anderes schien ihn weiter zu interessieren. Was für ein Leben war das nur?. Der Schattenprinz musste nochmals verachtend schnauben, als er dieses Theater aus albernem Stolz und unbändiger Wut beobachtete. Seine Vergangenheit interessierte ihn, ohne Zweifel. Doch seine Seele war von Selbstvertrauen gerade zu durchtränkt. Er brüllte dem Schattenprinz etwas zu, dann stürzte er sich ,nach seinem Kampfschrei, wie ein Stier ins Getümmel. Der Schattenprinz behielt seine Magiekugeln noch in seiner Hand fixiert. War das wirklich alles, was diesen Mann ausmachte? Hatte er keine Ziele oder Hoffnungen? Oder hatte er diese Dinge vor langer Zeit verloren ... und war das der Grund, warum dieser Mann den Kampf so liebte? Doch der Schattenprinz konnte sich nicht vorstellen, das dieser Mann für was kämpfen würde. Er geriet ins Grübeln als sich die Innere Stimme in ihm zu Wort meldete.

~Schau doch nur, nach diesem Kampf wendet er sich wieder gegen dich und will dich töten.~
~Beende es endlich. Du kannst nicht ewig diesem Geplänkel beiwohnen.~
~Dieser Mann ist verabscheuungswürdig.~
~Sein Leben ist Krieg, und das Bedürfnis, dir dein Leben zu nehmen. Willst du das etwa?~
“Er kann mir mein Leben nicht nehmen. Ich bin unsterblich-”
~Das ist bei weitem nicht dein Verdienst, du Tölpel~
“Er ist in diesem Moment mein Verbündeter”
~Ach? Wer wird denn hier plötzlich ein Moralist?~
~Wer war jener, der zwei Menschen tötete, weil du nicht fähig warst, deine Gefühle zu beherrschen?”
~DU warst es!~
~Verfolge dein Ziel - verliere es nicht aus den Augen.~
“Habe noch Geduld, ich werde es beenden.”

Er musste jetzt handeln, egal wie. Dieser Krieger wollte nicht auf ihn hören, aber der Schattenprinz ahnte das ihm schon irgendwas einfallen würde. Seinen Plan würde er für ihn jedenfalls nicht aufgeben. Er hob seine Hände und schleuderte die Kugeln auf das Schlachtfeld. Sie flogen in beträchtlicher Geschwindigkeit, trotzdem nicht schnell genug für die Ungeheuer. Denn sie ihre Aufmerksamkeit ließ sie zu den Kugeln aufblicken. Mit Sprüngen wollten sie ausweichen. Wie erwartet, und deshalb ballte der Schattenprinz seine Hände und ließ sie damit zersplittern. Die Tausenden violetten Magiescherben, die dadurch entstanden, waren dünn wie Pfeile, würden allerdings jedes Wesen dort unten absorbieren, das mit ihnen in Berührung kam.


Ein karmesinroter Taifun des Zorns wütete unter den katzenhaften Wesen, mit tödlichem Eifer, bestialischer Brutalität und gnadenloser Präzision. Daxicus durchtrennte Kniescheiben, hackte Hände ab, spaltete Schädel und bewies, dass er dem Ruf als Schlächter Thebens gerecht wurde. Die winselnden Rufe, das schmerzvolle Aufheulen und panische Knurren, alles mischte sich zu einer Symphonie des Schmerzens, einem Bolero aufheulender Bestien und darunter der stakkatoartige Rhytmus von Daxicus Schlägen. Während seinem Todestanz hatte er einem Gegner Tod durch den Unterkiefer in den Schädel gerammt und so dessen Haut von den Knochen geschmolzen, mit Finsternis den Bauch eines der Wesen aufgeschlitzt und ein anderes mit den Gedärmen des Aufgeschlitzten erstickt und einem weiteren mit den Klauen seines Kamerades so lange ins Gesicht geschlagen, dass dieses nur noch Brei war.

Blutüberströmt und mit einem wahnsinnigen Funkeln in den Augen suchte Daxicus nach weiteren Feinden, doch sie wichen zurück, nicht vor ihm, sondern vor etwas anderem, etwas über ihm. Er drehte sich um und stellte fest, dass eine magische Kugel auf ihn und seine Feinde zu flog. Das weitere Geschehen kam Daxicus wie ein Traum vor; die Kugel platzte, hunderte, nein, tausende Splitter schossen wie Pfeile in alle Richtungen, trafen die katzenhaften Wesen, lösten diese auf und er versuchte allen Splittern zu entgehen, die in seine Richtung flogen. Er wehrte einige mit seinen Schwerter ab, wich anderen mit fast übermenschlichem Geschick aus, doch bestürzt wurde ihm klar, es waren zu viele.

Daxicus hatte sich nie gedacht, dass er sich eines Tages geschlagen geben musste, nie vermutet oder sich nur vorstellen können, dass er in einem Kampf unterliegen würde, doch in diesem Moment konnte er sich der alles erdrückenden Tatsache nicht entziehen, dass er sich unter dem magischen Pfeilhagel auflösen würde, wie es die katzenhaften Wesen auch taten, doch wieder einmal rettete ihn eines seiner geliebten Schwerter. Der rote Film, der aus Finsternis überschüssiger Energie auf Daxicus übertragen worden war, löste sich schlagartig auf, als würde er unter dem immensen magischen Druck verpuffen. Bevor der erste Pfeil ihn traf, spürte er ein schmerzhaftes Ziehen aus seiner linken Hand, Tod pulsierte schwarz und mit rasender Geschwindigkeit begann seine Haut aschgrau zu werden, die Frabe breitete sich wie ein bösartiges Hautekzem aus und seine Tattoos, ehemals schwarz, glühten plötzlich blutrot auf. Innerhalb von zwei Herzschlagen war seine ganze Epidermis von dieser Veränderung betroffen und als die Pfeile nun an ihm vorbeischwirrten, lösten sie ihn beim Aufprall nicht auf, sondern verletzte ihn nur so, wie es normale Pfeile tun würden. Einer durchbohrte seine linke Schulter, ein weiterer seinen rechten Oberschenkel, dann folgte ein Treffer in seinen Unterleib, nur knapp an einem der Organe vorbei. Blut quoll dickflüssig und hellrot strahlend wie Sirup aus seinen nun zahlreichen Wunden. Erstaunt über seine Verwandlung und geschwächt von den nun zahlreichen Wunden liess er beide Schwerter fallen, die klappernd zu Boden fielen. Völlig erschöpft fiel er auf seine Knie und stützte sich mit seinen Händen ab, sonst wäre er wahrscheinlich mit dem Kopf auf den Boden gekracht und hätte sein Bewusstsein verloren. In seinem gesamten Leben hatte er sich noch nie so klein und verletzlich gefühlt, was Scham in ihm weckte.
Da kniete er nun, wie ein erbärmlicher Schwächling, wie ein räudiger Hund, der sich vor den Schlägen seines Herrn duckte. Einige Sekunden kniete er im Staub des Hades und verlor sich in Gedanken. Dann, bevor die Scham in ihm wirklich Fuss fassen konnte, züngelte wieder Zorn in ihm auf, glühte schwach im stinkenden, schlammigen Sumpf aus Selbstmitleid und Scham und trocknete ihn dann stetig wachsend mit seinem Feuersturm völlig aus. Daxicus' Kampfeswille kehrte zurück und mit seiner vor Wut und auch Schwäche zitternden Hand versuchte er nach Finsternis zu greifen, um ihre heilende Wirkung in Anspruch zu nehmen, denn eines der anmutigen, rot gepanzerten feindlichen Wesen hatte den magischen Pfeilsturm überlebt und näherte sich nun zögernd, aber mit wachsender Entschlossenheit dem angeschlagenen Daxicus.

Der Schattenprinz beobachtete, wie sich die Katzenwesen auflösten und dann schließlich ein Teil von ihm wurden. Mit einem erstickten Aufstöhnen ließ er den Kopf nach hinten fallen, ließ die Lebensgeister der Ungeheuer eins nach dem anderen in sich einfließen. Dann richtete er sich auf, flog in die Richtung des Kriegers. Er suchte nach ihm, schaute nach links und nach rechts, mit dem Gedanken, er hatte sich irgendwo in Sicherheit gebracht. Aber er lag falsch. Daxicus hatte sich dort befunden, wo der Großteil der Splitter aufschlug. Den Krieger so zu sehen war für den Schattenprinz fremd. Trotz der kurzen Zeit, in der sie von einander erfuhren, ließ sich dieser Anblick einfach nicht mit Daxicus verbinden. Er lag auf den Knien, schwer verletzt, seine Schwerter lagen dort, er musste sie fallen lassen... Dem Schattenprinz überkam nochmals ein Gedanke. Dieser Krieger hätte sicher einen Weg gefunden, allein mit diesen Bestien fertig zu werden. Nur wegen ihm lag er nun da, sinnlos war es, er hätte keine Hilfe gebraucht. Doch Schuldgefühle überkamen ihn nicht. Die Veränderung, die Daxicus’ Körper durchgemacht hatte, riss den Schattenprinzen aus seinen Gedanken. Was war das bloß? Die letzten Kräfte? Er versuchte nach seinem Schwert zu greifen, weil einer dieser Bestien überlebt hatte, und ihm nun den Gar ausmachen wollte.

~Überlass dem Ding da den Rest.~

Der Schattenprinz schwebte nun über Daxicus. Sollte er, wie am Anfang, wieder zurück auf die Position des Beobachters? Es erspart Zeit, das war sicher. Doch war es auch die klügste Entscheidung?

“Ich sollte es zu ende bringen!”

Er stürzte hinab, wie ein Falke im Steilflug, doch das Krachen der Landung blieb aus. Leise wie eine Feder landete er vor Daxicus, musterte die Bestie nun auch vom Nahen. Die widerliche Rüstung aus Menschenhaut war zerschlissen - scheinbar hatten Daxicus’ Klingen ihn während des Kampfes gestreift. Er schaute zurück zu Daxicus. Auch wenn er schwach war, würde er seine Klinge in die Hände bekommen, heilte er sich damit. Und aus Rache dann, würde der Krieger ihn wahrscheinlich von hinten erstechen wollen. Der Schattenprinz sah wie seine Hand den Griff der Klinge fast erreicht hatte.
“Nein.” Mit einem Windstoß wollte er die Klinge aus seiner Reichweite schleudern, ungeachtet dessen, das der Krieger vielleicht jeden Moment sterben könnte, wenn er keine Hilfe bekam. Ironisch, das er jetzt ein zweites mal vor dem Tod standt, er war erst vor kurzem hier runter gestürzt.

Nachdem die Hinterseite gesichert war, galt es, sich um die Vorderseite zu kümmern. Die Bestie war sichtbar erstaunt das der Schattenprinz so plötzlich vor ihr stand. Sie würde erkennen, das er der Magier war, der diesen Splitterhimmel gerufen hatte, und er könnte es unzählige male wiederholen. Die Bestie stoppte unerwartet, schaute den Schattenprinzen zweifelnd an.
Er musste daran denken, wie sie zusammen gezuckt waren, als Daxicus wie alle Kriegs-Götter vereint auf sie zustürmte. Aber der Mann in der dunklen Tracht wirkte nicht wie ein Kriegsgott, er besass schmale Konturen, zarte Frauenhände und weiße, reine Haut. Doch die Bestie fürchtete sich genauso vor ihm, wenn nicht noch mehr. Hatte sie eine Vorahnung, einen Sinn, der ihr verriet, das dieser Mann kein Lebewesen war, sondern pure Magie? Sie versuchte vor dem Blick des Schattenprinzen zu flüchten, ging nervös hin und her, wusste, das ein Angriff gegen diesen Gegner aussichtslos war. Doch er durfte nicht flüchten, das ging wohl gegen den Auftrag seines Gottes.
Die Bestie schien vor Furcht und Zwietracht wahnsinnig zu werden.
Der Schattenprinz streckte seine Hand aus, öffnete sie im stillen Abkommen mit der Bestie. Dieser Gegner war nicht ein jener wie Daxicus, es war jemand, dessen Leben nach Erlösung schrie, schon allein wenn der Schattenprinz ihn anstarrte. “Ich werde dir helfen” der Schattenprinz flüsterte verzeihend.
Die Bestie, scheinbar hypnotisiert von der Aura des Schwarzgekleideten, folgte seinem Befehl. Sie ließ ihre Waffen fallen, welche krachend auf dem Boden landeten. Danach schritt sie zögerlich auf ihn zu, durchwanderten den Pfad, der von den fallengelassenen Waffen seiner Artgenossen gepflastert worden war. Die Augen des Schattenprinzen verwandelten sich dabei wieder in die Augen der Unschuld. Augen eines jungen Kindes. Diese Bestie sehnte sich nach Frieden, nicht, weil sie das schon immer wollte. Sondern weil der Schattenprinz sie dazu geformt hatte. Den Lebenswillen eines Wesens hatte er allein mit seinem Existieren betrübt.

Die Klauen der Bestie berührte seine Hand. Der Schattenprinz nickte, und die Bestie schien ihn zu verstehen, obwohl kaum Worte gefallen waren. Dann ging alles unglaublich schnell. Seine Hand leuchtete auf und verlief im Schatten seiner Magie. Die Bestie jaulte kurz auf, dann löste auch sie sich auf und folgte ihren Artgenossen. Ein weiteres Leben endete, damit er mächtiger werden konnte. Es war der richtige Weg zum Überleben.

Als sich der Schattenprinz schließlich umdrehte, war sein Blick längst wieder von Zorn erfüllt, so wie es die ganze Zeit während des Kampfes mit Daxicus war. Er betrachtete den Krieger, wollte sich ihm nähern.

~Er hat einen starken Lebensgeist, er wird deine Macht wieder ein Stück weiter ankurbeln.~
~Du weißt was zu tun ist~

Vor Schmerzen bebend und am Rande der Willenskraft, seine physischen Kräfte hatte er schon längst überstrapaziert, bahnte sich seine Hand einen Weg zu Finsternis, seiner Geliebten Klinge und ihre heilenden Kräfte. In Gedanken trieb er seine Hand zornerfüllt an sich schneller zu bewegen, ihre zitternden Finger unter kontrolle zu bringen und sie mit festem Griff um den Griff der Klinge zu legen. Er bemerkte weder das herannahen des Fremden, noch, dass das übriggebliebene katzenhafte Wesen fast schon bestürzt an Ort und Stelle verharrte. Wieder glitten Daxicus' Gedanken in die Vergangenheit, suchten Halt in vergangenen Tagen, beschwörten glücklichere Zeiten um ihm das Sterben möglichst angenehm zu machen.

Sie zeigten ihm sein Landhaus, die satten, gelben Weizenhalme, die sich sanft im Wind bewegten, liessen ihn den Geruch frisch gebackenen Brotes riechen, welches sich unter den ozongetränkten Windhauch gemischt hatte. Der körnige Sand unter seinen Füssen knirschte angenehm, während sich Daxicus in Trance über den Feldweg zum Eingang seines Heims, dem Hort seiner Gemahlin und Spielplatz seiner Tochter, bewegte. Das leise, melodiöse Summen einer weiblichen Stimme versicherte ihm, dass hier sein vom Schlachten und Morden vernarbtes Herz zur Ruhe kommen und seine von den elenden Schmezensschreien und ersticktem Flehen gepeinigte Seele Trost finden konnte. Ein weisser Schleier verhüllte seine Sicht und als er sich wieder verzog, übertrat er schon die Schwelle zu seinem Haus, sah in das markante, schwungvoll gezeichnete Gesicht seiner Gattin Kalysto, berührte ihr langes, seidenes und schwarzes Haar, während sie noch immer dieses eine Lied summte, nun aber noch ein wenig leiser. Ihre vollen Lippen verhiessen ewige Ruhe und Glück, ihre Augen, für einen Blitzschlag lang vom Mitleid für ihren gepeinigten Mann, schmerzvoll getrübt, luden ihn zum Rasten ein. Wieder verschleierte sich sein Sichtfeld, blieb für den Bruchteil einer Sekunde weiss und dann frohlockte sein Herz, als er die glockenhelle Stimme seiner Tochter vernahm. Anima, der Mittelpunkt seines unstetigen Lebens, Lichtpunkt nach jeder Schlacht, sein unvergänglicher Nordstern, der ihm selbst in der grössten Dunkelheit der Verzweiflung und der Hoffnunglslosigkeit den Weg nach Hause zeigte. Sie reichte ihm in dieser Erinnerung bis zur Hüfte, umarmte ihn mit einem strahlenden Lächeln zur Begrüssung. Wie ihre Mutter, besass sie rabenschwarzes Haar und einen vollen, wundervoll geschwungenen Mund, dessen Lächeln so entwaffnend war, wie 300 Speerspitzen in der Nahe des Adamsapfels. Alles an ihr, erinnerte Daxicus an Kalysto, die rosigen Wangen, die feinen Hände, die kleinen, angelegten Ohren und gerade Stubsnase. Nur ihre Augen waren wie seine, füllten sich manchmal mit einem Zorn, den die Bediensteten, Pflanzen und Insekten fürchteten. War Anima zornig, so flüchtete selbst der mutigste Hund oder der tapferste Stallbursche, sie hatte sogar schon einmal ihrer Magd mit einem wutentbrannten Schrei den Arm gebrochen, als diese Animas Haarpracht zu stark gestutzt hatte. Wie bei ihrem Vater, war nur Kalysto dazu fähig das erregte Gemüt ihrer Tochter zu beruhigen und sie zu bändigen. Mit strenger, aber doch freundlicher Stimme, mahnte sie ihre Tochter dann, sich gefälligst wie eine Dame zu benehmen und sich die Tobsuchtanfälle für die Feinde ihrers Vaters aufzuheben. Daxicus lächelte. Über den Gedanken an seine wütende Tochter, sein ruhsames Heim und das wärmende Herdfeuer oder wahlweise den wärmenden Körper seiner geliebten Frau. Plötzlich änderte sich schlagartig die Szenerie, Feuer entflammte überall, Rauch breitete sich aus und der Gestank toter Menschen und verkohlten Fleisches durchdrang die Luft. Entsetzt hielt Daxicus den aufgeschlitzten, viel zu leicht gewordenen Leichnam seiner Tochter in den Armen, ihre vor Schreck aufgerissenen Lider bohrten sich wie Brandeisen in sein Hirn und der Schmerz war so gross, dass Daxicus begann, sein Bewusstsein zu verlieren, aus dem ehemaligen Traum, der nun zu einem Alptraum geworden war, zu entfliehen.

Daxicus' Hand hatte kurz inne gehalten, als sich sein Geist auf Tauchfahrt in der Vergangenheit befand. Aufgeschreckt versuchte er Finsternis wieder zu erreichen, doch dann tauchte der Schwarzgekleidete vor ihm auf, wie der drohende Schatten eines bevorstehendes Todes. Daxicus wusste, dass er diesem gefühlskalten Monster ausgeliefert war, wenn er nicht schleunigst zu Erholung kam, doch als könnte der Fremde seine Gedanken lesen, traf ein Windstoss das lebenswichtige Schwert und katapultierte es aus Daxicus' Reichweite. Resignation betrat die Bühne in Daxicus Gefühlsleben und breitete sich gemütlich darin ein, versuchte alles andere unter sich zu ersticken. Beinahe gelang es, beinahe hätte der grösste Krieger seiner Zeit aufgegeben, hätte auf den Gnadenstoss gewartet, wie andere schicksalsergebenen Hunde, die er so verachtet hatte. Bevor dies jedoch Realität wurde, nährte Daxicus das Feuer seiner Wut mit dem Verrat seines Kampfgefährten, richtete seinen ganzen Zorn auf dieses abscheuliche, feige Wesen. Eine Flammensäule erstickte jede Resignation, Zorn in seiner reinsten Form strömte wie Lava durch seine Gedanken und das heisse Feuer verschlang die lebenswichtigen Ressourcen seines Körper, schoss in alle seine Muskeln und führte zu einer befristeten Wiedererlangung seiner alten Kräfte. Während der schwarzgekleidete Fremde seine magischen Spielchen mit dem übriggebliebenen Katzenwesen spielte, wuchtete Daxicus seinen zerschundenen und durchbohrten Körper in Richtung der etwa zehn Meter entfernt liegenden, heilenden Klinge. Als seine Hand nur noch wenige Zentimeter davon entfernt war, krabbelten seine Finger mit allerletzter Kraft auf den Griff und mit einem zornigen Schrei der Frustration schloss er sie. Die Ränder seines Sichtfelds färbten sich langsam schwarz, als sich der sanfte, rote Nebel von Finsternis wie eine Decke über seinen beinahe blutleeren und bewegungsunfähigen Körper legte.

In dem Augenblick, wo sich der Schwarzgekleidete wieder zu Daxicus umdrehte und ihn betrachtete, lag er noch am Boden, die heilende Wirkung von Finsternis hatte schon ihre Wirkung getan. Seine Haut hatte die aschgraue Farbe abgestreift, seine Tattoos waren wieder schwarz und alle Wunden geschlossen. Wie der Phönix aus der Asche, erhob sich Daxicus beinahe majestätisch vom Boden, starrte in die Augen seines ehemaligen Kampfgefährten und blanker Zorn gemischt mit Verachtung brannte darin. In seinem Inneren tobte ein Sturm, ein Tornado der Aggression, die sich nun in einem markerschütterndem Schrei Luft verschaffte. Der Schrei liess den Boden zu Daxicus Füssen kurz erbeben, als würde sich selbst der Hades vor seiner Wut fürchten.

"Dein Verrat wird nicht ohne Folgen bleiben", zischte Daxicus leise und gefasst. Der leidenschaftliche Zorn hatte sich in kaltblütige und lebensverachtende Verachtung verwandelt, sein Gegenüber war kein normaler Feind mehr, er war auch kein respektabler oder ruhmbringender Feind mehr, er hatte all seinen Wert in den Augen des Kriegers verloren. Für Daxicus war der Schwarzgekleidete nur noch ein lästiges Objekt, das man nicht einmal mehr vernichten musste. Daxicus sammelte sein zweites Schwert ein und befestigte beide an seinem Rücken, wo sie hingehörten. "Ich werde aus dem Tartarus ausbrechen", verkündete er ruhig, klopfte sich den Staub vom Körper und marschierte an seinem ehemaligen Kampfgefährten vorbei.

Der Schattenprinz hätte nicht geglaubt, das der Krieger es noch schaffen würde, sich zu bewegen. Sein Körper normalisierte sich wieder, seine Wunden waren verheilt. Er erwiderte den Blick von Daxicus. Diese Verachtung in seinen Augen ließ den Schattenprinzen fühlen, was er fühlte, und es erfüllte ihn mit entzücken. Fühlte er sich nun wie der Schattenprinz, als der Krieger ihm die Klinge an den Hals gehalten hatte, wegen einer ausgestreckten Hand? Dieser Verrat des Schattenprinzen lag dem Krieger wohl bitter auf der Zunge. Und diese Bitterkeit ließ er den Schattenprinzen mit dem Schrei hören, dessen Lautstärke so hoch war, dass der Schmerz in seinem Gehör ihn fast dazu veranlasste, wieder den Kampf mit ihm aufzunehmen, um ihn zum schweigen zu bringen. Sein Körper blieb jedoch in der Unbeeindruckten Pose vor ihm stehen.
~Warum muss dieser Kerl denn ständig schreien ... Er hat wohl erkannt, das du sensible Ohren hast.~

Der Schattenprinz ließ den Blick senken, richtete ihn aber sofort wieder auf, als Daxicus anfing zu sprechen. Schweigend versuchte er zu verstehen, was er damit meinte. Schwer vorstellbar wäre es, wenn Daxicus nun an die Rache der Götter glaubte, die den Schattenprinzen für seinen hinterlistigen Verrat bestrafen würde. Oder wollte er den Schattenprinzen zu einem späteren Zeitpunkt aufsuchen? Mit Verstärkung? Nein, das passte genauso wenig zu ihm.
Die Stimme, die Daxicus auf der Zunge lag, war verändert. Die Empfindung der Stimme war nun kaltblütig, nicht so kriegerisch wie anfangs.
Dann griff er plötzlich nach seinem zweiten Schwert und der Schattenprinz bereitete sich auf einen Angriff vor, doch was war das? Er befestigte es an seinem Rücken. Hatte er aufgegeben, oder was? Wie konnte er denn einfach aufhören zu kämpfen? Wohin war die Leidenschaft verschwunden?
~Dieser Narr will verschwinden, lass ihn nicht entkommen~

Dann ging er plötzlich an ihm vorbei, sagte ihm, das er ausbrechen wollte, aus diesem Ort. Der Schattenprinz hätte sich als Sieger fühlen können, doch das tat er nie, bei keinen Kämpfen. Er schaute ihm nicht nach, er starrte nur gerade aus, versuchte zu verstehen, was ihn so getroffen hatte.

~Was? Du willst ihn gehen lassen?~
~Das lasse ich nicht zu!~

Der Zorn verblich langsam aus den Augen, die stechende Gleichgültigkeit kehrte wieder ein. Er wusste, das ihn hier Konfrontationen erwarten würde, doch hätte er dabei nicht mit einem Wesen wie Daxicus gerechnet. Nun stand er hier, während der Krieger sich immer mehr von dem Schlachtfeld entfernte und langsam wieder Dämonen einkehrten und sich weiter mit ihrem Tun beschäftigten. Der Lauf der Unterwelt 'normalisierte' sich wieder. Er schaute sich um, versuchte die Ereignisse der flüchtigen Vergangenheit zu analysieren.

“Er sieht mich nicht mehr als Gegner an, es reicht.”
~Also willst du dir diesen Mann einfach entgehen lassen?~
“Du sagtest doch, ich soll mein Ziel nicht aus den Augen lassen.”
~Wie du willst.~

So gingen beide wieder ihrer Wege. Der Krieger raus aus der Unterwelt und der Schattenprinz noch tiefer hinein.

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Love always wins~


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